عاجل
ARالقيادة المركزية الأمريكية تستهدف مواقع إيرانية والحرس الثوري يرد بضرب مواقع أمريكيةFRNouvelles hostilités entre Washington et Téhéran : l'Iran dit avoir frappé des bases américaines au Koweït et à BahreïnDEMehrfamilienhaus in Weddingstedt brennt – Keine Verletzten nach ersten ErkenntnissenRUРабочие появились в аварийном небоскребе в Нью-Йорке, где деформировалась конструкцияJP米軍、イランに「強力な攻撃」=報復、ホルムズ海峡巡り緊迫DEIran und USA einigen sich auf Waffenruhe nach Tod von Ajatollah ChameneiARربع النهائي: 8 منتخبات تتنافس على 4 مقاعد في نصف النهائيJP警視庁巡査部長、賭博店への情報漏洩容疑で逮捕RUTrump Rebuffs Netanyahu's Call Not to Sell F-35 Jets to TürkiyeRUВо Владивостоке допросили подозреваемого по делу об истязании девушкиARالقيادة المركزية الأمريكية تستهدف مواقع إيرانية والحرس الثوري يرد بضرب مواقع أمريكيةFRNouvelles hostilités entre Washington et Téhéran : l'Iran dit avoir frappé des bases américaines au Koweït et à BahreïnDEMehrfamilienhaus in Weddingstedt brennt – Keine Verletzten nach ersten ErkenntnissenRUРабочие появились в аварийном небоскребе в Нью-Йорке, где деформировалась конструкцияJP米軍、イランに「強力な攻撃」=報復、ホルムズ海峡巡り緊迫DEIran und USA einigen sich auf Waffenruhe nach Tod von Ajatollah ChameneiARربع النهائي: 8 منتخبات تتنافس على 4 مقاعد في نصف النهائيJP警視庁巡査部長、賭博店への情報漏洩容疑で逮捕RUTrump Rebuffs Netanyahu's Call Not to Sell F-35 Jets to TürkiyeRUВо Владивостоке допросили подозреваемого по делу об истязании девушки
Newsgather
BackPro Sieben Sat 1: Marco Giordani setzt auf Entertainment und Kostensenkung
Pro Sieben Sat 1: Marco Giordani setzt auf Entertainment und Kostensenkung
خبر
Handelsblatt19.05.2026Business9 dk okumaGermany

Pro Sieben Sat 1: Marco Giordani setzt auf Entertainment und Kostensenkung

نظرة سريعة

  • Marco Giordani, neuer Chef von Pro Sieben Sat 1, will den Fokus auf Entertainment legen und Kosten senken.
  • "Alle Beteiligungen können potenziell verkauft werden", kündigt er an, um das Unternehmen profitabler zu machen.

ملخص مُنشأ بالذكاء الاصطناعي

لماذا يهم

Marco Giordani, formerly of MFE (the Berlusconi family's media group and new majority owner), took over as CEO of Pro Sieben Sat 1 six months ago. The company has been building up non-core holdings alongside its TV business, facing declining ad revenues and competition from international streaming services.

حجم الخط

Marco Giordani will Pro Sieben Sat 1 auf Entertainment fokussieren und Kosten senken. Dafür stehen alle Beteiligungen des Medienhauses zum Verkauf – bis auf eine entscheidende. Anna Westkämper 19.05.2026 - 07:52 Uhr Artikel anhören

Von Italien nach Unterföhring: Der ehemalige MFE-Manager Marco Giordani leitet Pro Sieben Sat 1. Foto: P7S1/Marina Geckeler

Unterföhring. Seit sechs Monaten führt Marco Giordani Pro Sieben Sat 1. Sein Start fiel in eine Phase, in der viele genau auf den TV-Sender schauten: Denn Giordani kommt vom neuen Mehrheitseigner Media for Europe (MFE), dem Medienkonzern der Berlusconi-Familie. In Unterföhring stellte sich damit von Beginn an die Frage, wie viel Eigenständigkeit Pro Sieben Sat 1 noch bleibt.

