Merz äußert sich zu Spahns Rücktritt nach Leihmutterschafts-Kontroverse
Merz gesteht, die Empörungswelle unterschätzt zu haben und bestätigt mangelnden Rückhalt für Spahn in der Union.
نظرة سريعة
- Friedrich Merz äußert sich zum Rücktritt von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender der Union.
- Spahns Entscheidung, Vater durch Leihmutterschaft zu werden, löste eine Empörungswelle aus.
- Merz räumte ein, die Reaktion unterschätzt zu haben, und bestätigte mangelnden Rückhalt für Spahn.
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لماذا يهم
Jens Spahn trat als Fraktionsvorsitzender der Union zurück, nachdem seine Entscheidung, mithilfe einer Leihmutter in den USA Vater zu werden, eine Welle der Empörung ausgelöst hatte.
Merz nahm in dem Interview auch zu den Umständen des Spahn-Rücktritts Stellung. Auf die Frage, was ihm durch den Kopf gegangen sei, als Spahn ihm vor eineinhalb Wochen zum ersten Mal erzählt habe, dass er mithilfe einer Leihmutter in den USA Vater werde, sagte Merz: „Zunächst einmal das Wohl des Kindes.“ Er habe dem Kind viel Glück gewünscht und sich zu Spahn gedacht: „Na ja, hoffentlich geht er kommunikativ damit gut um und erklärt es gut.“ Er sei aber Spahns Wunsch gefolgt und habe ihm die Kommunikation überlassen.
Mit der Empörungswelle, die dann entstand, habe er „zumindest nicht in diesem Umfang“ gerechnet, gestand Merz ein. Dass die Welle gegen Spahn so groß geworden sei, „hatte wahrscheinlich auch was mit seiner Person zu tun und auch mit der Kommunikation“. Da habe es dann „ziemlich viel Empörung gegeben“. Auf die Frage, ob ihm klar gewesen sei, was für einen Schaden Spahns Verhalten für die Glaubwürdigkeit der Union verursachen könne, antwortete der Kanzler: „Mir ist das gestern im Laufe des Tages überdeutlich geworden und deswegen haben wir dann ja auch gehandelt.“
Am Samstag hatte Merz Spahn mitgeteilt, dass es in den Landesverbänden keinen Rückhalt mehr für ihn geben würde und dass auch er, der Kanzler, das so sehe. Kurz darauf ist Spahn als Fraktionsvorsitzender zurückgetreten.
Auf die Frage, ob er Spahn nicht gefragt habe, wie es sein konnte, dass er sich vor gut zwei Monaten noch als Fraktionsvorsitzender hat wiederwählen lassen, ohne anzusprechen, dass er mithilfe einer Leihmutter Vater werde, sagte Merz: „Wir hatten ja alle kaum Gelegenheit, mit ihm darüber zu sprechen.“ Und Spahn habe ja auch die Partei und die Fraktion „erst sehr, sehr spät“ über das alles informiert. „Wenn wir Zeit gehabt hätten, hätten wir das in Ruhe besprechen können – aber die Zeit hatten wir nicht.“ Auf die Frage, ob er sich von Spahn nicht ein bisschen hintergangen fühle, sagte Merz, das wolle er „jetzt hier nicht öffentlich bewerten, aber der Vorgang als solcher ist abgeschlossen. Er ist zurückgetreten. Wir akzeptieren und respektieren das.“ Er respektiere auch die wichtige Arbeit, die Spahn als Fraktionschef geleistet habe. „Die Reformen der letzten Wochen tragen mit seine Handschrift.“
Über die Nachfolge Spahns werde man in den Parteigremien in den nächsten Tagen sprechen, sagte Merz. „Und wir werden relativ bald einen Vorschlag machen. Aber es drängt uns jetzt die Zeit nicht.“ Das Vorschlagsrecht für den Fraktionsvorsitzenden liegt bei den Parteivorsitzenden von CDU und CSU, also bei Merz und bei Markus Söder. Bis zur Neuwahl führt CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann die Fraktion.
Spahn hatte am Samstag in einem Brief an die Unionsabgeordneten seinen Rücktritt erklärt. „Mir ist in diesen letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt“, schrieb Spahn. Denn der Spagat zwischen seiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an ihn als Fraktionschef sei größer geworden, als er es erwartet habe.
ما الذي يجب مراقبته
توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق
Die Parteigremien werden in den nächsten Tagen über Spahns Nachfolge sprechen und bald einen Vorschlag machen.
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أسئلة مفتوحة
- Wer wird Spahns Nachfolger als Fraktionsvorsitzender?
- Wie wird die Union die Leihmutterschaftsdebatte intern weiterführen?





