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40,8 Grad in Wien – Neuer Temperaturrekord in Österreich
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40,8 Grad in Wien – Neuer Temperaturrekord in Österreich

Rheinpegel in Kaub fällt auf niedrigsten Stand seit 1880 +++ DWD erwartet Abkühlung ab Mittwoch +++ Großfeuer in den Niederlanden

نظرة سريعة

In Europa sorgen extreme Hitzewellen für neue Temperaturrekorde, wie 40,8 Grad in Wien, sinkende Pegelstände an Rhein und Starnberger See sowie Waldbrände in den Niederlanden und Griechenland.

ملخص مُنشأ بالذكاء الاصطناعي

لماذا يهم

Europa erlebt eine anhaltende Hitze- und Dürreperiode mit Rekordtemperaturen und extrem niedrigen Pegelständen in Flüssen.

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Hitze-Liveblog :

40,8 Grad in Wien – Neuer Temperaturrekord in Österreich

04.08.2026, 16:29Lesezeit: 1 Min.

Rheinpegel in Kaub fällt auf niedrigsten Stand seit 1880 +++ DWD erwartet Abkühlung ab Mittwoch +++ Großfeuer in den Niederlanden nahe deutscher Grenze +++ alle Entwicklungen im Liveblog

In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen rund um Hitze und Waldbrände in Europa und die Folgen.

Temperaturrekord in Österreich

Mit 40,8 Grad Celsius in Wien ist in Österreich am Dienstag ein Hitzerekord gemessen worden. Diese Temperatur wurde im Stadtteil Stammersdorf im Osten der Hauptstadt gemessen, wie der nationale Wetterdienst mitteilte. Der bisherige Rekord stammte vom August 2013, damals war das Thermometer in Bad Deutsch-Altenburg im Osten des Landes bis auf 40.5 Grad geklettert.

Der gesamte Juli war in Österreich – wie auch in Deutschland und weiteren Ländern Europas – ungewöhnlich heiß und trocken. Örtlich regnete es bis zu 90 Prozent weniger als üblich, wie der Wetterdienst erklärte. Nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern führt die menschengemachte Erderwärmung zu häufigeren und heftigeren Wetterextremen wie Hitze, Dürre und Unwettern.

Wien leidet mehr als andere Großstädte unter der Hitze. Doch noch Not macht erfinderisch, berichtet unser Korrespondent Alexander Haneke:

So setzt die Hitze Ungarn unter Druck

Die Extremhitze legt den Donauverkehr lahm und droht Ungarns Stromnetz zu überlasten. Ingenieure halten das AKW Paks dank gesenktem Kühlwasserbedarf vorerst am Netz, berichtet unsere Korrespondentin Michaela Seiser:

„Angespannte Stunden“ für Feuerwehrleute in den Niederlanden

Der Waldbrand in einem niederländischen Naturschutzgebiet nahe der deutschen Grenze hat sich über ein Gebiet von rund hundert Hektar ausgebreitet. Hunderte Feuerwehrleute kämpften am Dienstag unterstützt von Löschhubschraubern gegen die Flammen im Naturschutzgebiet Boschhuizerbergen nahe Oostrum im Südosten der Niederlande. Bis zum frühen Nachmittag war der Brand weiterhin außer Kontrolle, dichte Rauchwolken hingen über dem Gebiet in der Provinz Limburg.

Ein nahegelegener Campingplatz wurde geräumt, mehrere Straßen waren gesperrt. Den Löschmannschaften stünden „angespannte“ Stunden bevor, zitierte die Nachrichtenagentur ANP einen Sprecher der Verwaltung von Limburg. Wegen wechselnder Windböen müssten sie ihren Einsatz „ständig anpassen“.

ANP zufolge breiteten sich die Rauchwolken mit dem Wind Richtung Norden bis in die Nachbarprovinzen Gelderland, Overijssel und Friesland aus, auch Deutschland könne betroffen sein.

Ausgebrochen war das Feuer am Montagnachmittag aus zunächst ungeklärter Ursache. Zahlreiche europäische Länder sind derzeit mit Hitze, Dürre und Waldbränden konfrontiert.

