Fußball-WM 2026: Kane verteidigt Tuchel, Rassismus-Skandal um Rajoy, Sörloth beleidigt
نظرة سريعة
- Harry Kane verteidigt Trainer Tuchel nach Kritik an Englands WM-Spiel gegen Norwegen.
- Ex-Ministerpräsident Rajoy sorgt mit rassistischer Bemerkung über Frankreich für Empörung.
- Norwegens Stürmer Sörloth wird nach dem WM-Aus massiv beleidigt.
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Die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko geht in die entscheidende Phase. Neben sportlichen Auseinandersetzungen gibt es auch kontroverse Debatten abseits des Platzes.
Liveblog Fußball-WM 2026 :
Kane: Tuchel „versucht, das Beste aus uns herauszuholen“
13.07.2026, 09:06Lesezeit: 1 Min.
Rückendeckung vom Kapitän: Harry Kane kann Tuchels Kritik nach dem Norwegen-Spiel verstehen.AP Photo/Marta Lavandier
Englands Kapitän verteidigt Trainer nach Bellingham-Kritik +++ früherer spanischer Ministerpräsident Rajoy mit rassistischer Bemerkung über französische Mannschaft +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.
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Nach dem indirekten Wortduell zwischen Matchwinner Jude Bellingham und Thomas Tuchel hat England-Kapitän Harry Kane seinen Trainer verteidigt. „Er versucht, das Beste aus uns herauszuholen und wir wissen, dass wir noch ein Level besser spielen können. Wir haben das gegen Norwegen nur in Ansätzen gezeigt“, sagte der Stürmer des FC Bayern.
Nach dem 2:1 nach Verlängerung im WM-Viertelfinale gegen Norwegen hatte Tuchel direkt nach dem Abpfiff am TV-Mikrofon gesagt, seine Mannschaft habe Glück gehabt, sei nachlässig gewesen und habe viele technische Fehler gemacht.
Doppel-Torschütze Bellingham konterte in der Interviewzone, als er mit den Aussagen konfrontiert wurde: „Wahrscheinlich weiß er nicht, wie es ist, bei diesen Bedingungen gegen Erling Haaland, Martin Ödegaard, Antonio Nusa und Alexander Sörloth zu spielen. Man kann nicht jedes Spiel mit 1.000 Pässen gewinnen. Manchmal muss man schmutzig gewinnen, das haben wir getan.“
Tuchel hatte bereits seine Aussage in der Pressekonferenz nach dem von schwüler Hitze geprägten Spiel in Miami eingeordnet. Er betonte, dass es kein Problem mit der Mannschaft gebe und er sich von Herzen gefreut habe. „Aber in meinem Kopf bin ich auch immer Fußball-Trainer“, sagte der Schwabe. Und als dieser habe er Dinge gesehen, „wo wir uns das Leben unnötig schwer gemacht haben.“
Kane äußerte Verständnis für Tuchels Ansprüche. „Wenn er uns trainieren sieht und unsere Geschlossenheit sieht und auch sieht, zu was wir in der Lage sind“, sagte der 32-Jährige, „dann möchte er diese Version von uns auch in den Spielen sehen.“ Natürlich wisse Tuchel auch, dass dies nicht einfach sei.
Im Halbfinale trifft England am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) in Atlanta auf Argentinien. „Wir spielen gegen eines der besten Teams der Welt. Das Gute ist doch, dass wir in einem Halbfinale stehen und immer noch das Gefühl haben, wir können es noch besser“, sagte Kane. Man solle die Sache nicht zu hoch hängen, schließlich habe man schon gute Sachen gezeigt. (dpa)
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Der Fußball-Weltverband FIFA hat bekräftigt, dass beim Ausgleichstor der Engländer im Viertelfinale der WM gegen Norwegen alles rechtens gewesen sein soll. Die These, dass wackelnde Kamerabilder beweisen könnten, dass der Ball vor dem Treffer das Kabel einer sogenannten Spidercam berührt habe, wies die FIFA zurück. Auf dem Bildmaterial der Spidercam sei „klar zu sehen, dass die Kamera weder wackelt noch sich bewegt“, teilte die FIFA „sportschau.de“ mit.
Die Debatten hatten sich an einer Szene nach einem Abschlag von Norwegens Torwart Orjan Nyland entzündet. Der Ball war bei Englands Anthony Gordon gelandet, dieser hatte dann Jude Bellinghams Treffer zum 1:1 vorbereitet. Norwegens Trainer Stale Solbakken hatte gesagt: „Der Ball fiel gerade herunter direkt vor unserer Bank. Ich selbst habe es nicht gesehen, dass das Kabel berührt wurde, aber unsere Bank reagierte sofort. Es ist eigentlich eine klare Sache."
Die FIFA bestritt jedoch erneut einen Kontakt zu dem Kamerakabel. Und versicherte auch, der Ball habe trotz der Höhe des Abschlags weiter ein konstantes Signal gesendet. „Das Ballsignal, der 'Herzschlag' des Balls, war die gesamte Zeit verfügbar“, erklärte der Weltverband.
