Canal+ droht französischen Filmschaffenden
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Canal+ droht 600 französischen Filmschaffenden mit Ende der Zusammenarbeit wegen Kritik an Vincent Bolloré
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Der französische Medienmogul Vincent Bolloré hat einen Anteil von rund 30 Prozent an Canal+ und möchte nun die Kinokette UGC erwerben.
Paris. Der französische Bezahlsender Canal+ hat 600 französischen Filmschaffenden mit einem Ende der Zusammenarbeit gedroht. Die Filmschaffenden hatten zuvor vor einem wachsenden Einfluss des konservativen Medienmoguls Vincent Bolloré auf die Branche gewarnt.
Als Reaktion auf einen entsprechenden offenen Brief der Filmschaffenden in der Zeitung „Libération“ sagte der Chef des Senders, Maxime Saada, während der Filmfestspiele in Cannes, dass er nicht mehr möchte, dass sein Sender mit den Unterzeichnern zusammenarbeitet.
Wenn diese Androhung tatsächlich umgesetzt wird, würde das bedeuten, dass etwa Regisseur Arthur Harari oder die Schauspielerin Juliette Binoche nicht mehr für Produktionen von Canal+ verpflichtet würden. Der Sender spielt eine wichtige Rolle in der Filmförderung in Frankreich. Bei einem Ausschluss der Filmschaffenden würde Canal+ sich aber auch ins eigene Fleisch schneiden, weil ihm dann namhafte Schauspielerinnen und Schauspieler für seine Filme fehlen.
Der Milliardär Bolloré hält einen Anteil von rund 30 Prozent an Canal+ und möchte nun die Kinokette UGC erwerben. In ihrem offenen Brief kritisieren die Filmschaffenden, dass Bolloré damit in der Lage wäre, die gesamte Filmproduktionskette zu kontrollieren, von der Finanzierung bis zur Ausstrahlung im Fernsehen und im Kino.
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- Wie wird sich die Situation für die französische Filmszene entwickeln?
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