Hayfin schließt Rekord-Fonds mit 15 Milliarden Euro
نظرة سريعة
- Der britische Vermögensverwalter Hayfin hat seinen fünften Kreditfonds mit über 15 Milliarden Euro geschlossen.
- Das Geld stammt von institutionellen Investoren und ist langfristig gebunden, um Marktturbulenzen zu widerstehen.
- Der Fonds investiert vor allem in besicherte Kredite an mittelständische Unternehmen und meidet Software-Investments.
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لماذا يهم
Hayfin, ein britischer Vermögensverwalter, hat erfolgreich seinen fünften Kreditfonds mit einem Volumen von über 15 Milliarden Euro geschlossen. Dies geschieht trotz Turbulenzen am US-Markt für Private-Credit-Produkte.
Dem britischen Vermögensverwalter gelingt eines der größten Fundraisings in der Geschichte Europas – trotz der Turbulenzen am US-Markt. Dabei setzt das Haus auf konservative Fondsstrukturen. Hannah Krolle 02.07.2026 - 08:00 Uhr Artikel anhören
Die Wall Street in New York: In den USA gerieten Private-Credit-Produkte zuletzt unter Druck. Foto: Bloomberg
Frankfurt. Der auf Unternehmenskredite spezialisierte Vermögensverwalter Hayfin hat seinen fünften Kreditfonds im Volumen von mehr als 15 Milliarden Euro geschlossen. Das erfuhr das Handelsblatt vorab.
Der Fonds ist eines der größten Fundraisings der Private-Credit-Branche in Europa. Bereits mehr als die Hälfte des Kapitals ist nach Angaben von Hayfin bereits investiert, verteilt auf über 35 Unternehmen.
Fundraising bedeutet im Fachjargon, neue Fonds aufzulegen und Investorengeld einzuwerben. Die sogenannten Privatmärkte umfassen Anlagen wie Private Equity, private Kredite und Infrastrukturprojekte, die nicht an der Börse gehandelt werden. Der Markt boomt. Mit den 15 Milliarden Euro übertrifft Hayfin sein ursprüngliches Ziel deutlich und wirbt mehr als doppelt so viel Kapital ein wie beim Vorgängerfonds. Der wurde im August 2023 bei gut sechs Milliarden Euro geschlossen.
Konservative Fondsstrukturen
Reinhold Schnitt, Managing Director bei Hayfin, sagt: Der Abschluss des Direct Lending Fund V sei „ein wichtiger Meilenstein für Hayfin und unser langfristiges Engagement in Deutschland, Österreich und der Schweiz.“
Seit 2012 habe der Vermögensverwalter mehr als fünf Milliarden Euro in der Region investiert und dabei mit einer Vielzahl von Firmen, Private-Equity-Fonds und Familienunternehmen zusammengearbeitet. In Deutschland betreibt Hayfin Büros in Frankfurt und München. Insgesamt verwaltet das Haus 38 Milliarden Euro weltweit.
Der Fonds-Abschluss gelingt in einer angespannten Phase: In den USA gerieten Private-Credit-Produkte zuletzt unter Druck. Dort hatten sich zahlreiche Fonds für Privatanleger geöffnet, die ihr Geld vergleichsweise kurzfristig wieder abziehen können. Als Warnungen vor steigenden Kreditausfällen lauter wurden und Zweifel an der Bewertung der Portfolios aufkamen, häuften sich die Auszahlungswünsche – mehrere große Anbieter mussten die Rückzahlungen begrenzen.
Kapitalmärkte
Der Boom der Privatmärkte setzt Vermögensverwalter unter Druck
Anders als in den USA basiere der europäische Markt für Private Credit stärker auf institutionellen Investoren, betont Mark Tognolini, Co-Chef und Co-Gründer von Hayfin. Der Vermögensverwalter setzt nach eigenen Angaben bewusst auf konservative Fondsstrukturen.
Das bedeutet: Das Kapital ist langfristig gebunden und stammt ausschließlich von institutionellen Investoren wie Pensionsfonds und Versicherungen. Somit sind keine Privatanleger investiert, die in Krisenphasen schnell wieder aussteigen könnten. Dieser Ansatz sei darauf ausgelegt, „über Marktzyklen hinweg konsistente Ergebnisse zu erzielen“, sagt Tognolini.
„Die Unterschiede zwischen den US-amerikanischen und europäischen Private-Credit-Märkten haben sich in den vergangenen Monaten weiter verdeutlicht“, sagt er. Europäische Kreditgeber profitierten weiterhin von regional fragmentierten Märkten und dem anhaltenden Rückzug der Banken, sagt er. Deshalb sei Hayfin in der Lage, weitere Marktanteile zu gewinnen.
Kaum Investitionen in Software
Seit der Gründung im Jahr 2009 hat Hayfin im Bereich Private Credit mehr als 55 Milliarden Euro Kapital in mehr als 500 Portfoliounternehmen investiert. Hayfin konzentriert sich auf besicherte Kredite an vorwiegend mittelgroße und größere Mittelständler in Europa.
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Hayfin wirbt in der Mitteilung mit einem „hochdiversifizierten Kreditportfolio“ – und einem „sehr geringen Anteil an Investments im Bereich Software, der als potenziell besonders anfällig für KI-bedingte Disruptionen gilt“.
Jahrelang galten Softwareunternehmen als beliebtes Investitionsziel. Doch mit dem rasanten Aufstieg Künstlicher Intelligenz (KI) hat sich das Bild gewandelt. Christian Kames, Co-Chef für den deutschsprachigen Raum bei Lazard Financial Advisory, erklärt: „Denn Investoren stehen vor der Herausforderung einzuschätzen, wie sich KI in fünf Jahren auf Softwareunternehmen auswirkt – zum möglichen Verkaufszeitpunkt (Exit)“. Im Fokus der Finanzinvestoren stünden nun Branchen wie Energie, Finanzdienstleistungen, Gesundheit und Industrie.
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