SPD-Politikerin kritisiert Pläne der Bundesregierung scharf
Hızlı Bakış
- Eine führende SPD-Politikerin kritisiert die Pläne der Bundesregierung zur Anhebung des Rentenalters, Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen und Ausweitung von Befristungen.
- Sie fordert rote Linien und kritisiert die Union für die Verschärfung der Attestpflicht.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Die AfA ist die größte Arbeitsgemeinschaft in der SPD und vertritt die Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Ronja Endres, Co-Vorsitzende der Bayern-SPD, äußert Kritik an Plänen der Bundesregierung.
Der Unmut bezieht sich auf die von CDU, CSU und SPD vorgestellten Pläne, das Renteneintrittsalter anzuheben, im Gesundheits- und Pflegebereich zu sparen, Befristungen am Arbeitsmarkt auszuweiten oder den gesetzlichen Acht-Stunden-Tag abzuschaffen. „Wer Beschäftigte stärker belastet, hohe Vermögen, große Erbschaften und außergewöhnliche Gewinne aber aus der Verantwortung entlässt, betreibt keine Politik der sozialen Gerechtigkeit“, schreibt die AfA-Vorsitzende.
Laut Parteiangaben ist die AfA die größte Arbeitsgemeinschaft in der SPD, in ihr organisieren sich Betriebsräte oder Gewerkschaftsmitglieder, um für Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einzutreten. Auch Ronja Endres ist im Vorstand der AfA. Die Co-Vorsitzende der Bayern-SPD reagierte in einem Instagram-Post auf den wachsenden Unmut in ihrer Partei. Sie betonte, dass man nicht „alles schlechtreden“ dürfe, die Erhöhung der sogenannten Reichensteuer sei ein Erfolg. Das jüngste Reformpaket enthalte auch Verbesserungen beim Ausbau des Stromnetzes oder für Schul- und Ausbildungsabbrecher, die nun stärker unterstützt werden sollen.
„Die bescheuerte Krankschreibung mussten wir schlucken“, schreibt Bayern-SPD-Chefin Ronja Endres
Endres formulierte jedoch deutlichen Ärger über bestimmte Entscheidungen: „Allein, dass es sachgrundlose Befristungen überhaupt gibt, ist Mist. Die jetzt auf zwei Jahre auszuweiten, führt zu Unsicherheit.“ Auch die umstrittene Verschärfung der Attestpflicht kritisierte sie scharf: „Die bescheuerte Krankschreibung mussten wir schlucken, weil die Union wollte, dass die Menschen beim 1. Krankheitstag Lohnausfall (!!) bekommen.“ Niemand in der SPD finde das gut. Es sei eine „Frechheit“, dass die Union so tue, als seien die Deutschen „zu faul“.
Endres rief die Bundes-SPD dazu auf, rote Linien zu ziehen, „über die wir nicht drüber gehen“. Als Beispiele nannte sie das Renteneintrittsalter oder die Erbschaftsteuer, bei der die SPD Privilegien für „Superreiche“ abschaffen will. Den Vorstoß verband sie mit einer sanften Drohung: „Koalitionsbruch nicht anstreben, aber ihn auch nicht fürchten.“
Kritik an der Reformpolitik der Bundesregierung wurde zuletzt auch in anderen Landesverbänden der SPD laut. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bremste bei der Gesundheitsreform und der geplanten Abschaffung der Rente mit 63. Der SPD-Fraktionschef in Nordrhein-Westfalen, Jochen Ott, forderte einen „Neuanfang in der Reformkommunikation“. Wer Reformen allein mit Kürzungen begründe, der schaffe „keine Zuversicht und keinen Optimismus“. Und der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach ärgerte sich über mangelnde Kompromissbereitschaft der CSU, etwa bei der Mütterrente. „Krötenschlucken ist keine Einbahnstraße.“
Açık Sorular
- Wie wird die SPD auf die Kritik reagieren?
- Welche roten Linien werden tatsächlich gezogen?




