Amazfit Active 3 Premium im Test: Sportuhr mit Saphirglas und Lauf-Fokus
نظرة سريعة
- Die Amazfit Active 3 Premium wird im Test vorgestellt und mit der Active Max verglichen.
- Sie bietet für rund 150 Euro eine hochwertigere Verarbeitung mit Edelstahl und Saphirglas sowie spezielle Lauf-Trainingsfunktionen, während die Active Max auf längere Akkulaufzeit setzt.
- Die Uhr überzeugt mit umfangreicher Ausstattung und präziser Messung, zeigt aber Schwächen bei Akku und Zyklus-Tracking.
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لماذا يهم
Die Amazfit Active 3 Premium ist eine neue Sportuhr, die sich preislich mit der Active Max überschneidet, aber auf hochwertige Materialien und spezielle Lauf-Trainingsfunktionen setzt.
Die Amazfit Active 3 Premium kostet so viel wie die Active Max, setzt aber auf bessere Verarbeitung und Sportfunktionen statt auf maximale Akkulaufzeit.
Wer eine günstige Sportuhr mit Offline-Navigation sucht, hat bei Amazfit derzeit die Wahl zwischen mehreren Modellen. Die Active Max (Testbericht) und die Active 3 Premium kosten jeweils knapp 150 Euro, verfolgen aber unterschiedliche Ansätze: Die Active Max setzt auf ein großes Display und lange Akkulaufzeit, die Active 3 Premium auf zusätzliche Lauftrainingsfunktionen und eine hochwertigere Verarbeitung.
Wir haben die Amazfit Active 3 Premium im Test ausprobiert und klären, für wen sich der Kauf lohnt – und wer mit der Active Max besser beraten ist.
Design & Tragekomfort
Sowohl die Amazfit Active 3 Premium als auch die Active Max setzen auf ein klassisch rundes Design. Mit 45 mm Durchmesser fällt die Active 3 Premium etwas kompakter aus. Ihre Lünette besteht vollständig aus Edelstahl, wodurch sie dezenter und zugleich hochwertiger wirkt als die wuchtigere Active Max mit Gehäuse aus Aluminiumlegierungen und Kunststoff. Beide Modelle nutzen Silikonarmbänder mit Edelstahlschließe, die Active 3 Premium hat zudem vier statt zwei seitliche Bedientasten.
Die Verarbeitung der Active 3 Premium hinterlässt einen nochmals besseren Eindruck als die der ohnehin gut verarbeiteten Active Max. Das Gehäuse mit Edelstahlrahmen wirkt robust und wertig. Stürze aus rund 150 cm Höhe und Stöße mit einer Kettlebell überstand die Uhr im Test ohne Schäden. Die Uhr ist wasserdicht bis 5 ATM und eignet sie sich damit zum Schwimmen in flachem Wasser.
Auch beim Tragekomfort überzeugt die Active 3 Premium. Mit 38 g ohne Armband ist sie zwar kein Leichtgewicht, trägt sich dank ihrer kompakteren Abmessungen aber angenehm am Handgelenk – auch nachts beim Schlafen.
Display
Auch beim Display macht sich der Namenszusatz „Premium“ bemerkbar: Anders als bei der Active Max schützt Amazfit die Anzeige mit kratzfestem Saphirglas statt herkömmlichem Glas. Dafür fällt das AMOLED-Display mit 1,32 Zoll etwas kleiner aus als bei der Active Max. Für eine gute Ablesbarkeit reicht das dennoch aus, zumal die Auflösung mit 480 × 480 Pixeln unverändert bleibt.
Die maximale Helligkeit gibt Amazfit mit 3000 Nits an – ein Wert, der sich in der Praxis bemerkbar macht. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt das Display gut ablesbar. Auf höchster Stufe kann es bei wenig Umgebungslicht sogar unangenehm hell werden.
Weniger gelungen ist die Anfälligkeit für Verschmutzungen: Fingerabdrücke, Schlieren und Staub sind auf dem Display schnell sichtbar und lassen sich selbst mit einem Mikrofasertuch nicht immer sofort vollständig entfernen.
Einrichtung & Bedienung
Die Einrichtung der Active 3 Premium erfolgt wie bei allen Amazfit-Modellen über die kostenlose Zepp-App für Android und iOS. Unterstützt werden Android ab Version 7.0 und iOS ab Version 14.0. Nach der Installation koppeln wir die Uhr per Bluetooth mit dem Smartphone. Die App führt anschließend durch die wichtigsten Funktionen und die Bedienung; auch ein verfügbares Firmware-Update wird direkt installiert. Der gesamte Vorgang dauert nur wenige Minuten, danach ist die Active 3 Premium einsatzbereit.
