Iran sperrt Straße von Hormus erneut für Schiffsverkehr
نظرة سريعة
- Der Iran hat die strategisch wichtige Straße von Hormus für den Schiffsverkehr gesperrt und dies als "ersten Schritt" bezeichnet.
- Die Maßnahme erfolgt nach israelischen Angriffen im Libanon und einer vereinbarten Feuerpause.
- Verhandlungen mit den USA über ein Abkommen sind für die Schweiz geplant.
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Der Iran hat die Straße von Hormus nach Angriffen im Libanon und einer vereinbarten Feuerpause erneut für den Schiffsverkehr gesperrt. Dies wird als Reaktion auf angebliche Aggressionen und als Druckmittel in bevorstehenden Verhandlungen mit den USA gesehen.
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Der Iran hat die Straße von Hormus wieder gesperrt. „Hiermit wird bekannt gegeben, dass die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr geschlossen wird“, hieß es in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung des iranischen Militärkommandos.
Die Schließung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge sei ein „erster Schritt“, hieß es weiter. Im Falle „einer Fortsetzung der Aggression“ würden weitere Schritte unternommen, „um den Feind zur Einhaltung seiner Verpflichtungen zu zwingen“.
Das Regime betrachtet Israels Angriffe auf den Südlibanon als eine Verletzung des mit den USA geschlossenen Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges vom Mittwoch. Auch hatten sich Israel und die Hisbollah erst am Freitag auf eine Feuerpause geeinigt.
Doch nach Angaben der israelischen Armee hatte die Hisbollah in der Nacht zum Samstag 50 Projektile auf israelische Soldaten im Süden des Libanon abgefeuert. Daraufhin habe das Militär Stellungen der Miliz angegriffen. Libanesischen Angaben zufolge starben mindestens 16 Menschen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Samstag, israelische Kampfflugzeuge und Drohnen hätten in der Nacht und am Morgen das Gebiet um Nabatija ins Visier genommen. Die Stadt gilt als Hisbollah-Hochburg.
Unmittelbar nach der iranischen Ankündigung zur Schließung der Straße von Hormus zitierte das Staatsfernsehen Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei mit den Worten, ein iranisches Verhandlungsteam werde zu Gesprächen mit US-Vertretern in die Schweiz reisen. Die Reise war ursprünglich für Freitag geplant, nach Kämpfen im Libanon jedoch verschoben worden. Medienberichten zufolge ist auch US-Unterhändler Steve Witkoff auf dem Weg zu Verhandlungen in der Schweiz. Auch US-Vizepräsident J.D. Vance kündigte eine Schweiz-Reise „in den nächsten Tagen“ an.
Der Iran hatte die Meerenge nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar praktisch blockiert, durch die zu Friedenszeiten etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch große Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Die USA wiederum sperrten die Durchfahrt von und zu iranischen Häfen. In einer diese Woche unterzeichneten Rahmenvereinbarung sagten beide Seiten zu, die Blockaden aufzuheben.
Die ersten Schiffe fuhren bereits wieder durch die Meerenge. Dafür nutzen sie zwei Routen: eine entlang der iranischen Küste und eine weitere südlich der Meerenge entlang der omanischen Küste. Der Iran erklärte diese Woche in einer Mitteilung an die Reeder, dass kein Schiff die Meerenge ohne seine Genehmigung durchqueren dürfe. Der mittlere Abschnitt zwischen diesen beiden Routen soll während des Krieges vermint worden sein.
AP/AFP/krott/coh/sebe
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Die Verhandlungen in der Schweiz werden schwierig und langwierig.
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Die Sperrung der Straße von Hormus wird zu einem Anstieg der Ölpreise führen.
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أسئلة مفتوحة
- Wie lange wird die Sperrung andauern?
- Welche weiteren Schritte wird der Iran unternehmen?
- Wie werden die USA und die internationale Gemeinschaft reagieren?





