Südkoreanischer Fußballverband unter Korruptionsverdacht: Zahlungen an Schiedsrichter
Berichte über bezahlte Massagesalons für Unparteiische und Razzia beim KFA wegen Trainer-Vergabe
Hızlı Bakış
- Der südkoreanische Fußballverband (KFA) steht im Fokus von Medienberichten, wonach in der Vergangenheit Schiedsrichtern Besuche in Massagesalons mit sexuellen Dienstleistungen bezahlt worden sein sollen.
- Zudem gab es eine Razzia beim Verband.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Der südkoreanische Fußballverband (KFA) gerät durch Berichte über Zahlungen an Schiedsrichter und Unregelmäßigkeiten bei der Trainerbestellung massiv unter Druck.
Ob die Schiedsrichter damit zu einseitigen Entscheidungen in Spielen der südkoreanischen Nationalmannschaft bewegt wurden, ist nicht bewiesen.
Die Recherche stützt sich laut JTBC unter anderem auf Kreditkartenabrechnungen und Unterlagen einer staatlichen Prüfung. Die Besuche in den Massagesalons, die koreanischen Medien zufolge sexuelle Dienstleistungen anbieten, kosteten demnach umgerechnet mehrere Hundert Euro.
Besonders brisant: Auch vor einem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Kuwait im Februar 2012 soll der Verband zwei japanischen Schiedsrichterassistenten den Besuch im Massagesalon bezahlt haben. Südkorea gewann die Partie mit 2:0 und zog in die nächste Qualifikationsrunde ein. In den Medienberichten wurden keine Angaben dazu gemacht, ob es in dem Spiel zu fragwürdigen Pfiffen des Schiedsrichtergespanns kam.
Laut dem Yonhap-Bericht waren die Vorgänge bereits 2016 nach einer Überprüfung des KFA durch das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus festgestellt, aber damals nicht öffentlich gemacht worden.
Razzia beim Verband
In Südkorea sind Massagesalons mit sexuellen Dienstleistungen zwar weitverbreitet, Prostitution ist jedoch verboten. Zudem untersagen die Statuten internationaler Fußballverbände jede Form von finanziellen Zuwendungen an Schiedsrichter.
Der südkoreanische Fußballverband steht derzeit politisch stark unter Druck. Am Donnerstag gab es eine Razzia in den Räumlichkeiten des KFA. Dem Verband wird vorgeworfen, bei der Berufung des früheren Nationaltrainers Hong Myung-bo die üblichen Regeln umgangen und ihm den Job ohne richtigen Bewerbungsprozess verschafft zu haben.
Südkorea war bei der Fußball-WM bereits in der Gruppenphase gescheitert, Trainer Hong war daraufhin ebenso zurückgetreten wie Verbandspräsident Chung Mong-gyu.
Der 57-jährige Hong war schon bei der WM 2014 als Nationaltrainer des Landes gescheitert. Damals schied die Mannschaft mit nur einem Punkt aus drei Spielen aus. Dennoch wurde der ehemalige Nationalspieler im Juli 2024 erneut Coach.
In südkoreanischen Medien hatte es danach Vorwürfe über ein intransparentes Verfahren und Begünstigung gegeben, die Hong zurückgewiesen hatte.
Açık Sorular
- Welche konkreten Konsequenzen drohen dem KFA?
- Gibt es Beweise für Spielmanipulationen?




