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Krieg gegen die Ukraine: Berichte über neue Angriffe und Truppenbewegungen
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Krieg gegen die Ukraine: Berichte über neue Angriffe und Truppenbewegungen

Ukrainische Kräfte rücken bei Charkiw vor, während Russland Angriffe auf Infrastruktur und Städte meldet. Selenskyj kündigt Vergeltung an.

نظرة سريعة

  • Ukrainische Streitkräfte rücken in der Region Charkiw vor, während gegenseitige Luftangriffe und Drohnenattacken zivile und industrielle Infrastruktur in der Ukraine und in Russland treffen.
  • Präsident Selenskyj kündigt Vergeltung an.

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Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert an und führt zu täglichen Verlusten sowie Zerstörungen an der zivilen und kritischen Infrastruktur.

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Ukrainische Streitkräfte rücken in der Region Charkiw vor

An zwei Frontstellen in der Region Charkiw sind ukrainische Kräfte vorgestoßen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Institute for the Study of War (ISW) hervor. Geolokalisierte Aufnahmen belegen die Präsenz ukrainischer Kräfte in einer Siedlung nahe der Stadt Kupjansk. Auch bei der Siedlung Borowa drangen ukrainische Kräfte vor.

Weitere geolokalisierte Aufnahmen zeigen auch russische Drohnenangriffe in dieser Kampfrichtung, die laut ISW das Ziel haben, die ukrainische Kriegslogistik zu stören.

Zwölf Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen in Region Tatarstan

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Nischnekamsk sind nach Angaben lokaler Behörden mindestens zwölf Menschen getötet worden. Zudem gebe es 39 Verletzte, sagte Bürgermeister Radmir Beljajew. Er schrieb auf Telegram, dass der Angriff Industrieanlagen und zivilen Einrichtungen gegolten habe. In der Stadt befindet sich eine wichtige Ölraffinerie.

Nischnekamsk liegt in der Region Tatarstan, rund 1.000 Kilometer östlich von Moskau und etwa 1.600 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Auch in der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod meldeten lokale Behörden, dass eine Frau bei einem Drohnenangriff getötet worden sei.

Insgesamt will Russland in der Nacht 456 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört haben. Die Angriffe hätten sich gegen rund 15 russische Regionen und die annektierte Halbinsel Krim gerichtet, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

Selenskyj rechnet mit bis zu 50.000 nordkoreanischen Soldaten in Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vermutet, dass Russland weit mehr Truppen aus Nordkorea als Unterstützung für seinen Angriffskrieg bekommt als bisher angenommen. »Nun wurde die Entscheidung getroffen, 30.000 bis 50.000 Nordkoreaner auf russischem Territorium einzusetzen«, schrieb Selenskyj auf X. Seine Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Für die Unterstützung werde Nordkorea von Russland »Lizenzen und alle möglichen militärischen Mittel bekommen«, schrieb Selenskyj weiter. Im Juli hatte er unter Berufung auf Geheimdienstberichte noch von 30.000 weiteren nordkoreanischen Soldaten gesprochen.

Ukraine meldet fünf Verletzte nach Angriff auf Sumy

Bei russischen Bombenangriffen auf die nordukrainische Stadt Sumy wurden örtlichen Behörden zufolge in der Nacht mindestens fünf Menschen verletzt. Mehrere Wohngebiete seien beschädigt, schreibt der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow auf Telegram.

Selenskyj kündigt Vergeltung für Angriff auf Odessa an

Der jüngste russische Großangriff auf die Region um die ukrainische Küstenstadt Odessa hat in der Nacht zum Sonntag einen weitreichenden Stromausfall verursacht. »Am Morgen waren mehr als 300.000 Haushalte in Odessa und der Region ohne Strom; mittlerweile ist ein Drittel wieder mit Strom versorgt«, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung und zur Beseitigung der Schäden dauerten an.

