Trump-Turm an der Gold Coast: Projekt wegen toxischer Marke und Finanzstreitigkeiten abgeblasen
Hızlı Bakış
Der geplante Trump Tower an der Gold Coast in Australien wurde aufgrund der toxischen Wahrnehmung der Marke Trump nach dem Irankrieg und unerfüllten finanziellen Verpflichtungen der Altus Gruppe abgeblasen.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Der geplante Trump Tower an der Gold Coast in Australien sollte ein luxuriöses Immobilienprojekt werden, das jedoch auf starke Kritik stieß.
Wer Australien besucht, hat oft ein bestimmtes Bild vor Augen: Outback, Kängurus, endlose Weiten. Die Gold Coast ist so ziemlich der komplette Gegenentwurf. Hochhäuser, Vergnügungsparks und Angeberautos dominieren am äußersten Südzipfel des Bundesstaats Queensland (immerhin die schönen Strände und die Surfkultur erfüllen einige der Aussie-Klischees). Genau dort hätte laut Plan ein Trump Tower entstehen sollen. Hätte – denn dieser Plan ist nun vom Tisch. Nun ist das Projekt abgeblasen. Und Young hat seine eigene Erklärung. »Sagen wir einfach: Durch den Irankrieg und andere Faktoren ist die Marke Trump in Australien zu toxisch geworden. Wir wussten seit einer Weile, dass wir getrennte Wege gehen müssen«, zitiert ihn der Sender ABC. Auf der Trump-Seite sieht man das ein wenig anders. »Nach Monaten der Verhandlungen und voller leerer Versprechen war die Altus Gruppe nicht in der Lage, auch nur die grundlegenden finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen«, hieß es von der Trump-Gruppe, angeführt von Eric Trump. Petition und Proteste gegen den Turm Keine Rede ist dabei von den mehr als 120.000 Unterschriften, die eine Petition an der Gold Coast gegen den Trump-Turm gesammelt hat. Oder den Protesten vor der Gemeindevertretung im Mai. Im April hatte eine Befragung die niedrigsten Zustimmungswerte für Trump in Australien in seiner zweiten Amtszeit ergeben. Durch den Irankrieg sind die Spritpreise im Land erheblich gestiegen, die meisten Bürgerinnen und Bürger sehen die Schuld dafür in Washington. Der Sender ABC zitiert zudem auch noch den Bürgermeister des Großraums Gold Coast. Tom Tate – ebenfalls bekannt für seinen eher extravaganten Lebensstil – sieht vor allem knallharte monetäre Gründe für den geplatzten Deal. »Es geht nur ums Geld. Die Trump-Gruppe will viel mehr Geld für ihre Marke (…) und einen hohen Prozentsatz der Einnahmen.« Da habe die Gegenseite, die das finanzielle Risiko tragen muss, irgendwann abgewunken. Für die Gegner des geplanten Protzbaus ist die Entscheidung ein Grund zu feiern. Die »New York Times« zitiert Craig Hill, der den Protest mitorganisiert hatte. Er erklärte, dass er neben einigen Bieren auch einen Lottoschein kaufen werde: »Wenn ich diesen Sieg einfahren kann, sollte ich mein Glück auch in der Lotterie versuchen.«
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