Meta plant massiven Stellenabbau und führt KI-Überwachung am Arbeitsplatz ein
Der Tech-Riese will 8000 Mitarbeiter entlassen und 6000 offene Stellen streichen, während ein neues Tool das Nutzerverhalten für KI-Training aufzeichnet.
نظرة سريعة
- Meta plant den Abbau von 8000 Stellen und die Streichung von 6000 offenen Positionen, um KI-Investitionen zu finanzieren.
- Gleichzeitig sorgt ein neues Tracking-Tool, das Mausbewegungen und Tastenanschläge aufzeichnet, für massive Unruhe unter der Belegschaft.
ملخص مُنشأ بالذكاء الاصطناعي
لماذا يهم
Meta investiert massiv in KI-Infrastruktur und strebt eine 'KI-native' Unternehmenskultur an, was zu strukturellen Veränderungen und Personalabbau führt.
Die Stimmung der Angestellten beim Plattform-Riesen Meta ist auf einem historischen Tiefpunkt. Im Mai sollen wegen hoher KI-Kosten 8000 Kündigungen ausgesprochen und 6000 neue Jobs gestrichen werden. Zugleich beobachtet ein neues Tool jede Handbewegung am Arbeitsplatz.
Meta dünnt seine Belegschaft aus. Wie aus einem internen Memo hervorgeht, will sich Meta Platforms im Mai von 10 Prozent der Belegschaft trennen, was rund 8000 Mitarbeitern entspricht. Das Unternehmen strebt eine Verschlankung seiner Betriebsabläufe an. Zudem sollen massive Investitionen in Künstliche Intelligenz finanziert werden.
In dem an die Mitarbeiter gesendeten Memo, in das das „Wall Street Journal“ Einblick hatte, erklärte Personalchefin Janelle Gale, die Kürzungen seien notwendig. Sie sollten es dem Unternehmen ermöglichen, effizienter zu arbeiten und seine Investitionen zu kompensieren. Es sei nicht einfach und bedeute, dass man sich von Mitarbeitern trennen müsse, die einen bedeutenden Beitrag für Meta geleistet hätten, so Gale. Das Unternehmen teilte laut dem Memo zudem mit, es werde Pläne zur Besetzung von 6000 offenen Stellen streichen. Die betroffenen Mitarbeiter werden am 20. Mai benachrichtigt. Ein Meta-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.
Zugleich gewährt Meta Platforms gerade einen Einblick, wie die Zukunft der Arbeit nach Ansicht des Unternehmens aussehen wird: Man trainiert und überwacht Systeme der künstlichen Intelligenz, damit diese die eigene bisherige Arbeit erledigen. Und das gilt nur, wenn man überhaupt noch einen Arbeitsplatz hat. Das Social-Media-Unternehmen ist selbst für die Verhältnisse des Silicon Valley ungewöhnlich aggressiv vorgegangen, um KI in die Arbeitsabläufe seiner Mitarbeiter zu integrieren und seine Betriebsabläufe damit zu rationalisieren und zu beschleunigen.
Bereits in diesem Jahr hat das Unternehmen damit begonnen, Mitarbeiter in Leistungsbeurteilungen nach ihrer KI-Nutzung zu bewerten, extrem flache Teams mit fast keinen Managern geschaffen und mit der Entwicklung eines sogenannten CEO-Agenten begonnen, der Chief Executive Officer Mark Zuckerberg bei seiner Arbeit unterstützen soll. Zuckerberg und seine Führungskräfte haben wiederholt betont, wie KI es kleinen Teams ermöglicht, die Arbeit von großen zu erledigen und dabei schneller voranzukommen.
