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Mecklenburg-Vorpommern startet neues Unterrichtsangebot «Lebenspraxis»
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Die Zeit19.05.2026Education2 dk okumaGermany

Mecklenburg-Vorpommern startet neues Unterrichtsangebot «Lebenspraxis»

نظرة سريعة

  • Mecklenburg-Vorpommern führt ab dem Schuljahr 2026/27 das Unterrichtsangebot «Lebenspraxis» an allen Grundschulen ein.
  • Ziel ist die Vermittlung praktischer Alltagsfähigkeiten.
  • Ein Lehrerverband kritisiert, dass dies keine neuen Inhalte seien und die Elternverantwortung nicht ersetzt werden dürfe.

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Mecklenburg-Vorpommern startet mit Beginn des neuen Schuljahres 2026/2027 ein neues Unterrichtsangebot namens «Lebenspraxis» an allen Grundschulen. Ziel ist es, Kindern praxisnah den Umgang mit alltäglichen Dingen beizubringen. Das Angebot befindet sich seit Januar in einer Modellphase an sechs Schulen.

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An allen Grundschulen in Mecklenburg-Vorpommern startet mit Beginn des neuen Schuljahres 2026/2027 ein neues Unterrichtsangebot mit dem Namen «Lebenspraxis». Hier sollen die Mädchen und Jungen nach Angaben des Bildungsministeriums praxisnah den Umgang mit alltäglichen Dingen lernen. Das Angebot befindet sich seit Januar an sechs Grundschulen in einer Modellphase.

Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) besuchte eine von ihnen in Wismar. «Es ist schön zu sehen, wie das Unterrichtsangebot umgesetzt wird. Lebenspraktischer Unterricht fördert Selbstständigkeit und Eigenverantwortung und trägt dazu bei, dass Kinder ihren Alltag eigenständig bestreiten können», betonte sie an der Grundschule «Friedenshof».

Nach Oldenburgs Worten sollen in dem neuen Angebot Fragen aufgegriffen werden wie zum Beispiel «Warum wackeln meine Zähne?», «Welche Zutaten brauche ich, wenn ich einen Geburtstagskuchen für meine Eltern oder Freunde backen möchte?» oder «Wie komme ich mit meinem Taschengeld zurecht?».

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in MV sieht in dem künftigen Unterrichtsangebot indes keinen neuen Ansatz. Die Inhalte seien schon immer Teil des Unterrichts, vor allem in Grundschulen, aber auch in weiterführenden Schulen und das in den unterschiedlichsten Formen. «Es ist also damit eigentlich nichts Neues, was man hier festschreibt, beziehungsweise wo man Themen vorgibt», sagte VBE-Landesvorsitzender Michael Blanck der Deutschen Presse-Agentur.

Bleibt Aufgabe des Elternhauses

Das Angebot kann laut Ministerium zwei- bis dreimal pro Schuljahr im Rahmen des regulären Unterrichts, in Form eines Projekts, eines Projekttags, eines Umwelttags oder einer Schulwanderung umgesetzt werden. Modellschulen sind derzeit neben der Grundschule «Friedenshof» in Wismar, die regionale Schule mit Grundschule «Schule am See» in Satow, die Grundschule «G. F. Kersting» in Güstrow, die Grundschule «Dr. Theodor Neubauer» in Grimmen, die Grundschule «Am See» in Löcknitz und die Grundschule Süd in Neubrandenburg.

Blanck betonte, es sei grundsätzlich richtig, Themen aus dem täglichen Leben entsprechend des Alters der Schülerinnen und Schüler in den Schulen zu behandeln. «Aber wir dürfen dadurch nicht irgendwie auf eine Art und Weise suggerieren, dass wir die komplette Verantwortung der Eltern übernehmen. Denn es sind ja auch Themen, die ins Elternhaus gehören, die natürlich in der Schule weitergeführt werden.» Aber es sei und bleibe zuerst Aufgabe der Eltern.

«Ohne Moos nichts los»

Das Ministerium hatte im April verschiedene Themenbereiche für das Angebot genannt, darunter auch «Ohne Moos nichts los», wo die Kinder den richtigen Umgang mit Geld lernen oder «Bunt und gesund», wo sich alles um eine gesunde Ernährung dreht und Kinder gemeinsam kochen können. Im Themenfeld «Hör zu» seien Projekte zum Umgang mit Gefühlen und Emotionen wie Wut und Trauer sowie Übungen zur Stressbewältigung möglich.

أسئلة مفتوحة

  • Wie wird die Umsetzung des Angebots an allen Schulen sichergestellt?
  • Welche konkreten Schulungsmaterialien werden für Lehrkräfte zur Verfügung gestellt?
  • Wie wird der Erfolg des Angebots evaluiert?
  • Wie wird sichergestellt, dass die Elternverantwortung nicht untergraben wird?

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This article was originally published by Die Zeit.

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