Bei dem Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen waren mindestens sechs Menschen verletzt worden. Das russische Militär bekannte sich am Abend zu der Attacke auf Odessa. Bei dem Luftangriff seien ein Heizkraftwerk sowie sieben Umspannwerke getroffen worden, teilte das Verteidigungsministerium nach Angaben der Staatsagentur Tass mit.

Selenskyj kündigte Vergeltung an: Die Ukraine habe »angemessene Antworten« für jeden russischen Angriff parat. Der Krieg werde »für alle Russen zu Hause« immer spürbarer werden. Die Ukraine werde weiterhin die russische Erdölindustrie und andere Infrastruktur angreifen.

Zwei Tote nach russischen Angriffen in der Ukraine

Bei einem russischen Angriff auf Charkiw ist nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch gestorben. Weitere 37 Menschen seien bei der Attacke verletzt worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow mit.

In der Region Saporischschja starb ein Feuerwehrmann bei russischem Beschuss. Der Mann hatte mit Kollegen nach einem nächtlichen Artillerieangriff in den Trümmern nach möglichen Toten gesucht, als der Trupp unter erneuten Beschuss geriet, wie Innenminister Iwan Wychiwskyj mitteilte.

WHO-Hilfslager in der Ukraine zerstört

Nach Angaben des Generaldirektors der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, haben russische Angriffe am Freitag ein Logistiklager für humanitäre Hilfsgüter in Dnipro zerstört. Das teilte der WHO-Chef auf X mit.

Ein WHO-Mitarbeiter und ein Fahrer seien vor Ort gewesen, um Hilfsgüter aus dem Lager zu bringen. Das Team konnte Ghebreyesus zufolge 130 der rund 300 Paletten evakuieren und das Gebiet noch vor dem Angriff verlassen. Verletzte gebe es nicht.

In dem Lager befanden demnach medizinische Hilfsgüter für Gesundheitseinrichtungen in frontnahen Gebieten, vor allem Notfallausrüstung der WHO. Tedros forderte, Angriffe auf die medizinische Infrastruktur zu stoppen.

Russland meldet Einnahme von zwei Dörfern in Region Donezk

Russland hat nach eigenen Angaben die Ortschaften Wasjutynske und Torezk in der ostukrainischen Region Donezk eingenommen. Dies meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine will US-Waffen in der Türkei kaufen

Die Ukraine will in der Türkei Artilleriewaffen aus US-Produktion im Wert von 245 Millionen Euro kaufen. Dazu gehören laut einer Mitteilung des US-Außenministeriums 70 Kurzstreckenraketen vom Typ ATACMS in einer Version mit 165 Kilometern Reichweite. Gekauft werden sollen außerdem zwölf Mehrfachraketenwerfer, mehr als 2.500 Artillerieraketen und 47.000 Artilleriegranaten.

Die US-Regierung befürwortet das Geschäft, wie aus der Mitteilung an den Kongress hervorgeht. Es gilt demnach als genehmigt, wenn die Parlamentskammern Senat und Repräsentantenhaus nicht innerhalb von 30 Tagen widersprechen.

Russland hat zwei Ölanlagen in der ukrainischen Region Sumy angegriffen

Russland hat in der Nacht zwei Ölraffinerien in der nordostukrainischen Region Sumy angegriffen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA berichtete, der Angriff habe sich gegen Anlagen zur Ölproduktion im Bezirk Ochtyrka in der Region Sumy gerichtet.

Die Berichte können nicht unabhängig überprüft werden.

Russland hat ukrainische Hafeninfrastruktur im Schwarzen Meer angegriffen

Russische Streitkräfte haben nach russischen Angaben in der Nacht Treibstofflager in den ukrainischen Häfen von Odessa und Tschornomorsk sowie in nahegelegenen Ortschaften angegriffen. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Die Häfen seien für die Versorgung des ukrainischen Militärs genutzt worden.

