Fußball-WM 2026: Infantino verteidigt Trinkpausen – Deschamps verpasst Spiel wegen Trauerfall
نظرة سريعة
- FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigt die umstrittenen Trinkpausen bei der WM 2026.
- Trainer Didier Deschamps fehlt Frankreichs letztem Gruppenspiel wegen des Todes seiner Mutter.
- US-Präsident Trump übergibt den WM-Pokal.
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لماذا يهم
Die Fußball-WM 2026 findet in den USA, Mexiko und Kanada statt. Umstrittene Trinkpausen werden eingeführt, während Trainer Deschamps wegen eines Trauerfalls fehlt.
Fußball-WM 2026 „Moment der Erholung“ – Infantino verteidigt Trinkpausen
23. Juni 2026, 18:29 Uhr|
Der Fifa-Präsident hat sich zur umstrittenen Unterbrechung geäußert. Frankreichs Trainer Didier Deschamps verpasst das Spiel seiner Mannschaft gegen Norwegen wegen eines Trauerfalls.
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Wichtige Updates
Trauerfall: Trainer Deschamps verpasst Frankreichs drittes Gruppenspiel
Infantino bestätigt: US-Präsident Trump übergibt WM-Pokal
Ronaldo mit Toren und Bestmarke
Schlotterbeck bleibt zunächst bei der Mannschaft
Lahm kritisiert Infantino: „Die WM wird verkauft“
Infantino verteidigt Trinkpausen
Fifa-Präsident Gianni Infantino hat die ungeliebten und teilweise unnötigen Trinkpausen während der Spiele der Fußball-WM verteidigt. Diese seien „ausschließlich eine sportliche Angelegenheit“ und „keine finanzielle Frage“, sagte der Schweizer. Der Weltverband erhalte durch die sogenannten „Hydration Breaks“, die von einer großen Sport-Getränkemarke präsentiert werden (Foto unten), angeblich „keine zusätzlichen Einnahmen, da alle kommerziellen Vereinbarungen lange im Voraus abgeschlossen wurden“.
Erstmals werden die Partien bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada jeweils in der 22. und 67. Spielminute für drei Minuten unterbrochen. Dabei ist es egal, wie hoch die Temperaturen sind und ob ein Stadiondach geschlossen ist. Spieler, Trainer und Experten kritisierten die Neuerung. Zudem monieren die Kritiker, dass sich der Charakter des Spiels durch die „Timeouts“ ändere. Bei einigen Spielen ließen auch die Fans ihren Unmut heraus. Viele TV-Anstalten nutzen die Unterbrechung für einen zusätzlichen Werbeblock.
Der Hauptgrund sei „die Hitze“. Dazu könne bei einem Turnier über 39 Tage mit bis zu acht Partien für ein Team „ein Moment der Erholung von enormer Bedeutung“ sein, sagte Infantino. Dabei ist die Spielfrequenz für Spitzenspieler im europäischen Liga- und Champions-League-Alltag deutlich höher. Er verwies darauf, dass jedes Spiel „unter denselben Bedingungen“ stattfinden solle: Es sei „sehr schwer zu akzeptieren, dass ein Trainer möglicherweise die Gelegenheit hat, ein Spiel durch Anpassungen zu beeinflussen, nur weil es heißer ist, während derselbe Trainer in einem anderen Spiel bei etwas niedrigeren Temperaturen nicht dieselbe Möglichkeit hat“.
Immerhin müssen sich die Zuschauer in Deutschland nicht an die Trinkpausen gewöhnen. Weder die Deutsche Fußball Liga noch die Europäische Fußball-Union Uefa planen die Einführung einer verpflichtenden Unterbrechung. Das machten beide Verbände klar. In der Bundesliga und der 2. Liga sind die Pausen laut Regelwerk keine Pflicht, aber bei Bedarf schon länger möglich.
Martin Schneider
USA lockern Reiseauflagen für Irans Team
Die US-Regierung lockert die Reisebeschränkungen für die iranische Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Für das Gruppenspiel gegen Ägypten am Freitag (5 Uhr am Samstag deutscher Zeit) in Seattle dürfe die Mannschaft bereits zwei Tage vor der Partie in die USA einreisen, teilte das Heimatschutzministerium mit.
Bei den ersten beiden WM-Partien in Los Angeles war dem Team die Einreise nach US-Medienberichten erst innerhalb von 24 Stunden vor dem Anpfiff gestattet worden. An der Pflicht zur sofortigen Ausreise nach dem Spiel halte die Regierung fest, hieß es nun. „Die iranische Mannschaft wird weiterhin verpflichtet sein, das Land am Tag des Spiels zu verlassen“, erklärte ein Sprecher. Die übrigen Sicherheitsvorkehrungen blieben unverändert.
