Studierende springen als Lehrer ein und unterrichten Fächer, die sie nicht studieren
Hızlı Bakış
- Eine Umfrage zeigt, dass fast alle Lehramtsstudierenden in Deutschland als Vertretungslehrer arbeiten, oft in Fächern, die sie nicht studieren.
- Viele stehen allein vor Klassen und werden kaum betreut, sehen die Erfahrung aber als motivierend an.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
In deutschen Klassenzimmern herrscht seit Jahren ein Mangel an Lehrkräften, der durch den Einsatz von Quereinsteigern und Aushilfskräften bekämpft wird. Auch Studierende übernehmen bereits Unterrichtsaufgaben.
In deutschen Klassenzimmern fehlen Lehrerinnen und Lehrer, seit Jahren kämpfen Bildungspolitiker mit Quereinsteigern und Aushilfskräften gegen den Mangel. Auch Studierende stehen vor der Tafel und unterrichten.
Schätzungen gehen davon aus, dass rund die Hälfte der 260.000 jungen Menschen, die auf Lehramt studieren, bereits als Vertretungslehrkräfte einspringen.
Eine gerade veröffentlichte Onlinebefragung des Stifterverbands, die der ZEIT exklusiv vorliegt, zeigt nun erstmals, wie viel Verantwortung die Studierenden im Schulalltag tragen, wie viele dabei auf sich gestellt sind – und dass ihre Studienfächer selten eine Rolle spielen, wenn es um die Aufgaben geht, die sie an den Schulen übernehmen.
So gaben bei der bundesweiten Befragung 95 Prozent der Studierenden an, manchmal oder regelmäßig allein vor einer Klasse zu stehen – obwohl 40 Prozent von ihnen das Bachelorstudium noch nicht abgeschlossen haben.
Mehr als 90 Prozent unterrichten dabei mindestens ein Fach, das sie nicht studieren: Lediglich 57 Prozent derjenigen, die Deutsch unterrichten, studieren auch Deutsch; in Mathematik sind es sogar nur 41 Prozent.
Neun Prozent der Studierenden arbeiten gar als Klassenlehrer oder sind an Abschlussprüfungen beteiligt.
Knapp 40 Prozent werden bei ihrer Lehrtätigkeit weder von den Schulen noch von ihren Hochschulen begleitet.
Dabei bestehe ohne »strukturierte Betreuung« das Risiko, dass Studierende unreflektiert unterrichten und dass sich »pädagogisch ungünstige Routinen verfestigen«, sagt Bettina Jorzik vom Stifterverband.
Die Studierenden hingegen finden die Praxiserfahrungen offenbar vor allem bereichernd: Mehr als 90 Prozent der Befragten betonen, die Vertretungstätigkeit motiviere sie, das Studium auch abzuschließen.
Açık Sorular
- Wie werden die Studierenden zukünftig besser betreut?
- Welche langfristigen Auswirkungen hat diese Praxis auf die Qualität der Bildung?
- Welche spezifischen Fächer sind am stärksten von diesem Mangel betroffen?
- Wie viele Studierende brechen ihr Studium aufgrund dieser Belastung ab?

