US-Iran-Abkommen und Zinsentscheidungen bewegen Anleger
Hızlı Bakış
- Der Dax blickt auf 25.000 Punkte, gestützt durch ein US-Iran-Abkommen.
- US-Notenbank hält Zinsen stabil, während Zentralbanken in UK, Norwegen und der Schweiz tagen.
- BMW-Gewinnwarnung belastete den Dax am Vortag.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Das unterzeichnete Abkommen zwischen dem Iran und den USA stimmt die Anleger zunächst optimistisch. Die US-Notenbank hält die Füße still, während Zentralbanken in Großbritannien, Norwegen und der Schweiz tagen.
Der Fokus der Anleger liegt heute auf dem Abkommen zwischen den USA und Iran sowie den Zinsentscheidungen großer Notenbanken. Der Dax hat die Marke von 25.000 Zählern im Visier. Martin Müller, Carlotta Moreno 18.06.2026 - 06:30 Uhr Artikel anhören
Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Handelsblatt
Frankfurt, Düsseldorf. Das unterzeichnete Abkommen zwischen dem Iran und den USA stimmt die Anleger zunächst optimistisch. Am Donnerstagmorgen notiert der Dax vorbörslich im Plus.
Belastet von einer Gewinnwarnung des Autobauers BMW hatte der Dax am Mittwoch einen erneuten Test der 25.000-Punkte-Marke vertagt und unverändert bei 24.934 Punkten geschlossen. Bereits zweimal in dieser Woche ist der deutsche Leitindex über der runden Marke nach unten abgedreht.
Die US-Notenbank hält auch unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh die Füße still. Der Leitzins bleibt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, wie die Federal Reserve am Mittwoch bekanntgab. Infolge des Iran-Konflikts hat die Inflation in den USA kräftig angezogen, womit von US-Präsident Donald Trump geforderte Zinssenkungen vorerst als unwahrscheinlich gelten.
Anleger werden die Zentralbanken am Donnerstag weiterhin im Blick behalten. Am Tag nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve tagen die Zentralbanken in Großbritannien, Norwegen und der Schweiz.
Auch die weitere Entwicklung im Iran-Konflikt dürfte die Börsen am Donnerstag bewegen. Trump hatte in Versailles ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Irankrieges unterzeichnet, wie er vor Reportern sagte. Später berichteten iranische Staatsmedien, dass auch Präsident Massud Peseschkian das Abkommen unterzeichnet habe.
1 – Börsen in New York: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq
Die US-Aktienmärkte wurden noch durch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed beeinflusst und schlossen im Minus.
Der US-Standardwerteindex verlor 1 Prozent und mehr als 500 Punkte auf 51.492 Zähler.
Der breiter gefasste S&P 500 notiert zu Handelsende 1,2 Prozent im Minus bei 7420 Punkten.
Der technologielastige Nasdaq gab 1,3 Prozent auf 26.021 Punkte nach.
Während die Fed die Leitzinsspanne in den Vereinigten Staaten am Mittwoch wie erwartet bei 3,5 bis 3,75 Prozent beließ, deuteten die Notenbanker sogar eine mögliche Zinserhöhung im zweiten Halbjahr an.
Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh betonte auf seiner ersten Pressekonferenz, die Zentralbank werde für Preisstabilität sorgen. Entgegen der üblichen Praxis legte Warsh jedoch keine eigene Prognose für den Zinspfad vor. Anleger wetteten daraufhin vermehrt auf eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr.
2 – Börsen in Asien: Nikkei, Topix und CSI 300
Die Anleger in Asien reagieren positiv auf Trumps Unterzeichnung des Rahmenabkommens in Versailles. Die Vereinbarung verlängert eine im April verkündete Waffenruhe um weitere 60 Tage, um Verhandlungen über eine endgültige Regelung zu ermöglichen.
Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans notiert 0,6 Prozent im Plus.
Der japanische Nikkei-Index legt um 1,8 Prozent auf 71.175 Punkte zu.
Der breiter gefasste Topix gewinnt 1,4 Prozent auf 4071 Zähler.
US-Präsident Trump drohte damit, die Angriffe wieder aufzunehmen, sollte der Iran seine Zusagen nicht einhalten. „Das große geopolitische Risiko bleibt bestehen und wird die Märkte weiter maßgeblich beeinflussen“, sagte Kyle Rodda, Analyst bei Capital.com.
Die Anleger in Tokio reagierten auch auf die eher restriktive Haltung der Fed. Angeführt wurden die Gewinne von Chipwerten, auch Finanzwerte legten zu. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 160,57 Yen und legte leicht auf 6,76 Yuan zu.
Die Ölpreise sind derweil gefallen. Die Vereinbarung sieht vor, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und die US-Sanktionen gegen iranisches Öl auszusetzen. Die Rohölsorte Brent verliert 2,1 Prozent und kostet knapp 78 Dollar pro Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 2,4 Prozent schwächer bei 75 Dollar.