Legendenfeier in Toronto
Mit einem hart erkämpften 1:0 gegen Panama hielt Kroatien sich in Toronto im Turnier und darf weiter auf das Sechzehntelfinale hoffen – doch das war nicht der Grund für eine Feier, die die Mannschaft nach dem Spiel begann. Eine große 200 und "Ewige Legende" stand auf den schwarzen T-Shirts, die sich die Kroaten überzogen, um einen besonderen Spieler in ihrer Mitte zu ehren: Luka Modric wurde immer wieder von seinen Kollegen in die Luft geworfen, nach seinem 200. Länderspiel, das ihm die Aufnahme in einen exklusiven Klub garantiert. Nur Lionel Messi (201 Länderspiele), Bader Al-Mutawa aus Kuwait (202) und Cristiano Ronaldo (230) haben häufiger als Modric für ihr Land gespielt.
In die Ehrung stimmte auch das überwiegend kroatische Publikum in Toronto ein, das Modric schon während des Spiels immer wieder mit "Luka, Luka"-Sprechchören gefeiert hatte. Und am Ende dank eines Treffers von Ante Budimir erleichtert feststellen konnte: Auf die Kritik aus der Heimat an Modric hatte der Regisseur gegen Panama mit einer verbesserten Leistung antworten können. Und sich so die Chance offengehalten, bei der WM noch einige weitere Einsätze im kroatischen Trikot zu bekommen.
Boris Kovacev/Imago
Leweling beeindruckt von Undav
So weit ist es gekommen: DFB-Stürmer Deniz Undav wird, wie hier vom Stuttgarter Kollegen Jamie Leweling, als potenziell bester Torschütze dieses Turniers genannt. Bisher liegt Undav bei drei Treffern – was, wenn er irgendwann sogar mal von Anfang an spielt?
„Deniz da oben zu sehen mit den ganz großen Weltstars. Schauen wir mal, wer WM-Torschützenkönig wird, Ronaldo, Messi oder Undav. Oder Mbappé.“
Zwei, die sich aus Stuttgart kennen: Deniz Undav und Jamie Leweling (re.). Getty Images
Bayern-Profi Davies vor Comeback
Kapitän Alphonso Davies steht unmittelbar vor seinem Comeback für die kanadische Nationalmannschaft. Wie Trainer Jesse Marsch vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz am Mittwoch (21 Uhr/ARD und MagentaTV) in Vancouver bestätigte, soll Davies erstmals seit März 2025 für „Les Rouges“ zum Einsatz kommen. Der Profi des FC Bayern werde zwar „nicht in der Startelf stehen“, sagte Marsch: „Aber ja, ich erwarte, dass er spielt.“ Davies, den bis zuletzt eine Muskelverletzung im Oberschenkel geplagt hatte, habe „die ganze Woche mit der Mannschaft trainiert“, sagte der Amerikaner: „Ich möchte ihn auf jeden Fall ins Spiel bringen“.
Der 25-Jährige könne „einen großen Einfluss haben“, betonte Marsch: „Sowohl körperlich und fußballerisch als auch mental. Unser Kapitän ist zurück, unser bester Spieler ist wieder in der Mannschaft. Ich finde, das ist ein ganz entscheidender Faktor.“ Schon ein Unentschieden würde dem Co-Gastgeber reichen, um den ersten Platz in der Gruppe B abzusichern. Damit würden die Kanadier sowohl ihr Sechzehntel- als auch ein mögliches Achtelfinale in Vancouver spielen.
Trauerfall: Trainer Deschamps verpasst Frankreichs drittes Gruppenspiel
Die französische Fußball-Nationalmannschaft muss in ihrem letzten Gruppenspiel ohne Trainer Didier Deschamps auskommen. Wie der nationale Verband FFF mitteilte, sei die Mutter des 57-Jährigen am Dienstag verstorben und der Coach deshalb in die Heimat gereist. Deschamps werde in Frankreich an der Beerdigung teilnehmen und in den kommenden Tagen als Chef erstmal von seinem Assistenten Guy Stéphan vertreten.
