HiPP Opfer von Erpressung: Rattengift in Babynahrung gefunden
Erpresser forderten zwei Millionen Euro und manipulierten Gläschen mit Karotten-Kartoffelbrei; Ermittlungen in vier Ländern laufen
نظرة سريعة
- Der Babynahrungshersteller HiPP wurde Opfer einer Erpressung, bei der Täter Rattengift in Gläschen mischten.
- Bisher wurden fünf von sechs manipulierten Produkten in Tschechien, der Slowakei und Österreich sichergestellt; die Suche nach dem letzten Glas läuft.
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HiPP ist ein bekannter Hersteller von Babynahrung. In der Vergangenheit waren Lebensmittelkonzerne bereits häufiger Ziel von Erpressungsversuchen durch Produktmanipulation.
HiPP ist Opfer einer Erpressung: Mit dieser Nachricht ging der Babynahrungshersteller am Montag an die Öffentlichkeit und bestätigte einen Verdacht, der seit Tagen für Aufregung sorgt. Laut HiPP hatten der Erpresser oder die Erpresser eine Nachricht an ein unpersonalisiertes Sammelpostfach geschickt - dort war sie anfangs nicht aufgefallen.
Laut österreichischen Medienberichten wurde die Nachricht bereits vor drei Wochen geschickt. Die Erpresser sollen zwei Millionen Euro gefordert haben - bis Anfang April. Doch im HiPP-Konzern sei die Erpressermail erst zwei Wochen nach Ablauf dieser Frist entdeckt worden, am vergangenen Donnerstag.
Der oder die Täter haben in sechs 190-Gramm-Gläschen mit Karotten-Kartoffelbrei Rattengift gemischt und diese sechs Gläser in Umlauf gebracht. Damit hatten sie offenbar in der lange nicht beachteten Mail gedroht. Fünf wurden bislang in Tschechien, der Slowakei und Österreich gefunden.
Die Täter haben ernsthafte Gefahren für Säuglinge in Kauf genommen, so die österreichische Gesundheitsministerin Corinna Schumann. "Ich bin wirklich zutiefst bestürzt, dass jemand offenbar bereit ist, aus kriminellen Motiven die Gesundheit von Babys zu gefährden", sagte Schumann im ORF.
Nachdem laut einem vorläufigen toxikologischen Gutachten Rattengift in einem sichergestellten Glas festgestellt wurde, folgt nun eine genauere Untersuchung. Dabei werde es um die Dosis gehen - und wie gefährlich das Rattengift beim Verzehr gewesen wäre, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Burgenland.
Gesundheitsministerin Schumann rät allen Verbrauchern, sich HiPP-Gläschen genau anzusehen. Man solle schauen, "ob dieser Ploppverschluss auch funktioniert". Auch der Geruch könne ein Hinweis sein. "Wenn es zu Zweifeln kommt oder zu Unsicherheiten, bitte nicht zögern, Hilfe zu holen", sagte Schumann.
Alle manipulierten Gläser hatten am Glasboden einen weißen Aufkleber mit rotem Kreis, und sie wurden vor dem Verkauf geöffnet. Fünf von sechs manipulierten Gläsern wurden bisher gefunden. Offenbar gab es dazu Hinweise in der Erpressungs-Mail.
Die betroffenen Gläser wurden in Städten, die nicht weit auseinanderliegen, gefunden. Zwei Gläser wurden in einem Geschäft in der südtschechischen Stadt Brno gefunden, zwei in der westslowakischen Stadt Dunajska Streda und eines in Eisenstadt im Burgenland in Österreich.
Von dort fehlt das zweite Glas, es muss also noch im Umlauf sein und danach wird nun mit Hochdruck gesucht, so der Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland, Helmut Marban. "Wir haben auch unter anderem die ungarischen Behörden informiert, weil ja bekanntlich im Burgenland sehr viele ungarische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger auch Arbeitnehmer sind und die natürlich auch einkaufen könnten. Wir haben aber parallel dazu natürlich Kindergärten, Krankenhäuser und Altenpflegewohnheime kontaktiert."
In Deutschland wurden keine vergifteten Gläser gefunden.
Jetzt ermitteln Polizeien in Deutschland, Österreich, Tschechien und der Slowakei. Wie sich der HiPP-Konzern weiter in diesem Erpressungsfall verhalten wird und wie die Polizei den Konzern genau unterstützt, das wird aus ermittlungstaktischen Gründen geheim gehalten.
Bekannt geworden war der Fall am Wochenende, als die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) von einem mutmaßlichen Erpressungsversuch geschrieben hatte. Sie strich diesen Hinweis später aus ihrer Pressemitteilung.
ما الذي يجب مراقبته
توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق
Weitere Rückrufaktionen oder verstärkte Sicherheitskontrollen im Einzelhandel
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Intensivierung der polizeilichen Ermittlungen in den betroffenen Ländern
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أسئلة مفتوحة
- Warum wurde die E-Mail an ein unpersonalisiertes Postfach nicht früher bemerkt?
- Wie genau konnten die Täter die Gläschen manipulieren, ohne dass dies beim Verkauf auffiel?
- Wo befindet sich das sechste, noch vermisste manipulierte Gläschen?