Hätte der Ball das Kabel berührt, hätte Bellinghams Tor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zurückgenommen werden müssen. England gewann die Partie mit 2:1 nach Verlängerung und trifft am Mittwoch (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) in Atlanta im Halbfinale auf Argentinien. (dpa)
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Stürmer Alexander Sörloth ist nach Norwegens Aus bei der Fußball-WM in den sozialen Medien massiv beleidigt worden. Seine Partnerin Lena Selnes veröffentlichte diverse Kommentare, die sie über Instagram erreicht haben. „Bitte begehe Selbstmord, du Idiot“, hieß es dort unter anderem. „Sag deinem Mann, dass er Norwegen verlassen und von einer Klippe springen soll“ und „Ich werde ihn töten“ waren weitere Kommentare.
Die Norweger hatten im Viertelfinale gegen England in Miami am Samstag unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Sörloth vergab in der ersten Halbzeit beim Stand von 1:0 für die Skandinavier eine gute Gelegenheit – auch, weil er den Zeitpunkt für ein Abspiel auf Teamkollege Erling Haaland verpasst hatte. Diese Szene könnte die Hasskommentare im Internet provoziert haben.
„Die WM und der Fußball bringen Freude, aber auch viel Hass“, schrieb Sörloths Partnerin Selnes. „Ich möchte dem eigentlich nicht viel Aufmerksamkeit geben, aber ich muss das nach diesen Kommentaren tun.“ Sörloth spielte einst in der Bundesliga für RB Leipzig, seit 2024 stürmt er für Atlético Madrid in Spanien. (dpa)
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Jürgen Klopp als Bundestrainer – und Red-Bull-Markenbotschafter? Eine mögliche Doppelrolle des 59-Jährigen sorgt dieser Tage für einige Diskussionen, laut Medienberichten ist es die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) präferierte Lösung, um bei der Auflösung von Klopps Vertrag als Fußballchef des Red-Bull-Imperiums (bis 2029) eine millionenschwere Ablöse zu sparen. Am Sonntagabend berichteten allerdings Sky und der kicker beinahe zeitgleich Gegenteiliges.
Eine Rolle als Markenbotschafter sei demnach nicht Teil der Überlegungen, Red Bull wünsche sich lediglich, „hin und wieder“ auf Klopps Expertise zurückgreifen zu können. Die Kritik an einer Lösung, in der der Bundestrainer zugleich Werbeträger für Red Bull wäre, war in den vergangenen Tagen vielstimmig, kam unter anderem von Fanvertretern und auch aus den DFB-Landesverbänden.
Die Lösung soll nun in der anstehenden Wochen gefunden werden, laut kicker wird sich die DFB-Spitze bereits am Dienstag mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff treffen. Im Rahmen des WM-Finales in den USA soll dann Ende der Woche ein Treffen Mintzlaffs mit Klopp folgen. (sid)
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Vor dem Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich bei der Fußball-WM hat der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy für Empörung in beiden Ländern gesorgt. In einem Gastbeitrag für das Online-Medium El Debate schrieb er, Frankreich verfüge über einen „Kader von höchstem Niveau. Allerdings ohne Franzosen.“ Der Beitrag war bereits am Samstag abrufbar, bis Sonntag reagierten zahlreiche Politiker auf die Einlassungen Rajoys, der von 2011 bis 2018 für die konservative Volkspartei (PP) Spaniens Regierungschef war.
„Es gibt Menschen, die Zugehörigkeit immer noch am Nachnamen, am Geburtsort oder an der Hautfarbe messen. Andere messen sie an der Verbundenheit mit einem Land und dem Willen, zu ihm beizutragen“, schrieb Rajoys Amtsnachfolger Pedro Sánchez am Sonntag bei X. Spaniens linker Ministerpräsident stellte weiter fest: „Spanien gehört denen, die es lieben und mit Leben erfüllen. Nicht denen, die es mit fremdenfeindlichen Äußerungen in Verruf bringen. Frankreich, wir sehen uns im Halbfinale. Möge der Bessere gewinnen und der Rassismus verlieren.“
Am Dienstag (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) spielen Frankreich und Spanien ihr WM-Halbfinale in Dallas. Auch aus der französischen Regierung gab es Reaktionen auf Rajoys Beitrag. Aurore Bergé, Beauftragte für die Bekämpfung von Diskriminierung, beklagte „wiederholte rassistische Entgleisungen“. Naïma Moutchou, Ministerin für die Überseegebiete, teilte mit: „Das sind keine ‚Entgleisungen'. Es ist ein systematischer und verharmloster Hass auf Frankreich und das, was es ist.“ Sie rief den französischen Fußballverband dazu auf, sich juristisch zu wehren.
Auf Rajoys Gastbeitrag reagierte auch die französische Botschaft in Madrid. „Alle Spieler der französischen Nationalmannschaft sind Franzosen“, hieß es in einer Mitteilung: „Von den 26 Spielern sind 23 in Frankreich geboren. Die drei, die im Ausland geboren wurden, sind ebenfalls Franzosen.“ (sid)
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Die Enttäuschung über das knappe WM-Aus gegen England stand Norwegens Superstar Erling Haaland ins Gesicht geschrieben – trotzdem kann der frühere Dortmunder positiv auf die Fußball-Weltmeisterschaft zurückblicken. „Das sind die geilsten sechs Wochen gewesen, die ich vielleicht in meinem ganzen Leben gehabt habe. Das war völlig surreal“, sagte der Fünfundzwanzigjährige nach Abpfiff.