„Didier Deschamps wird vor dem Spiel Norwegen gegen Frankreich nicht das Training leiten können. Er wird am Freitag beim letzten Spiel der Gruppe I auch nicht auf der Trainerbank sitzen können“, schrieb die FFF in ihrem Statement: „Der Nationaltrainer musste heute Morgen den schmerzlichen Tod seiner Mutter verkraften. Er wird nach Frankreich zurückkehren, um an der Beerdigung teilzunehmen.“
Den Einzug in die die K.-o.-Runde ist für Les Bleus bereits sicher, am Freitag (21 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) geht es in Boston gegen Norwegen um den Gruppensieg. Der Équipe Tricolore reicht hierfür dank der besseren Tordifferenz bereits ein Remis, der Erstplatzierte der Gruppe I wäre ein potenzieller Achtelfinal-Gegner der deutschen Mannschaft. Ob Deschamps bis zum Sechzehntelfinale am 30. Juni in die USA zurückkehrt, ließ der Verband zunächst offen.
Dabei wären die Dänen auch gern
In Deutschlands Hauptstadt stolpert man dieser Tage von einer Watchparty in die nächste. Vorm Späti läuft das WM-Spiel, hinter den Fenstern der Raucherkneipe auch und in den Berliner Biergärten sowieso. Man braucht gar nicht anzuhalten, um stets über den Spielstand Bescheid zu wissen, Messis Rekordtor sieht man gewissermaßen im Vorbeigehen.
Ganz anders ist die Lage in der Hauptstadt Dänemarks. Hier sucht man viel länger nach einem Bildschirm, der Fußball zeigt, man läuft vorbei an Backsteinbauten, radelt über Brücken oder schaut ins Fenster, über dem das Wort ØL steht, doch nirgends läuft WM. Endlich ist da dieser Pub, vor dem an Bier nippende Leute sitzen, und Portugal gegen Usbekistan schauen.
Die Dänen seien einfach zu schlecht, ruft der Mann vom Nebentisch rüber. Sicherlich wäre die Begeisterung in Kopenhagen größer, wenn das dänische Nationalteam nicht in letzter Sekunde die WM-Qualifikation vergeigt hätte – im Elfmeterschießen.
Seine Jungs und er, sagt der Mann, unterstützten jetzt Cristiano Ronaldo, 41. Nach dem schwachen Auftritt im ersten Match hätten sie gedacht, „der Fußball verlässt Ronaldo, bevor Ronaldo den Fußball verlässt“, sagt er. Heute trifft Ronaldo wie Messi gestern doppelt – Portugal gewinnt 5:0.
Ein seltenes Bild: Fußball-WM im dänischen Kneipen-TV. Tobias Bug
Fifa plant offenbar Änderung des Münzwurfs beim Elfmeterschießen
Die Fifa plant während der laufenden Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada offenbar eine kurzfristige Regeländerung. Wie unter anderem The Athletic berichtet, soll vor einem möglichen Elfmeterschießen nur noch ein Münzwurf durch den Schiedsrichter stattfinden. Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) müssen dem Vorhaben zustimmen.
Der Weltverband erhofft sich die Verabschiedung des Vorschlags vor dem Beginn der K.-o.-Runde am kommenden Sonntag. Bei der Zustimmung durch das IFAB dürfte sich die Mannschaft, zu deren Gunsten der Münzwurf ausfällt, aussuchen, ob sie entweder den ersten Elfmeter schießen will oder auf welches Tor geschossen werden soll.
Derzeit muss der Schiedsrichter zwei Münzwürfe ausführen: Einen, um zu entscheiden, wer zuerst schießt, und einen zweiten, um zu bestimmen, auf welches Tor geschossen wird. Im Champions-League-Finale hatte Paris Saint-Germain beide Münzwürfe gewonnen – und somit einen Vorteil gegenüber dem FC Arsenal.
Infantino bestätigt: US-Präsident Trump übergibt WM-Pokal
Bislang trat US-Präsident Donald Trump bei der Fußball-WM kaum in Erscheinung, beim Finale wird der US-Präsident aber eine wichtige Rolle spielen. Fifa-Chef Gianni Infantino bestätigte den Plan, wonach er nach dem Endspiel am 19. Juli im MetLife Stadium in East Rutherford zusammen mit Trump den WM-Pokal an den Sieger übergeben wird.