Zur Bedienung stehen das Touchdisplay und vier seitlich am Gehäuse angeordnete Tasten zur Verfügung. Im Test reagierte die Smartwatch zuverlässig und ohne spürbare Verzögerungen oder Ruckler. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt, und auch Gesten auf dem Display funktionierten mit leicht feuchten oder verschmutzten Fingern. Nach kurzer Eingewöhnung geht die Bedienung gut von der Hand.
Training & Fitness
Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Active 3 Premium kaum von der Active Max – die Unterschiede stecken im Detail. Gemeinsamkeiten zeigen sich bei der Auswahl von mehr als 170 Sportprofilen, darunter Laufen, Radfahren, Schwimmen, Ball-, Wasser- und Wintersport sowie Krafttraining. Auch eher ungewöhnliche Disziplinen wie Tischfußball oder Schach sind vertreten. Ob man diese benötigt, ist Geschmackssache. Als zusätzliches Angebot sind sie aber willkommen.
Ein Vorteil gegenüber vielen Uhren anderer Hersteller sind die umfangreichen Messwerte. Amazfit beschränkt sich auch außerhalb klassischer Ausdauersportarten nicht auf Herzfrequenz, Dauer und Kalorienverbrauch, sondern erfasst etwa Sprünge beim Seilspringen oder Sätze beim Krafttraining.
Der Hyrox-Race-Modus ist ebenfalls wieder dabei und zeichnet die einzelnen Stationen eines Hyrox-Rennens auf. Eigene Trainingseinheiten lassen sich über die Zepp-App planen, Trainingspläne auf Wunsch per KI erstellen. Das funktionierte im Test zufriedenstellend.
Die Active 3 Premium richtet sich besonders an Läufer. Direkt auf der Uhr stehen Trainingsprogramme für unterschiedliche Fitnesslevel bereit, etwa für Grundlagenausdauer, Intervalle, Fartlek oder die VO2max. Beim Laufen erfasst die Uhr neben Dauer, Tempo, Herzfrequenz und Kalorienverbrauch auch Trittfrequenz, Schrittlänge, Bodenkontaktzeit, Höhenmeter, Steigung, VO2max-Schätzung und Leistung. Die Daten sind umfangreich und ermöglichen detaillierte Laufanalysen.
Wie die Active Max nutzt auch die Active 3 Premium Single-Band-GPS, erzielte im Test aber einwandfreie Ergebnisse. Auf einer Laufstrecke von knapp 7 km durch Wald und Feld konnten wir gegenüber der Garmin Fenix 7 mit Multiband-GPS keine nennenswerten Abweichungen feststellen. Von den 4 GB internem Speicher stehen rund 2,7 GB für Offline-Karten und andere Inhalte bereit. Kartenausschnitte werden über die Zepp-App auf die Uhr geladen, was je nach Größe bis zu einer Stunde dauern kann. Die Navigation mit Punkt-zu-Punkt-Routen, Abbiegehinweisen und automatischer Neuberechnung funktionierte im Test zuverlässig und ohne auffällige Verzögerungen.
Auch die Pulsmessung überzeugt. Gegenüber dem Polar-H10-Brustgurt wich die Uhr beim Laufen meist nur um ein bis zwei Schläge pro Minute ab. Beim Krafttraining reagierte sie auf schnelle Pulswechsel etwas träger; die durchschnittliche Abweichung von rund fünf Schlägen pro Minute bleibt aber akzeptabel.
Schlaf & Gesundheit
Beim Schlaf-Tracking und den Gesundheitsfunktionen unterscheidet sich die Active 3 Premium nicht von der Active Max. Auch sie nutzt Restore IQ zur Auswertung der Schlafdaten und erfasst Schlafphasen, Nickerchen, Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Atemfrequenz. Im Test arbeitete das Tracking zuverlässig und lieferte subjektiv nachvollziehbare Ergebnisse. Die Zepp-App gibt auf Basis der Daten zudem konkrete Hinweise, wie sich die Schlafhygiene verbessern lässt.
Eine Zusammenfassung aller Gesundheitsdaten liefert der Bereich Zepp Aura in der App. Wer tiefer einsteigen möchte, kann optional auf Zepp Aura Premium upgraden: Das Abo umfasst wöchentliche Schlafberichte, detailliertere Auswertungen sowie Entspannungsinhalte wie Meditationen und Naturgeräusche – nach einer 14-tägigen kostenlosen Testphase für 25 Euro pro Jahr.