3 – Zentralbanken
Am Tag nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve tagen die Zentralbanken in Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Investoren erwarten keine Änderungen, werden aber auf die Ausblicke achten. In Großbritannien liegt der Leitzins bei 3,75 Prozent, in Norwegen bei 4,25 Prozent und in der Schweiz bei null Prozent.
Geldpolitik
US-Notenbank Fed leitet Kurswechsel ein – Anleger reagieren verunsichert
4 – Philly-Fed-Index
Die Notenbank von Philadelphia veröffentlicht ihren vielbeachteten Philly-Fed-Index zur Stimmung in der Industrie im Großraum Philadelphia. Der aus einer Umfrage unter Unternehmen abgeleitete Index gilt als Frühindikator für die Entwicklung der Industrie in den gesamten USA. Ökonomen rechnen laut dem Finanzinformationsdienst Bloomberg im Schnitt damit, dass sich der Index im Juni deutlich verbessert hat und auf zwölf Punkte gestiegen ist.
5 – Conference Board
Investoren achten zudem auf den Index der Frühindikatoren des Forschungsinstituts Conference Board. Dieser Index setzt sich aus zehn Komponenten zusammen, darunter Auftragseingänge, Baugenehmigungen, Aktienentwicklung, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Zinskurve. Volkswirte gehen davon aus, dass sich auch dieser Frühindikator deutlich verbessert hat.
6 – Volkswagen
Europas größter Automobilkonzern Volkswagen lädt Aktionärinnen und Aktionäre zur jährlichen Hauptversammlung ein. Sie findet virtuell ohne physische Präsenz der Aktionäre statt. VW-Vorstandsvorsitzender Oliver Blume verweist in seinem bereits vor der Hauptversammlung veröffentlichten Redemanuskript auf die Erfolge des Konzerns: Auszeichnung als innovativstes Automobilunternehmen der Welt, klarer Marktführer bei Elektroautos in Europa, 30 neue Modelle allein für den chinesischen Markt.
Termine Unternehmen
08:00 Uhr, Großbritannien: Tesco, Q1-Umsatz
10:00 Uhr, Deutschland: Volkswagen, Hauptversammlung, Wolfsburg
10:00 Uhr, Deutschland: Deutsche Euroshop, Hauptversammlung
10:30 Uhr, Deutschland: Sto, Hauptversammlung
10:30 Uhr, Frankreich: Totalenergies, Hauptversammlung
11:00 Uhr, Deutschland: Tonies, Kapitalmarkttag 2026
13:30 Uhr, USA: Delta Air Lines, Hauptversammlung
Deutschland: Knaus Tabbert, Jahres-Pk, Jandelsbrunn
Niederlande: BE Semiconductor Industries, Investor Day
Verwandte Themen
DeutschlandFedUSAGroßbritannienIranDax
Termine Konjunktur
06:30 Uhr, Niederlande: Arbeitslosenquote 5/26
08:00 Uhr, Schweiz: Handelsbilanz 5/26
08:00 Uhr, Deutschland: Baugenehmigungen 4/26
08:00 Uhr, Deutschland: Umsatz im Gastgewerbe 4/26
08:00 Uhr, Deutschland: Verarbeitendes Gewerbe (Auftragsbestand) 4/26
08:00 Uhr, Deutschland: Finanzierung der Gesundheitsausgaben, Jahr 2024
08:00 Uhr, Großbritannien: Arbeitslosenzahlen 5/26
09:30 Uhr, Schweiz: Zentralbank, Zinsentscheid
10:00 Uhr, Europa: EZB Leistungsbilanz 4/26
10:00 Uhr, Norwegen: Zentralbank, Zinsentscheid
10:30 Uhr, Deutschland: Ifo-Konjunkturprognose Sommer
11:00 Uhr, Europa: Bauproduktion 4/26
13:00 Uhr, Großbritannien: BoE, Zinsentscheid
14:30 Uhr, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 Uhr, USA: Frühindikator 5/26
Sonstige Termine
Deutschland: Deutscher Immobilientag des Immobilienverbandes IVD, Erfurt
09:00 Uhr, Deutschland: BGH verhandelt über Auskunftsanspruch gegen Schufa, Karlsruhe
13:00 Uhr, Deutschland: Verkündungstermin im Fall der Schadenersatz-Sammelklage der Verbraucherzentrale Hessen gegen den Stromanbieter Stromio (Az. I-2 MK 1/22), Hamm
Belgien: EU-Gipfel, Brüssel
Mehr Qualität in Ihren Suchergebnissen
Açık Sorular
- Wird der Iran seine Zusagen einhalten?
- Wie reagieren die Märkte auf weitere Zinsentscheidungen?
- Welche Auswirkungen hat das Abkommen auf die Ölpreise langfristig?