In seinem ersten Interview als Vorstandschef weist Giordani dem Handelsblatt gegenüber den Eindruck zurück, die wichtigen Entscheidungen würden künftig in Italien fallen. „Die Kontrolle liegt komplett bei uns“, sagt er. Auch auf die journalistische Arbeit gebe es keinerlei Einflussnahme durch MFE. Pro Sieben Sat 1 sei und bleibe „ein deutsches Medienhaus“. Operativ aber beginnt unter Giordani ein deutlicher Umbau.

Jahrelang hatte Pro Sieben Sat 1 neben dem TV-Geschäft Beteiligungen aufgebaut, von der Onlineparfümerie Flaconi über Datingportale bis zum Erlebnisgeschäft Jochen Schweizer Mydays. Giordani stellt nun fast alles infrage, was nicht zum Kerngeschäft gehört. „Alle Beteiligungen können potenziell verkauft werden“, sagt er. Ihm schwebt ein kleineres, aber deutlich profitableres Unternehmen vor, nur eine Beteiligung ist von den Verkaufsplänen ausgespart. Im Interview sagt der neue Manager auch, wie er Kostensenkungen ohne Stellenabbau durchführen will.

Lesen Sie hier das Gespräch mit Marco Giordani

Herr Giordani, Sie sind seit einem halben Jahr Vorstandschef bei Pro Sieben Sat 1. Sie kommen vom neuen Mehrheitseigner Media For Europe (MFE) der Berlusconi-Familie. Wer hat seitdem in Unterföhring das Sagen: das Management von Pro Sieben Sat 1 oder MFE?

Die Kontrolle liegt komplett bei uns, also dem Management von Pro Sieben Sat 1. Das gesamte Führungsteam und ich entscheiden über unsere Strategie. Wir sind, was das angeht, vollständig autonom. Natürlich haben wir einen Aufsichtsrat, in dem Entscheidungen getroffen werden. Aber in Bezug auf unsere Unabhängigkeit gibt es keine Einschränkungen.

Das gilt auch für die redaktionelle Unabhängigkeit?

Dort sogar noch mehr. Es gibt keinerlei Vorgaben oder Einflussnahme auf die journalistische Arbeit von Pro Sieben Sat 1 durch MFE. Auch ich nehme keinen Einfluss darauf. Es gelten die Entscheidungen unserer Chefredaktion und ich stehe hinter den Entscheidungen unseres hervorragenden Teams.

MFE-Chef Pier Silvio Berlusconi: Sohn des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi steuert den Senderverbund. Foto: picture alliance/dpa

Ist Pro Sieben Sat 1 noch ein deutsches Medienunternehmen oder nur noch ein deutscher Baustein innerhalb eines europäischen Konglomerats?

Wir sind und bleiben ein deutsches Medienhaus. Das gilt vor allem für die Inhalte, denn sie richten sich an ein lokales Publikum. Aber wir werden natürlich versuchen, die neue Größe des MFE-Verbundes um uns herum zu nutzen. Wir können technologisch stark zusammenarbeiten, etwa bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz. Auch beim Kauf von Verbreitungsrechten können sich Synergien ergeben. Um im Markt relevant zu bleiben, müssen wir aber weiterhin den lokalen Geschmack treffen.

Wie war der Start für Sie persönlich? In Teilen der Pro-Sieben-Sat-1-Belegschaft gab es große Vorbehalte der MFE und ihrem Management gegenüber.

Natürlich war mein Start von einigen Unsicherheiten in der Belegschaft begleitet, was ich gut verstehen kann. Ich habe ein sehr offenes Team angetroffen, das viel vorantreiben will. Wir haben uns schnell aufeinander eingespielt und arbeiten konstruktiv zusammen. Nach sechs Monaten gibt es nun aus meiner Sicht in der Belegschaft ein starkes Verantwortungsgefühl für die eigenen Aufgaben.