„Wir werden zusammen mit dem Präsidenten das Finale genießen und dem Gewinner natürlich gemeinsam die Trophäe überreichen“, sagte Infantino in der Sendung Fox and Friends. Auf die Nachfrage des Moderators, ob der Pokal von den beiden gemeinsam übergeben werde, antwortete der Schweizer: „Natürlich, wir sind die ganze Zeit zusammen.“
Ronaldo mit Toren und Bestmarke
Neuer Rekord und ein lautes „Siuuu“-Ständchen für Cristiano Ronaldo: Der portugiesische Stürmer hat gegen Usbekistan bereits nach sechs Minuten getroffen und ist damit nun der erste Spieler, der bei sechs unterschiedlichen Weltmeisterschaften mindestens ein Tor erzielt hat. Nach Vorarbeit von João Cancelo schoss Ronaldo zum 1:0 ein und zeigte nach dem Jubel mit seinen Teamkollegen auch seine berühmte Pose, bei der er in die Luft springt und bei der Landung „Siuuu“ ruft. Zehntausende Zuschauer stimmten in Houston mit ein. Ronaldo hatte bereits bei den Weltmeisterschaften 2006, 2010, 2014, 2018 und 2022 getroffen.
In der 39. Minute erzielte Ronaldo dann mit dem 3:0 seinen insgesamt zehnten WM-Treffer, damit zog er an der portugiesischen Legende Eusébio (neun Tore) vorbei. Am Ende siegte Portugal 5:0. Der Auftritt des Offensivspielers war mit Spannung erwartet worden: Trotz tagelanger Kritik wegen zuletzt schwacher Leistungen stand Ronaldo wieder in der Startelf. Trainer Roberto Martínez hatte Fragen dazu am Vortag nicht eindeutig beantwortet. Beim 1:1 zum Auftakt gegen die DR Kongo war Ronaldo noch torlos geblieben.
Schlotterbeck bleibt zunächst bei der Mannschaft
Der verletzte Nico Schlotterbeck soll die deutsche Nationalmannschaft trotz seiner Verletzung zum WM-Gruppenfinale gegen Ecuador begleiten. „Er wird die Mannschaft unterstützen und die Mitspieler mit führen, auch für den Teamgeist“, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Schlotterbeck geht aktuell an Krücken, um seinen verletzten linken Knöchel zu schonen, und soll einen Spezialschuh bekommen.
Das Duell mit den Südamerikanern findet am Donnerstag um 22 Uhr deutscher Zeit im Finalstadion von East Rutherford statt. Schlotterbeck steht nach seiner Innenbandverletzung im zweiten Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste für den Rest des Turniers nicht mehr zur Verfügung. Dennoch hatte sich der Dortmunder dazu entschieden, zunächst noch bei der Mannschaft zu bleiben. Auch in der K.o.-Runde, für die das DFB-Team bereits qualifiziert ist, soll er noch dabei sein.
Mehr dazu lesen Sie hier:
Abkühlung in Winston-Salem
Am Montagabend zog ein Unwetter herauf über Winston-Salem, der Heimat der amerikanischen Tabakindustrie und der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Nicht nur die in North Carolina Steuern zahlenden Menschen wurden von hysterischen Warnungen (Severe Thunderstorm Warning) auf ihrem Handy aufgeschreckt, mächtige Pick-Ups spritzen Wasserladungen auf zarte Fußgänger, Mülltonnen schwammen fröhlich die Straße herab. Und als Julian Nagelsmann am Dienstag um 11 Uhr morgens das Training eröffnete, regnete es immer noch.
Kurzer landesübergreifender Temperaturvergleich:
Winston-Salem: 24 Grad Celsius, Regen.
New York City, Ort der Partie Deutschland-Ecuador am Donnerstag: 21 Grad, Regen.
München, Heimat der Weißwurst: 31 Grad, die Sonne brennt.
Saarbrücken-Burbach, ehemaliges Zentrum der Eisen- und Stahlindustrie: 37,5 Grad, es ist fast so heiß wie früher am Hochofen.
Gut, dass diese Weltmeisterschaft nicht in Deutschland stattfindet.
Fotos: Philipp Schneider
Lahm kritisiert Infantino: „Die WM wird verkauft“
Philipp Lahm hat mit klaren Worten den Weltverband Fifa und dessen Präsidenten Gianni Infantino kritisiert. „Am bedenklichsten ist Gianni Infantinos Nähe zu Machthabern wie Donald Trump“, schrieb der deutsche Weltmeister-Kapitän von 2014 in der Zeit mit Blick auf Infantinos Verbindung zu dem US-Präsidenten. „Man hegt den Verdacht, dass sie persönliche Vorteile aus ihren Ämtern ziehen. Die WM wird verkauft. Das raubt dem Fußball Glaubwürdigkeit.“
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FIFA wird Regeländerung beim Münzwurf vor Elfmeterschießen einführen.
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أسئلة مفتوحة
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