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Commerzbank suspects UniCredit's shares came from allied banks
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Handelsblatt03.06.2026Business4 dk okumaGermany

Commerzbank suspects UniCredit's shares came from allied banks

نظرة سريعة

  • Commerzbank suspects that a significant portion of the Commerzbank shares tendered to UniCredit in its takeover bid may have originated from investment banks allied with UniCredit, rather than long-term Commerzbank shareholders.
  • The German bank is investigating this closely and is in contact with financial regulator Bafin.

ملخص مُنشأ بالذكاء الاصطناعي

لماذا يهم

UniCredit is attempting to acquire Commerzbank. Commerzbank has expressed concerns that the shares tendered by UniCredit may not be from genuine long-term shareholders but rather from entities allied with UniCredit, potentially indicating a lack of genuine market interest in UniCredit's offer.

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Die Commerzbank-Aktien, die Unicredit im Rahmen ihres öffentlichen Angebots erhalten hat, stammen womöglich größtenteils von mit Unicredit verbündeten Investmentbanken – und nicht von langjährigen Commerzbank-Aktionären. Diesen Verdacht teilte die zweitgrößte deutsche Privatbank ihren Beschäftigten am Dienstagabend im Intranet mit.

„Nach uns vorliegenden Informationen könnten die angedienten Aktien zu einem wesentlichen Teil von Marktteilnehmern stammen, die zugleich Gegenparteien für Derivate mit der Unicredit sind“, hieß es im Intranet-Beitrag, der dem Handelsblatt vorliegt. „Daher analysieren und beobachten wir diesen Vorgang sehr genau und stehen dazu auch in Kontakt mit der Bafin“, so der Beitrag.

Die Finanzaufsicht Bafin teilte auf Handelsblatt-Anfrage mit, dass sie sich „zum konkreten Einzelfall nicht äußern“ dürfe, da sie zur Verschwiegenheit verpflichtet sei.

Diese Information widerspricht dem von Unicredit verbreiteten Narrativ, das öffentliche Angebot für Commerzbank-Aktien sei so attraktiv, dass viele Aktionäre es akzeptiert hätten. Aktuell ist der direkte Verkauf von Commerzbank-Aktien und der Kauf von Unicredit-Aktien am Markt attraktiver als die Umtauschofferte der Mailänder Großbank. Im Rahmen der seit Anfang Mai laufenden Offerte erhalten Commerzbank-Aktionäre lediglich 0,485 Unicredit-Aktien für jede Commerzbank-Aktie. Der Angebotspreis liegt damit rund zwei Euro unter dem Commerzbank-Kurs von 37,03 Euro.

Dennoch hatte Unicredit am Dienstag mitgeteilt, dass ihr Anteilseigner im Rahmen des Übernahmeangebots bisher 7,6 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient hat. Damit würde der Anteil des italienischen Geldhauses am deutschen Konkurrenten von 26,8 auf 34,4 Prozent steigen.

Seither herrscht Rätselraten in Frankfurt, wer die Aktionäre sind, die sich auf dieses Tauschgeschäft eingelassen haben. Die Commerzbank fragte Finanzkreisen zufolge daraufhin bei Depotbanken und anderen sogenannten Custodians, die Wertpapiere für Kunden verwahren, nach, wer aktuell die Aktien des Instituts hält.

Insidern zufolge haben stattdessen mehrere Banken und Finanzvehikel (sogenannte Special Purpose Vehicles, kurz SPVs), die vorher nicht bei der Commerzbank engagiert waren, ihre Aktien Unicredit angedient. Einige der Anteilseigner haben sich die Papiere nach Einschätzung der Commerzbank dabei sogar nur geliehen.

Noch auffälliger ist ein weiterer Befund: Finanzkreisen zufolge hat das japanische Institut Nomura einen signifikanten Anteil an Commerzbank-Aktien Unicredit angedient. Das ist brisant, schließlich arbeitet Nomura mit Unicredit im Rahmen des Übernahmeangebots zusammen.