Unverändert enttäuschend bleibt das Zyklus-Tracking. Nutzerinnen können zwar Datum und Dauer der vergangenen Periode eintragen, weiterführende Funktionen wie einen Symptomtracker fehlen jedoch. Konkurrenten wie Huawei zeigen, dass sich dieses Thema deutlich umfangreicher umsetzen lässt.
Weitere Features
Die Amazfit Active 3 Premium bietet zusätzliche Smartwatch-Funktionen wie das Beantworten eingehender Nachrichten aus SMS, Whatsapp und anderen Apps sowie kontaktloses Bezahlen über Zepp Pay. Letzteres unterstützen allerdings bislang nur wenige deutsche Banken.
Auch der Sprachassistent Zepp Flow ist wieder an Bord und funktionierte im Test zuverlässig. Dank integriertem Mikrofon lassen sich zudem Sprachnachrichten und Memos aufnehmen sowie eingehende Anrufe über die Uhr annehmen. Eigenständiges Telefonieren ohne gekoppeltes Smartphone ist mangels eSIM-Slot jedoch nicht möglich.
Die Amazfit Active 3 Premium ermöglicht es, eigene MP3-Dateien über die Zepp-App lokal auf der Uhr zu speichern und ohne Smartphone wiederzugeben. Offline-Downloads aus gängigen Streaming-Diensten wie Spotify unterstützt sie jedoch nicht.
Akku
Die Akkulaufzeit zählte zu den großen Stärken der Amazfit Active Max. Bei der Active 3 Premium müssen Nutzer dagegen Abstriche machen. Ihr 365-mAh-Akku ist nur etwas mehr als halb so groß wie der der Active Max. Entsprechend fällt auch die Laufzeit kürzer aus: Amazfit verspricht bei typischer Nutzung bis zu zwölf Tage, bei intensiver Nutzung sieben Tage.
Wie lange die Uhr tatsächlich durchhält, hängt stark von Einstellungen und Nutzung ab – insbesondere von Trainingseinheiten und Navigation. Mit aktiviertem Always-On-Display sank die Laufzeit im Test auf rund vier Tage. Auch eine dauerhafte statt der standardmäßigen Messung des Pulses im Zehn-Minuten-Intervall sowie GPS-Tracking kosten Energie.
Bei drei jeweils anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche, davon zwei mit GPS, kontinuierlicher Pulsmessung, aktivierten Benachrichtigungen und deaktiviertem Always-On-Display hielt die Uhr im Test knapp acht Tage durch. Das ist ein guter, aber kein überragender Wert.
Preis
Amazfit verlangt für die Active 3 Premium mit 170 Euro dieselbe unverbindliche Preisempfehlung wie für die Active Max. Zur Wahl stehen die Varianten Apex Silver mit schwarzem Armband und silberner Lünette, Atlas Blue mit blauem Armband sowie blau-silberner Lünette und Aero White mit weißem Armband und weiß-silberner Lünette. Zum Testzeitpunkt kostete die Uhr im Handel rund 144 Euro.
Fazit
Die Amazfit Active 3 Premium bietet – wie die Active Max – viel Smartwatch und Sportuhr fürs Geld. Welche der beiden besser passt, entscheidet vor allem der Einsatzzweck: Wer ein eleganteres, kompakter wirkendes Modell sucht, greift zur Active 3 Premium. Die Active Max empfiehlt sich dagegen für alle, denen eine möglichst lange Akkulaufzeit wichtiger ist.
Bei den Trainingsfunktionen hat die Active 3 Premium für Läufer einen kleinen Vorteil, darüber hinaus unterscheiden sich die beiden Modelle kaum. Im Test überzeugt sie mit einer umfangreichen Ausstattung zum vergleichsweise niedrigen Preis.
Abstriche müssen Käufer bei den Gesundheitsfunktionen hinnehmen: Ein EKG fehlt, das vorhandene Zyklus-Tracking hingegen enttäuscht. Wer diese Einschränkungen verschmerzen kann, erhält mit der Active 3 Premium eine empfehlenswerte Sportuhr mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis.
أسئلة مفتوحة
- Welche deutschen Banken unterstützen Zepp Pay?
- Wie entwickelt sich die Software-Unterstützung langfristig?
- Wie schneidet die Uhr im Langzeittest ab?