„Wir sind dabei, das Äquivalent einer Eiszeit zu schaffen, nur mit Feuer"

Flammen fressen sich durch Südeuropa: Der Historiker Stephen Pyne sieht darin die Quittung für die fossile Hybris der Moderne. Er erklärt im Gespräch, weshalb das reflexhafte Rufen nach mehr Löschflugzeugen in die Irre führt:

Nabu fordert mehr natürliche Wasserspeicher

Mit Blick auf das Niedrigwasser in vielen deutschen Flüssen fordert der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) mehr natürliche Wasserspeicher. „Unsere Flüsse trocknen nicht nur aus, weil es zu wenig regnet. Wir haben über Jahrzehnte die natürlichen Wasserspeicher unserer Landschaft zerstört“, erklärte der Leiter des Nabu-Instituts für Fluss- und Auenökologie, Rocco Buchta, am Dienstag in Berlin: „Moore wurden entwässert, Wälder verloren ihre Speicherfähigkeit und viele Auen wurden von den Flüssen abgeschnitten.“

Früher hätten diese Ökosysteme wie ein riesiger Schwamm gewirkt, der Wasser zurückhält und langsam wieder abgibt. Heute rausche Wasser nach Starkregen schneller ab und fehle den Flüssen in langen Trockenphasen, fügte Buchta hinzu: „Wenn wir unsere Gewässer widerstandsfähiger machen wollen, müssen wir deshalb nicht nur über Wasserverbrauch sprechen, sondern unsere Landschaft wieder in die Lage versetzen, Wasser zu speichern“. Dies schütze nicht nur gegen Dürre, sondern auch gegen Hochwassergefahren.

Frankreich verzeichnet seinen bislang heißesten Juli

Der Juli war in Frankreich der bislang heißeste Monat seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen vor mehr als 125 Jahren. Die Durchschnittstemperatur lag bei 24,9 Grad Celsius und damit über dem bisherigen Rekordwert vom August 2003 (24,8 Grad), wie der französische Wetterdienst am Dienstag mitteilte. Durchschnittlich war es 3,8 Grad heißer als im Mittel der Periode zwischen 1991 und 2020.

Gleichzeitig war der Juli deutlich zu trocken, das Regendefizit lag laut Wetterdienst Météo-France bei 70 Prozent. Die Trockenheit hat schwere Auswirkungen auf die Landwirtschaft und erhöht die Waldbrandgefahr. Ende Juli hatte ein riesiger Waldbrand nahe Bordeaux im Südwesten Frankreichs tausende Hektar Vegetation vernichtet.

„Wir wollen jeden Funken unter Kontrolle bringen"

Entspannung in Griechenland: Nachdem Hunderte Feuerwehrleute die vierte Nacht in Folge gegen die Flammen gekämpft haben, sind die Wald- und Buschbrände westlich von Athen weitgehend unter Kontrolle. Entwarnung gibt es jedoch nicht. Besonders kritisch sind einem Sprecher der Feuerwehr zufolge die heißen Mittagsstunden. „Gestern haben wir beobachtet, dass sich von Mittag an aus Glutnestern wieder Brände entwickelten, weil die Temperatur stieg und die Luftfeuchtigkeit abnahm“, sagte Giannis Artopoios dem Sender ERTnews. Dieses Phänomen wolle man nun mit bis zu 30 Löschhubschraubern und -flugzeugen bekämpfen.

Problematisch sei die riesige Ausbreitung der ursprünglichen Brände, sagte Artopoios. In den ersten Tagen der Feuer hätten die äußerst starken Winde die Flammen rasend schnell vorangetrieben. Gleichzeitig sei wegen der stürmischen Böen keine Unterstützung aus der Luft möglich gewesen. Nun müsse man mit dem großen Ausmaß zurechtkommen, mit den weit verteilten Glutnestern in teils unzugänglichem Gebiet. „Wir wollen jeden Funken unter Kontrolle bringen, aber das wird dauern“, sagte der Sprecher.

An den Einsätzen sind rund 520 Feuerwehrleute beteiligt, darunter auch 46 Rettungskräfte aus Frankreich und Rumänien, sowie Hunderte Freiwillige. Zudem unterstützt das Militär mit schwerem Räumgerät, um schützende Schneisen zu schlagen und den Einsatzkräften in dicht bewachsenen Regionen den Weg freizuräumen.