Laut den Angebotsunterlagen von Anfang Mai hat Unicredit mit Nomura einen sogenannten Total Return Swap vereinbart. Dadurch hat das italienische Geldhaus das Recht, sich 2,44 Prozent der Commerzbank-Aktien bis Mai 2027 entweder physisch liefern oder ihren Gegenwert in bar auszahlen zu lassen.

Laut der jüngsten Stimmrechtsmitteilung hielt Nomura am 25. Mai 3,87 Prozent der Commerzbank-Aktien sowie zusätzlich Finanzinstrumente in Höhe von 4,24 Prozent. Neben Nomura ist Unicredit auch Total Return Swaps mit der US-Bank Citi und dem größten französischen Geldhaus BNP Paribas eingegangen.

Aus Sicht von Commerzbankern wirft es Fragen auf, dass mit Nomura ein Geschäftspartner von Unicredit zahlreiche Aktien angedient hat. Dies konterkariert aus Sicht des Frankfurter Geldhauses die Darstellung von Unicredit, Investoren hätten das Übernahmeangebot angenommen, weil sie dessen „inhärenten Wert“ schätzten.

Nomura wollte sich auf Handelsblatt-Anfrage nicht zum Thema äußern. Ein Unicredit-Sprecher erklärte: „Wir kommentieren keine Marktgerüchte oder Unterstellungen, die keine sachliche Grundlage haben.“ Zudem verwies er auf Unicredits Stellungnahme von Dienstag.

Darin hatte das Institut erklärt, seine Gesamtposition bei der Commerzbank belaufe sich aktuell auf 43,2 Prozent – bestehend aus einem Aktienanteil von 26,8 Prozent sowie Finanzinstrumenten in Höhe von 16,4 Prozent. Hinzu kämen die bis Anfang Juni angedienten Aktien in Höhe von 7,6 Prozent.

Unicredit ist 2024 bei der Commerzbank eingestiegen und würde das Institut am liebsten komplett übernehmen. Die Commerzbank-Spitze, die Beschäftigten und die Bundesregierung, die mit 13 Prozent zweitgrößter Aktionär ist, lehnen einen Verkauf bisher jedoch strikt ab.

Unicredit-Chef Andrea Orcel rechnet nach bisherigen Angaben nicht damit, mit seinem Übernahmeangebot die Kontrolle über die Commerzbank zu erlangen. Er wollte seine Beteiligung mit der freiwilligen Offerte allerdings auf mehr als 30 Prozent ausbauen. Damit vermeidet Orcel die Abgabe eines Pflichtangebots, das sonst beim Überschreiten der 30-Prozent-Schwelle fällig wäre.

Dieses Ziel habe Unicredit erreicht und sich damit auch „die Flexibilität geschaffen, bei entsprechender Gelegenheit weitere Aktien zu kaufen“, erklärte Unicredit am Dienstag. Für eine Mehrheit auf der Commerzbank-Hauptversammlung 2027 bräuchte Orcel Schätzungen zufolge eine Beteiligung von rund 40 Prozent.

Durchregieren könnte er mit einem solchen Anteil allerdings noch nicht. Für wichtige Strukturmaßnahmen wie eine Gewinnabführung, eine Verschmelzung oder den Wechsel der Rechtsform bräuchten die Italiener auf der Commerzbank-Hauptversammlung eine Mehrheit von 75 Prozent, wie sie selbst bereits Anfang April erklärt hatten.

ما الذي يجب مراقبته

توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق

  • Bafin will likely investigate the origin of the tendered shares.

    مرجح جداً · خلال أسابيع

  • UniCredit's takeover bid may face further delays or complications.

    مرجح · خلال أشهر

  • Nomura's role in the bid will be scrutinized further.

    مرجح · خلال أسابيع

أسئلة مفتوحة

  • What is the exact nature of the relationship between UniCredit and the investment banks providing the tendered shares?
  • Will Bafin launch a formal investigation into the share origins?
  • What will be the impact on UniCredit's takeover bid if Commerzbank's suspicions are confirmed?
  • Will other major shareholders of Commerzbank (like the German government) take further action?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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