Vita Marco Giordani

Der Italiener Marco Giordani (geboren 1961) ist seit Oktober Vorstandsvorsitzender bei Pro Sieben Sat 1. Er kommt vom Medienkonzern Media for Europe (MFE) und gilt als Vertrauter der Berlusconi-Familie. Die MFE ist der Medienkonzern, den der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi gründete. Giordani ist seit dem Jahr 2000 als Finanzvorstand der Gruppe tätig. Er studierte Betriebswirtschaft in Mailand.

Die Pro Sieben Sat 1 Media SE ist neben RTL die wichtigste private TV-Sendergruppe in Deutschland. Neben Pro Sieben und Sat 1 gehören zur Sendergruppe auch Kanäle wie Kabel Eins oder Sixx. Der hauseigene Streamingdienst Joyn bietet seine Inhalte größtenteils kostenlos an. Neben dem Entertainment-Geschäft ist Pro Sieben allerdings auch in anderen Sparten aktiv. Zum Konzern gehören die Datingplattform Parship, der Erlebnisanbieter Jochen Schweizer Mydays und die Online-Parfümerie Flaconi. Wie die meisten TV-Sender leidet Pro Sieben unter sinkenden Werbeerlösen und der Abwanderung zu internationalen Streamingdienstleistern.

MFE hält nun 75,61 Prozent an der Sendergruppe. Wird Pro Sieben Sat 1 in den nächsten ein bis zwei Jahren von der Börse genommen?

Das ist eine Entscheidung, die der Mehrheitseigner jederzeit treffen kann. Aber soweit ich weiß, ist das aktuell nicht geplant.

Der europäische Medienmarkt konsolidiert sich zunehmend. Ist das die einzige Möglichkeit, um gegen die Konkurrenz der internationalen Plattformen und Streamingdienstleister zu bestehen?

Die Größe eines Medienunternehmens wird entscheidend sein – zumindest wenn man ein Massenmedium bleiben will. Durch die technologischen Fortschritte müssen wir viel mehr investieren. Diese Summen können nur große Unternehmen aufwenden. Dazu kommt, dass der Verkauf von Werbezeiten über mehrere Länder skalierbar ist.

Sie meinen, Anzeigenkunden haben ein größeres Interesse, ihre Werbung bei einem großen Medienkonzern zu schalten.

Ja. Wenn Unternehmen Werbung bei Facebook oder Youtube schalten wollen, müssen sie dafür nur einen Vertrag abschließen, und die Werbung kann auf der ganzen Welt ausgespielt werden. Traditionelle Medien sind deutlich fragmentierter, was den Aufwand für Anzeigenkunden stark erhöht. Wir werden für Werbekunden interessanter, wenn wir die Werbeausspielung vereinheitlichen und über mehrere Märkte hinweg verbreiten können.

Auch im deutschen Markt gibt es eine große Konsolidierung, der Kauf von Sky Deutschland durch RTL wurde genehmigt. Bringt es Sie unter Zugzwang, wenn der Konkurrent aus Köln noch größer wird?

Ich beglückwünsche die Kollegen zum Abschluss des Deals. Uns bei Pro Sieben Sat 1 wird das allerdings wenig betreffen. RTL und Sky fokussieren sich zunehmend auf Abomodelle, bei denen sie in Konkurrenz zu Playern wie Amazon Prime, Netflix oder Disney Plus gehen. Wir haben zwar auch ein Abogeschäft, aber wir konzentrieren uns stärker auf den Ausbau unserer eigenen Reichweite und die zusätzliche Verbreitung unserer Inhalte auf Plattformen wie Youtube oder Tiktok. Künftig werden wir also weniger konkurrieren, als es in der Vergangenheit der Fall war.

Medien

RTL-Chef zu Sky-Übernahme: „15 Millionen Abonnenten sind möglich“

Warum werden Sie dadurch attraktiver für Werbekunden? Die Werbegelder landen doch dann erst recht bei den internationalen Plattformen und nicht bei Ihnen.