Nach diesem sehr heißen Dienstag mit teils kräftigen Gewittern wird ab Mittwoch ein wenig Linderung in Sicht sein. Dann würden die Temperaturen etwas nach unten gehen, sagt Meteorologe Felix Dietzsch vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. „Am Donnerstag werden dann nur noch etwa vom Oberrhein bis in die Lausitz die 30 Grad erreicht. Nördlich und südlich davon liegen die Werte meist zwischen 22 und 27 Grad. Dann werden auch die Nächte wieder deutlich angenehmer.“

Aber zunächst einmal stehe der Dienstag ganz im Zeichen der Hitze: „Mit lokal bis zu 39 Grad wird es wohl im Bereich Südhessens bis nach Mainfranken am heißesten“, sagt der Meteorologe. Generell würden in der Mitte und im Süden Werte von 35 bis 38 Grad erreicht. „Etwas kühler - falls man es so nennen kann - ist es im Norden bei 27 bis 32 Grad.“ Am angenehmsten sei es direkt an der Küste mit etwa 25 bis 30 Grad.

Dazu komme die nächste Runde unwetterartiger Gewitter. Der eigentliche Fokus richte sich am Nachmittag auf den Westen und Südwesten. „Insbesondere vom Schwarzwald aus entwickeln sich einige kräftige Gewitter mit erhöhtem Unwetterpotential“, sagt Dietzsch. Die Hauptgefahren seien mögliche Überschwemmungen durch heftigen Starkregen, aber auch Hagel und schwere Sturmböen oder orkanartige Böen. Und auch abseits davon würden sich in der gesamten Westhälfte einige kräftige Gewitter entwickeln, die zumindest ähnliches Unwetterpotential erreichen könnten.

In der Nacht zum Mittwoch erwartet der DWD fast im gesamten Land eine tropische Nacht. „Verbreitet werden tropische Tiefstwerte von nicht unter 20 Grad erwartet, sieht man einmal von den Mittelgebirgen ab. Da hilft selbst das nächtliche Durchlüften kaum noch“, erklärt der Meteorologe.

Die weiteren Prognosen im Überblick:

Am Mittwoch zeigt sich der Himmel wechselnd bewölkt, dabei treten laut DWD vor allem im Südosten und Osten teils kräftige Schauer und Gewitter auf - dabei bestehe Unwettergefahr. In Nordseenähe werden maximal um 25, im Südosten und Osten bis 35 Grad erreicht.

Am Donnerstag ist es dann laut der Vorhersage im Südosten wolkig mit Schauern oder kräftigen Gewittern. Sonst bleibt es wechselnd wolkig mit längeren sonnigen Abschnitten und meist niederschlagsfrei. Die Höchstwerte liegen zwischen 26 und 32, im Nordwesten werden um die 24 Grad erreicht.

Am Freitag ziehen im Norden dichtere Wolkenfelder auf. Den Angaben zufolge ist vereinzelt etwas Regen möglich. Sonst wird es heiter bis wechselnd bewölkt, im Südwesten scheint auch länger die Sonne. Nur in den Bayrischen Alpen bestehe ein geringes Schauer- und Gewitterrisiko. Die Temperaturen erreichen im Norden 18 bis 22, sonst 24 bis 29 Grad

Vier Stunden im ICE

In Nordrhein-Westfalen haben lokale Unwetter schon in der Nacht mehrere Züge ausgebremst. So mussten Fahrgäste bei Schwelm mehr als vier Stunden in einem ICE ausharren, weil ein Baum auf die Oberleitung gestürzt war. Nachdem der Baum entfernt worden war, wurde der Zug mit Hilfe einer Diesellok über den inzwischen stromlosen Streckenabschnitt gezogen, ehe er selbst wieder weiterfahren konnte.

Die Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Aachen ist wegen eines Unwetter-Oberleitungsschadens hingegen weiterhin gesperrt. Dort waren am Montagabend zwischen Rheydt und Lindern Bäume auf die Gleise gestürzt. Zwei Regionalzüge kamen zum Stehen. „Fahrgäste konnten die Züge mit Unterstützung der Rettungskräfte vor Ort sicher verlassen und ihre Reise anschließend mit Bussen fortsetzen“, erklärte ein Bahnsprecher am Vormittag.

Zu wenig Wasser im Starnberger See

Auch an den bayerischen Seen machen sich die Auswirkungen von Hitze und Trockenheit bemerkbar: Weil der Wasserstand des Starnberger Sees derzeit so niedrig ist, werden dort bis auf weiteres die Landestege Berg, Possenhofen, Bernried und Ambach nicht angefahren, wie die Bayerische Seenschifffahrt mitteilte.

