German Court Rules Against Tax-Free Drink Cans for Danish Shoppers
نظرة سريعة
- A German court ruled that border shops cannot sell drink cans without deposit to Danish consumers, overturning an exception previously used for export.
- The Deutsche Umwelthilfe (DUH) had sued, citing violations of German packaging laws and environmental concerns over millions of cans ending up in Danish nature.
ملخص مُنشأ بالذكاء الاصطناعي
لماذا يهم
For years, Danish consumers have purchased drink cans in German border shops, utilizing an export exception to avoid German and Danish deposit fees. This practice has been criticized by environmental groups due to concerns about recycling and waste in Danish nature.
Bislang konnten Skandinavierinnen und Skandinavier hierzulande Getränke in Dosen einkaufen und mit nach Hause nehmen, ohne deutsches oder dänisches Dosenpfand zu bezahlen. Die Einkaufenden beriefen sich dabei auf eine Ausnahme von der Pfandpflicht, die für den unmittelbaren Export von Einweggetränkeverpackungen gelte. Dazu füllten sie eine spezielle Exportbescheinigung aus. Die Regelung sei jedoch »nicht übertragbar auf die in Grenzgeschäften vereinbarten Erklärungen der überwiegend dänischen Endverbraucher, dass sie die Getränke erst außerhalb Deutschlands konsumierten«, hieß es vom Gericht. Denn die Getränke würden nach wie vor an einen Endverbraucher verkauft. Diese Erklärung sei zudem unmöglich zu kontrollieren – im Gegensatz zum kommerziellen Export.
Der Kreis Schleswig-Flensburg habe dabei keinen Ermessensspielraum. Laut dem Verwaltungsgericht liegt ein »eklatanter Rechtsverstoß« vor. Daher ist der Kreis in der Pflicht, die Grenzhändler zur Einhaltung des Einwegpfands aufzufordern und die Pfandpflicht durchzusetzen, hieß es.
Klage der Deutschen Umwelthilfe
Zuvor hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) den Kreis im Januar 2021 beschlossen, gegen den Verkauf der Dosen im Grenzhandel vorzugehen, da dieser nach Ansicht der DUH gegen das deutsche Verpackungsgesetz verstößt. Weil der Kreis untätig blieb, wurde im April 2021 Untätigkeitsklage beim Verwaltungsgericht erhoben.
Über diese Klage und die Frage, ob nach der aktuellen Rechtslage – wie im übrigen Staatsgebiet Deutschlands und Dänemarks – auch in den Grenzläden Dosenpfand zu erheben ist, wurde nun verhandelt. Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig. Innerhalb eines Monats kann Berufung beim Oberverwaltungsgericht eingereicht werden.
Lukratives Geschäft und Ärgernis der Umweltschützer
Für Menschen in der deutsch-dänischen Grenzregion ist es ein gewohntes Bild: Viele Dänen fahren mit leeren Autos – und manchmal sogar Anhängern – über die Grenze. Auf dem Rückweg sind Kofferraum und Hänger dann vollgepackt mit Bier- und Limonadendosen. Andere nutzen beispielsweise die Fähre Rødbyhavn – Puttgarden für einen Tagesausflug samt Großeinkauf in den dortigen Bordershops.
Hintergrund: Deutschland erhebt auf Alkohol weniger Steuern als Dänemark. Und nach Ausfüllen der Exportbescheinigung fiel auch das Dosenpfand weg – ein doppelt lukratives Geschäft für viele. Und ein Ärgernis für Umweltschützer: Schätzungen zufolge gelangen jährlich mehr als 650 Millionen Dosen aus dem norddeutschen Grenzhandel nach Dänemark. Nicht alle werden im Anschluss recycelt oder landen im Müll. Bis zu neun von zehn Dosen, die Naturschützer alljährlich in der dänischen Natur fänden, stammten aus Deutschland, hieß es etwa 2020.
Seit vielen Jahren wird eine Lösung gesucht
2015 schien nach jahrelangen Verhandlungen endlich eine Lösung für das deutsch-dänische Dosendilemma in Sicht: Die Umweltministerien in Kopenhagen, Berlin und Kiel unterzeichneten eine von den Dänen initiierte Vereinbarung, die diese Praxis beenden sollte. 2018, so der damalige Plan, sollte es so weit sein. Doch dazu kam es nicht.
Inzwischen haben sich viele Institutionen auf europäischer Ebene mit dem Thema beschäftigt: die EU-Kommission, das EU-Gericht, der Europäische Gerichtshof (EuGH). Der entschied 2023, dass in Geschäften an der Grenze zu Dänemark Getränke weiterhin pfandfrei für den Export nach Dänemark verkauft werden dürfen.
Dass die Klage der DUH erst gut fünf Jahre nach Eingang verhandelt wird, hat nach Angaben einer Gerichtssprecherin damit zu tun, dass das Verfahren an der am meisten belasteten Kammer des VG anhängig ist. Das liege zum einen an der Anzahl der Verfahren und zum anderen an der überdurchschnittlichen Komplexität der Rechtsgebiete, die die Kammer bearbeite.
Der Grenzhandel ist mit einem Gesamtumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr und mehr als 3000 Beschäftigten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Schleswig-Holstein.
ما الذي يجب مراقبته
توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق
An appeal will be filed by the affected border shops or the Kreis Schleswig-Flensburg.
مرجح · خلال أسابيع
Enforcement measures will be implemented by the Kreis Schleswig-Flensburg to ensure deposit collection.
مرجح جداً · خلال أشهر
أسئلة مفتوحة
- Will the ruling be appealed to the Oberverwaltungsgericht?
- What specific measures will the Kreis Schleswig-Flensburg implement to enforce the deposit law?
- How will this ruling affect the overall business operations of border shops?
- What is the estimated volume of unreturned cans annually?