Es sei schwierig, kurz nach dem Ausscheiden darüber zu sprechen, weil er ziemlich niedergeschlagen sei, sagte Haaland. „Aber diese mehr als 40 Tage sind so schnell vergangen. Das ist eine Erinnerung fürs Leben."
Norwegen war zuvor im WM-Viertelfinale knapp mit 1:2 nach Verlängerung an England gescheitert. Haaland war ausnahmsweise torlos geblieben, während sein früherer Dortmunder Kollege Jude Bellingham zweimal für die Three Lions getroffen hatte. „Er ist einer der Besten der Welt. England kann sich glücklich schätzen, denn jeder möchte einen wie ihn in der Mannschaft haben“, sagte Haaland nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB über Bellingham.
Was für Haaland nach dem WM-Aus bleibt, sind die Emotionen, die sein Team bei seinen im Kollektiv rudernden Landsleuten ausgelöst hat. „Wir haben Norwegen auf die Fußball-Karte gebracht, und das bewegt mich am meisten“, sagte er demnach. „Ich denke an die Menschen zu Hause und was ihnen das bedeutet. Das hat Norwegen verändert, und ich glaube, das hat auch mich verändert.“ (dpa)
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Die Enttäuschung über das knappe WM-Aus gegen England stand Norwegens Superstar Erling Haaland ins Gesicht geschrieben – trotzdem kann der frühere Dortmunder positiv auf die Fußball-Weltmeisterschaft zurückblicken. „Das sind die geilsten sechs Wochen gewesen, die ich vielleicht in meinem ganzen Leben gehabt habe. Das war völlig surreal“, sagte der Fünfundzwanzigjährige nach Abpfiff.
Es sei schwierig, kurz nach dem Ausscheiden darüber zu sprechen, weil er ziemlich niedergeschlagen sei, sagte Haaland. „Aber diese mehr als 40 Tage sind so schnell vergangen. Das ist eine Erinnerung fürs Leben."
Norwegen war zuvor im WM-Viertelfinale knapp mit 1:2 nach Verlängerung an England gescheitert. Haaland war ausnahmsweise torlos geblieben, während sein früherer Dortmunder Kollege Jude Bellingham zweimal für die Three Lions getroffen hatte. „Er ist einer der Besten der Welt. England kann sich glücklich schätzen, denn jeder möchte einen wie ihn in der Mannschaft haben“, sagte Haaland nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB über Bellingham.
Was für Haaland nach dem WM-Aus bleibt, sind die Emotionen, die sein Team bei seinen im Kollektiv rudernden Landsleuten ausgelöst hat. „Wir haben Norwegen auf die Fußball-Karte gebracht, und das bewegt mich am meisten“, sagte er demnach. „Ich denke an die Menschen zu Hause und was ihnen das bedeutet. Das hat Norwegen verändert, und ich glaube, das hat auch mich verändert.“ (dpa)
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Lionel Messi hat argentinischen Medienberichten zufolge während des Viertelfinal-Spiels gegen die Schweiz dem Schiedsrichter eine Ansage gemacht. Laut dem Sender TyC Sports soll Messi den Portugiesen João Pinheiro aufgefordert haben, respektvoll mit ihm zu reden.
„Sprich mich höflich an, ich habe dich ja auch höflich angesprochen“, soll der Neununddreißigjährige demnach während der Partie, die mit einem 3:1 nach Verlängerung für den Titelverteidiger endete, zum Referee gesagt haben. Die Szene, von der in sozialen Netzwerken auch Videos kursieren, soll sich in der ersten Halbzeit ereignet haben.
Messi verließ zudem wie schon zuvor beim Sechzehntelfinale gezeichnet den Platz. Beim 3:2 gegen Außenseiter Kap Verde hatte er sich eine Beule an der Stirn zugezogen. Diesmal zeigten Aufnahmen Blut um das rechte Auge des Kapitäns der Argentinier.
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Nach dem enttäuschenden WM-Abschneiden stellt sich Senegals Fußball-Nationalmannschaft neu auf. Nach dem Rücktritt von Sadio Mané verlässt auch Trainer Pape Thiaw das Team – allerdings nicht freiwillig. Der senegalesische Fußballverband (FSF) teilte mit, „das Verfahren zur Beendigung der Tätigkeit des Nationaltrainers Pape Thiaw sowie seines gesamten Trainerstabs einzuleiten“. Dies sei im „übergeordneten Interesse des senegalesischen Fußballs notwendig“.
Thiaw hatte 2024
أسئلة مفتوحة
- Wie wird die FIFA auf die Rassismus-Vorwürfe reagieren?
- Wird es weitere Konsequenzen für Mariano Rajoy geben?
- Wie wird sich die Debatte um Jürgen Klopp auf seine DFB-Zukunft auswirken?


