Spannungen am Persischen Golf belasten DAX – KI-Goldrausch treibt asiatische Börsen
Hızlı Bakış
- Die eskalierenden Spannungen am Persischen Golf und schwere Militärschläge belasten den DAX, der unter 25.000 Punkte fällt.
- Währenddessen treibt der KI-Boom die asiatischen Börsen zu Rekordständen, während deutsche Tech-Werte wie Infineon und Aixtron ebenfalls profitieren.
Yapay zekâ özeti
Statt der erhofften Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen Iran und den USA sind die Spannungen am Persischen Golf zuletzt wieder eskaliert. In der Nacht lieferten sich die Kriegsparteien die schwersten Militärschläge seit Beginn der Waffenruhe.
Das hat dem DAX einen schwachen Tagesstart beschert. Im frühen Handel rutschte der deutsche Leitindex unter die viel beachtete Marke von 25.000 Punkten und notiert am Vormittag 0,8 Prozent tiefer bei 24.923 Punkten.
Die Ölpreise zogen am Morgen den dritten Tag in Folge an. Ein Fass Öl der Nordseesorte Brent kostet derzeit wieder über 98 Dollar.
An den asiatischen Börsen ist der KI-Goldrausch dagegen ungebremst weitergegangen. Die Aktienindizes in Tokio und Taipeh kletterten auf Rekordstände. Die Börsen in Südkorea blieben geschlossen. Der japanische Nikkei stieg erstmals über die Marke von 68.000 Punkten und schloss 2,5 Prozent höher bei 68.402 Punkten. Im Fokus standen erneut Chip-Werte wie Tokyo Electron sowie der Hersteller von Chip-Testanlagen Advantest.
Auf dem deutschen Kurszettel finden sich deutlich weniger solcher KI-Profiteure, weswegen die jüngste Euphoriewelle in den USA und Asien ein Stück weit am DAX vorbeigeht. Das Rekordhoch des deutschen Leitindex von 25.507 Punkten stammt aus dem Januar.
An der Wall Street war es gestern etwas ruhiger zugegangen. Die Standardwerte des Dow Jones legten um 0,5 Prozent zu, während die Technologietitel an der Nasdaq stagnierten.
Die Anlegerinnen und Anleger konzentrierten sich fast nur noch auf die Chancen des Boom-Themas Künstliche Intelligenz und verdrängten eine zunehmende Anzahl konjunktureller Warnsignale, sagte Marktexperte Stephen Innes. Dieselbe Welt, die momentan ganz auf eine KI-getriebene Zukunft baue, sei abhängig von endlichen Energieressourcen, fragilen Handelsrouten und physischer Infrastruktur, die sich nicht einfach durch Software ersetzen ließen.
Der wohl bekannteste deutsche Profiteur der KI-Begeisterung Infineon ist mit kleinen Gewinnmitnahmen gestartet. Gestern war der Halbleitertitel um neuneinhalb Prozent auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2000 gestiegen. In diesem Jahr hat der Chip-Hersteller bereits über 130 Prozent an Wert gewonnen.
Ein weiterer Technologietitel, der Chip-Zulieferer Aixtron, wird dagegen von einer positiven Analystenstudie zum Halbleiterausrüster ASML getrieben. Der MDAX-Titel hat ebenfalls den höchsten Stand seit dem Jahr 2000 erreicht.
Mit Spannung werden heute Abend die Ergebnisse der turnusmäßigen DAX-Überprüfung erwartet. Sowohl Lufthansa als auch Hochtief haben gute Chancen, wieder in die erste Börsenliga aufzusteigen. Hochtief profitiert vor allem in den USA massiv vom Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.
Wackelig könnte es für den Online-Modehändler Zalando und die Automobil-Holding Porsche SE werden. Die Deutsche Börse überprüft alle drei Monate die Zusammensetzung des wichtigsten deutschen Aktienindex.