Zwar sollen die Rundfahrten auf dem See planmäßig stattfinden, angefahren werden jedoch ausschließlich die Landestege Starnberg, Leoni, Tutzing und Seeshaupt. Der Schifffahrtsbetrieb auf dem Königssee, dem Tegernsee und dem Ammersee ist den Angaben zufolge von den Einschränkungen nicht betroffen und findet weiterhin uneingeschränkt nach Fahrplan statt.

Aufgrund der starken Wärmebelastung herrscht weiterhin hohe Waldbrandgefahr im Freistaat. Die Regierung von Niederbayern ordnete vier weitere Beobachtungsflüge für Dienstag und Mittwoch an, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Ein besonderes Stück Freibad-Kultur

Die Schnellschwimmer-Bahn im Freibad ist eine kleine, nasse Welt für sich, schreibt unser Autor Philipp Schulte. Dort begegnen sich Athleten und Selbstüberschätzer. Ein Besuch am Beckenrand:

Wie kann man Obdachlosen bei Hitze helfen?

Wenn das Thermometer wieder auf über 30 Grad Celsius klettert, sind obdachlose Menschen auf dem Land und in den Städten besonders gefährdet. Weil sie kaum einen Ort haben, an dem sie sich zurückziehen können, drohen ihnen gesundheitliche Schäden. Die Diakonie ruft dazu auf, bei großer Hitze besonders auf Menschen ohne Wohnung zu achten. Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke von der Diakonie in Niedersachsen hat fünf Tipps für den Alltag:

Wasser anbieten: Fragen Sie höflich, ob jemand etwas zu trinken braucht. Eine Flasche Wasser kann Leben retten.

Schattenplätze empfehlen: Weisen Sie auf schattige Orte oder kühlere öffentliche Gebäude hin, etwa Bibliotheken oder Kirchen.

Nicht wegsehen: Zeigen Sie Mitgefühl, sprechen Sie Menschen freundlich an. Viele sind dankbar für Aufmerksamkeit und ein kurzes Gespräch.

Auf Notlagen achten: Wenn jemand desorientiert wirkt oder reglos in der Sonne liegt, rufen Sie im Zweifel den Notruf (112).

Hilfsmittel spenden: Wer mag, kann Hilfsmittel gegen Hitze für obdachlose Menschen spenden. Besonders gefragt sind Sonnencreme, Sonnenhüte, leichte Kleidung, nährstoffreiche Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel gegen Dehydration sowie Sommerschlafsäcke und Isomatten. Wohlfahrtsverbände wie Diakonie und Caritas nehmen die Spenden entgegen und leiten sie an obdachlose Menschen weiter.

Pegel auf niedrigstem Stand seit 1880

Der Wasserstand des Rheins ist infolge der anhaltenden Hitze und Trockenheit in Europa auf den niedrigsten Stand seit fast 150 Jahren gefallen. Damit drohen erhebliche Störungen auf einer der wichtigsten Transportrouten für Kohle, Kraftstoffe und Industriegüter in weiten Teilen des Kontinents.

Der Pegel in Kaub, einem entscheidenden Engpass für Schiffe auf dem Weg nach Süddeutschland und in die Schweiz, sank der Wasserstand am Montag auf 24 Zentimeter. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880, wie aus Daten der deutschen Bundesbehörden hervorgeht, die von der ETH Zürich zusammengestellt wurden.

Während die vierte Hitzewelle dieses Sommers in Westeuropa bis Anfang dieser Woche anhält, wächst das Risiko logistischer Engpässe auf dem rund 1290 Kilometer langen Fluss, der von den Schweizer Alpen bis zur Nordsee verläuft. Die sinkenden Pegelstände des Rheins haben die Frachtraten bereits deutlich steigen lassen, da Binnenschiffe ihre Ladung verringern müssen, um die flachen Fahrrinnen passieren zu können. Die Kosten für den Transport von Diesel von Rotterdam nach Karlsruhe – weiter flussaufwärts hinter dem viel beachteten Engpass bei Kaub – sind auf den höchsten Stand gestiegen, seit Bloomberg 2009 mit der Erhebung dieser Daten begonnen hat.

Der Pegel in Kaub sank am Montag auf 24 Zentimeter. dpa

ما الذي يجب مراقبته

توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق

  • Temperaturrückgang ab Mittwoch durch angekündigte Gewitter und Abkühlung.

    مرجح جداً · خلال أيام

أسئلة مفتوحة

  • Wie lange hält die extreme Trockenheit an?
  • Wann stabilisieren sich die Pegelstände an Rhein und Seen wieder?

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This article was originally published by FAZ.

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