Bei dem Angriff auf Odessa wurden nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj acht Menschen verletzt. Selenskyi sprach von einem "Krieg gegen die weltweite Ernährungssicherheit". Von Odessa aus werden viele der umfangreichen Agrarexporte der Ukraine verschifft.

Tote und Verletzte bei ukrainischem Angriff auf russische Grenzstadt Belgorod

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die grenznahe russische Großstadt Belgorod sind nach Angaben lokaler, russischer Behörden drei Menschen getötet und mindestens 25 Menschen verletzt worden. Dies teilte der Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, auf Telegram mit. Vier Wohnblocks seien beschädigt worden. Bilder in sozialen Netzwerken deuten auf mehrere Brände in der Stadt hin.

Belgorod liegt etwa 30 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Die Stadt ist ein logistischer Knotenpunkt für das russische Militär. Über die Stadt werden russische Truppen versorgt, die in der ukrainischen Großstadt Charkiw und im Industriegebiet Donbass angreifen. Belgorod wurde daher in der Vergangenheit wiederholt angegriffen. Die Angriffe betreffen auch die Energieversorgung und andere zivile Objekte.

Türkei fordert Ende der Angriffe im Schwarzen Meer

Nach mehreren Angriffen auf Handelsschiffe hat die Türkei von Russland und der Ukraine einen vorläufigen Stopp der Angriffe im Schwarzen Meer gefordert. Der türkische Außenminister Hakan Fidan forderte in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu »die Einrichtung eines Mechanismus, um die Vereinbarung eines Moratoriums zu ermöglichen«.

»Der Konflikt hat sich auf das gesamte Schwarze Meer ausgeweitet«, sagte Fidan. Das Ziel der Angriffe seien erst Häfen und Kriegsschiffe gewesen, mittlerweile würden »ohne Unterschied« auch Handelsschiffe angegriffen. Auch türkische Schiffe und Schiffe unter türkischer Flagge seien schon betroffen gewesen.

Rund 400 Russen laut Bericht seit Kriegsbeginn aus Deutschland abgeschoben

Seit Beginn des Krieges hat Deutschland insgesamt rund 400 russische Staatsbürger des Landes verwiesen. Das berichtete die Bild am Sonntag unter Berufung auf Informationen des Außen- und Innenministeriums. Demnach wies die Bundesregierung seit Februar 2022 mehr als 80 russische Diplomaten aus.

Die letzte Ausweisung erfolgte laut Bild am Sonntag im Januar 2026. Zusätzlich seien den Angaben aus dem Auswärtigen Amt zufolge zwischen dem 1. Februar 2022 und 30. Juni 2026 insgesamt 313 russische Staatsbürger abgeschoben worden.

Ukrainisches Militär bestätigt Angriff auf Ölraffinerien

Sowohl in der südrussischen Region Krasnodar als auch in Samara hat das ukrainische Militär mit Drohnenangriffen zwei Ölraffinerien getroffen. In der Region Krasnodar wurde die Ölraffinerie Ilski laut Angaben des Generalstabs »direkt getroffen«, wodurch auf dem Werksgelände ein Brand ausbrach. Den Angaben zufolge verfügt die Raffinerie über sechs Verarbeitungsanlagen mit einer Gesamtkapazität von etwa 6,6 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr.

Auch die Ölraffinerie Sysran sei direkt getroffen worden. »Die Anlage ist einer der wichtigsten Standorte der Ölraffinerieindustrie in der Region Samara und liefert insbesondere Treibstoff zur Deckung des Bedarfs der russischen Streitkräfte«, teilte der Generalstab auf Telegram mit.

Zuvor hatte Russland Angriffe auf beide Raffinerien gemeldet.

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  • Kongress entscheidet über US-Waffengeschäft über die Türkei.

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أسئلة مفتوحة

  • Wie stark werden sich die Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Winter auswirken?
  • Werden die geplanten Waffenkäufe der Ukraine über die Türkei wie genehmigt abgewickelt?

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This article was originally published by Die Zeit.

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