Anfang der Woche wurden die Mitarbeiter in einem internen Memo über ein neues Software-Tool informiert, das ihre Tastenanschläge, Mausbewegungen und Klickpositionen aufzeichnen würde, um "der nächsten Generation unserer KI-Modelle die Nutzung von Computern beizubringen." In einem separaten Memo erklärte Metas Technologiechef Andrew Bosworth, das Unternehmen arbeite auf eine Vision hin, in der KI-Agenten die Arbeit hauptsächlich erledigen. "Unsere Rolle ist es, sie anzuleiten, zu überprüfen und ihnen zu helfen, sich zu verbessern", sagte er.
All dies ist Teil der Pläne des Technologiekonzerns, "KI-nativ" zu werden und die Arbeitsweise seiner Teams und Mitarbeiter zu verändern. Das Unternehmen will in diesem Jahr bis zu 135 Milliarden US-Dollar in die KI-Infrastruktur investieren und eine sogenannte persönliche Superintelligenz für seine 3,5 Milliarden täglichen Nutzer aufbauen. Diese Schritte haben bei einigen Mitarbeitern Ängste ausgelöst und die Frage aufgeworfen: Helfe ich gerade dabei, meinen eigenen Job wegzurationalisieren?
Der Personalabbau bei Meta folgt auf Entlassungsankündigungen bei anderen Technologieunternehmen wie Amazon.com, Snap, Block und Oracle. Die Unternehmen haben unterschiedliche Begründungen für den Stellenabbau geliefert. Block war das einzige Unternehmen, das die Kürzungen direkt mit KI in Verbindung brachte: "Wir sehen bereits, dass die von uns geschaffenen und genutzten Intelligenz-Tools, gepaart mit kleineren und flacheren Teams, eine neue Arbeitsweise ermöglichen, die die Art und Weise, wie man ein Unternehmen aufbaut und führt, grundlegend verändert", schrieb CEO Jack Dorsey in einem Beitrag auf X.
Das interne Memo über Metas neue Tracking-Software ging in den sozialen Medien viral. Mehrere Mitarbeiter posteten Fragen und Beschwerden in einem internen Diskussionsforum von Meta. "Das ist mir super unangenehm. Wie können wir uns dagegen entscheiden?", lautet der am häufigsten bewertete Kommentar zu dem Beitrag. Allerdings gibt es keine Möglichkeit für Mitarbeiter, sich dagegen zu entscheiden.
Auf Blind, einer Website, auf der verifizierte Mitarbeiter anonym über ihre Arbeitgeber posten und diese bewerten können, verglich ein Nutzer die Nachverfolgung mit sogenannter Bossware. "Was kommt als Nächstes? Chips in unsere Gehirne implantieren, um unsere Gedanken zu lesen? Wie hängt das absolut nicht mit den bevorstehenden Entlassungen zusammen?", schrieb der Nutzer.
Meta teilte mit, das neue Tracking-Tool solle den Meta Superintelligence Labs dabei helfen, ihren Modellen grundlegende Computerkenntnisse beizubringen. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, dass die Daten für keinen anderen Zweck verwendet würden und dass es Schutzmaßnahmen für sensible Inhalte gebe. Sie würden nicht für Leistungsbeurteilungen verwendet und Manager könnten nicht darauf zugreifen, fügte er hinzu.
Laut der Analyse von Blind ist die Stimmung unter den Angestellten des Unternehmens auf dem negativsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Jahr 2024 waren rund 20 Prozent der Beiträge über Meta auf Blind negativ. In diesem Jahr ist diese Zahl auf über 80 Prozent gestiegen. Metas Personalchefin Gale räumte ein, die Ankündigung von Entlassungen einen Monat vor der Benachrichtigung der betroffenen Mitarbeiter sei "unglaublich beunruhigend", aber notwendig gewesen, um auf durchgesickerte Informationen zu reagieren.
ما الذي يجب مراقبته
توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق
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Die Fluktuation bei Meta wird aufgrund der niedrigen Stimmung weiter zunehmen.
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أسئلة مفتوحة
- Wie genau werden die 8000 Stellen ausgewählt?
- Welche langfristigen Auswirkungen hat die Überwachung auf die Mitarbeiterbindung?



