TKMS sichert sich historischen Auftrag über zwölf U-Boote für Kanada
Hızlı Bakış
- Das Kieler Unternehmen TKMS baut zwölf U-Boote des Typs 212 CD für die kanadische Marine.
- Der Auftrag, der auf mindestens zehn Milliarden Euro geschätzt wird, vergrößert das Orderbuch von TKMS erheblich.
- Bundesverteidigungsminister Pistorius lobte die zukünftige Flotte als die größte und modernste konventionelle U-Boot-Flotte der Welt.
Yapay zekâ özeti
Dem Kieler Unternehmen TKMS ist ein historischer Auftrag gelungen. TKMS baut zwölf nicht-nuklear-angetrieben U-Boote seines modernsten Typs 212 CD für die kanadische Marine. Das bestätigte Kanadas Premierminister Mark Carney am frühen Abend kanadischer Ortszeit in Halifax vor seinem Abflug zum Nato-Gipfel nach Ankara.
TKMS verfügt derzeit über einen Auftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro. Enthalten sind darin unter anderem jeweils sechs U-Boote 212 CD für die Deutsche und die norwegische Marine. Mit dem Auftrag aus Kanada wächst das Orderbuch von TKMS laut Medienberichten um weitere mindestens zehn Milliarden Euro.
„Gemeinsam werden wir die weltweit größte und modernste konventionelle U-Boot-Flotte aufbauen. Die Informationen, die unsere 24 U-Boote im Nordatlantik, in der Arktis und im hohen Norden sammeln werden, können wir schnell untereinander austauschen, analysieren und nutzen“, sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), der am Dienstag aus Berlin zum Gipfel nach Ankara reisen will. Die Systeme könnten bei Bedarf an vier verschiedenen Werften in der nördlichen Hemisphäre gewartet werden.
Im Jahr 2021 hatte Kanada das Projekt Canadian Patrol Submarine Project (CPSP) gestartet, um seine U-Boot-Flotte zu erneuern. Seit August 2025 standen TKMS und das südkoreanische Unternehmen Hanwha Ocean als finale Bieter in Konkurrenz um das Großprojekt. Die Bundesregierung, neben Pistorius vor allem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), hatten sich intensiv für TKMS eingesetzt.
TKMS ist mit rund 9100 Mitarbeitenden Deutschlands größtes Werftunternehmen. Rund 3300 Menschen arbeiten am Stammsitz in Kiel. Mit 51 Prozent hält der frühere Alleineigner ThyssenKrupp weiterhin die Mehrheit an TKMS, 39 Prozent der Anteile sind seit dem Börsengang im Oktober 2025 im Streubesitz, zehn Prozent hält die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.




