Stadttheater Fürth: Intendantin Silvia Stolz arbeitsrechtlich entlastet, aber Handlungsbedarf bei Führungskultur
Hızlı Bakış
- Im Stadttheater Fürth wurde Intendantin Silvia Stolz nach Vorwürfen eines toxischen Arbeitsklimas arbeitsrechtlich entlastet.
- Eine externe Agentur stellte jedoch Handlungsbedarf in Führung, Zusammenarbeit und Kommunikation fest.
- Die Stadt hofft auf Versöhnung der gespaltenen Belegschaft nach den Ferien.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Ein Brief von 25 Beschäftigten des Stadttheaters Fürth im März erhob Vorwürfe gegen Intendantin Silvia Stolz wegen eines toxischen Arbeitsklimas, was zu Untersuchungen durch eine Anwaltskanzlei und eine spezialisierte Agentur führte.
Im März hatte ein Brief an die Stadtspitze in Fürth für Aufruhr gesorgt. 25 namentlich nicht genannte Beschäftigte und damit etwa die Hälfte der Belegschaft wandten sich mit einem „Hilferuf“ unter anderem an Oberbürgermeister Thomas Jung sowie Kulturreferent Benedikt Döhla (beide SPD) und erhoben verschiedene Vorwürfe gegen Intendantin Silvia Stolz. Von einem toxischen Arbeitsklima war die Rede, das „durch Angst und Misstrauen“ geprägt sei. Stolz führe das Haus mit „Druck, Herabsetzung und unfairer Kritik“. Vorwürfe, welche die Intendantin vehement zurückwies. Im Mai dann offenbarten SZ-Recherchen, dass an dem Haus seit Jahren etliche Missstände herrschten und herrschen, die Stolz bei ihrem Amtsantritt im November 2023 als Nachfolgerin von Langzeit-Intendant Werner Müller vorfand – die Mängel reichten von Sicherheitsfragen über die wirtschaftliche Führung bis in die Organisationsstrukturen des Theaters.
Am vergangenen Freitag nun, direkt vor dem Ferienstart, kamen die Angestellten zur Personalversammlung zusammen, um über die Ergebnisse einer Aufarbeitung der Vorwürfe gegen Stolz durch eine Stuttgarter Anwaltskanzlei zu erfahren. Das Ergebnis fasste die Stadt am Samstag in einer Pressemitteilung zusammen: Arbeitsrechtlich habe sich Stolz nichts zuschulden kommen lassen. Zwei Vorgänge seien zwar von Mitarbeitern gemeldet worden, in beiden Fällen hätten sich aber „keine Anhaltspunkte für arbeitsrechtliche Pflichtverletzungen ergeben“.
Einfach so weitergehen soll es trotzdem nicht. Denn neben den Anwälten, die mit den arbeitsrechtlichen Fragen befasst waren, beschäftigte sich mit der Situation am Theater eine auf den Kulturbetrieb spezialisierte Agentur. Und deren „organisationsbezogene Bestandsaufnahme“ zeige, „dass in den Bereichen Führung, Zusammenarbeit, Kommunikation und Organisationskultur Handlungsbedarf besteht“, heißt es in der Mitteilung. Was damit konkret gemeint ist, ließ die Stadt offen. Kritiker der Intendantin fühlen sich bestätigt; die Mitteilung zeige, dass sich in der Führungskultur etwas ändern müsse. Dem Vernehmen nach will Stolz künftig versuchen, ihre Kritiker besser einzubinden – bei von der Stadt eingeforderten Veränderungen ebenso wie bei von ihr selbst angestoßenen.
Das Theater befinde sich mitten in einem umfassenden Veränderungsprozess, der von allen Beteiligten „ein hohes Maß an Flexibilität, Toleranz und gegenseitigem Verständnis verlange“, heißt es von der Stadt. Dazu brauche es an vielen Stellen „eine ehrliche und kritische Reflexion des eigenen Verhaltens und vor allem eine konstruktive Kommunikation“. Diese Absicht äußerte Stolz Teilnehmern zufolge bei der Versammlung am Freitag, als sie selbst das Wort ergriff.
Aus Sicht der Stadt sind die Ergebnisse der ersten Phase des Klärungsprozesses „insgesamt positiv“. Ob sich die zwei Lager aus Stolz-Kritikern und ihren Befürwortern an dem gespaltenen Haus aber, wie von der Stadt erhofft, wirklich miteinander versöhnen, ist dennoch fraglich. Mit den beiden Untersuchungen und der Personalversammlung am Freitag scheint es noch nicht gelungen zu sein.
Silvia Stolz wertete den Abschlussbericht auf SZ-Anfrage so, „dass wir alle, auch ich als Intendantin“, noch besser werden müssten in Sachen konstruktiver Kommunikation sowie „ehrlicher und kritischer Reflexion des eigenen Verhaltens“. Sie freue sich aber, dass alle Mitarbeiter sich „voll und ganz mit dem Stadttheater identifizieren“. Man müsse den Blick nun nach vorne richten.
Die Strategie der Stadt Fürth läuft auf Beruhigung hinaus. OB Thomas Jung und Kulturreferent Döhla sprachen sowohl Intendantin Stolz als auch den Beschäftigten ihr Vertrauen aus. Dass im September nach ein paar Wochen Pause alles wieder gut ist, glaubt freilich niemand – zu angespannt war die Situation zuletzt.
Bereits im Sommer 2025 und ein weiteres Mal im Dezember hatten Beschäftigte Vorwürfe gegen Stolz an Kulturreferent Döhla herangetragen, zunächst geschah danach wenig. Erst nach dem Brief im März begann die Klärung – zu einem Zeitpunkt, als die Belegschaft durch gegenseitige Vorwürfe längst in zwei Lager gespalten war, wie auch die Agentur bei ihrer Bestandsaufnahme ausmachte: Auf der einen Seite viele jener, die schon lange am Haus sind, das Theater als Familie und die Intendantin als empathielos sehen, auf der anderen diejenigen, die teils erst von Stolz nach Fürth geholt wurden, ihren Reformweg goutieren und den Betrieb auch als wirtschaftliches Unternehmen betrachten.
Von der Stadt heißt es dennoch, die Verantwortlichen sähen nach der Personalversammlung bei den Beteiligten die notwendige Bereitschaft, um künftig wieder vertrauensvoll, professionell und wertschätzend zusammenzuarbeiten. Ob das gelingt, zeigt sich nach den Ferien.
Bundan Sonra Ne Olabilir?
Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz
Die Umsetzung der notwendigen Veränderungen in Führung und Kommunikation am Stadttheater Fürth wird nach den Ferien sichtbar werden.
Muhtemel · Aylar içinde
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- Werden sich die gespaltenen Lager am Stadttheater Fürth versöhnen?
- Wie werden die identifizierten Veränderungen in Führung, Zusammenarbeit und Kommunikation konkret umgesetzt?