Wir wollen die Werbetreibenden mit unseren Inhalten dorthin mitnehmen, wo das Publikum ist. Wenn wir die Reichweite über die verschiedenen Plattformen hinweg messen, können wir den Werbetreibenden transparenter zeigen, wie viele Menschen wir mit ihren Werbespots erreichen. Über diese Plattformen erreichen wir vor allem ein junges Publikum, das kein lineares Fernsehen mehr schaut.

Gibt es für Pro Sieben Sat 1 Übernahmekandidaten, an denen Sie interessiert sind?

Im deutschsprachigen Raum sind wir stark genug aufgestellt, wir brauchen hier kein weiteres Unternehmen. Die Synergien zwischen zwei Playern im gleichen Markt sind aus meiner Sicht nicht groß genug. Hier können zwar Kosten eingespart werden, aber es gibt keine starke Wachstumsperspektive. Im größeren MFE-Kontext wären deshalb eher andere europäische Player interessant.

Vosrtandschef Giordani: Fokus auf Profitabilität. Foto: P7S1/Marina Geckeler;

An welche Märkte denken Sie da?

Ein Zukauf in Frankreich wäre zum Beispiel denkbar. MFE ist aktuell in Italien, Spanien, Portugal und der DACH-Region vertreten, Frankreich fehlt also noch.

Dann könnten Sie der RTL-Gruppe doch den französischen Sender M6 abkaufen. RTL hat sein Verkaufsinteresse mehrfach bekundet.

M6 könnte interessant sein, ja. Aber das ist eine Entscheidung, die bei MFE getroffen wird.

Sie haben über Wachstum gesprochen. Davon war bei Pro Sieben Sat 1 zuletzt nichts zu sehen. 2025 sank der Umsatz um sechs Prozent, das bereinigte Ergebnis sogar um 28 Prozent. Wie wollen Sie das ändern?

2026 wird das Jahr sein, in dem wir unsere Profitabilität substanziell erhöhen werden. Das sehen wir bereits in den Ergebnissen des ersten Quartals. Das Marktumfeld bleibt weiterhin schwierig. Aber wir werden nicht auf externe Hilfe warten. Wir arbeiten an unserer finanziellen Disziplin und konnten die Kosten stärker senken als das, was wir an Umsatz eingebüßt haben. Dadurch werden wir profitabler.

Hat das alte Management von Pro Sieben Sat 1 sich zu wenig um die Profitabilität gekümmert?

Die Prioritäten waren einfach andere. Seit etwa 2010 ging es bei Pro Sieben Sat 1 vor allem darum, in einem Markt, der von Finanzinvestoren geprägt war, das Wachstum zu steigern. Dadurch ergab sich für das Unternehmen eine höhere Chance, weiterverkauft zu werden. Nun haben wir einen nachhaltigen Brancheninvestor, dem es nicht nur um das Wachstum, sondern vor allem um den Wert geht. Wer einfach wächst, ohne die Profitabilität zu erhöhen, schafft keinen nachhaltigen Wert.

Deshalb verkaufen Sie auch Ihre Beteiligungen, von Billiger-mietwagen bis zu Wetter.com?

Richtig. Wir fokussieren uns auf unser Kerngeschäft Entertainment. Wir sind darauf vorbereitet, ein kleineres Unternehmen zu werden – aber mit einer höheren Profitabilität. Und auch im Entertainment-Sektor sparen wir. Der Plan ist, 2026 die Kosten im Entertainment-Bereich um mindestens 130 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zu reduzieren, und ich bin optimistisch, dass wir sogar noch effizienter arbeiten werden.

Bedeutet diese Effizienz auch einen weiteren Stellenabbau? Im vergangenen Jahr lief bei Pro Sieben Sat 1 ein Sozialplan, über den 430 Vollzeitstellen gestrichen wurden.

Es ist kein weiteres Stellenabbauprogramm geplant. Ich sage dem Team offen, dass wir effizienter sein müssen. Aber wir sind nicht angetreten, um Geld zu sparen, sondern um zu wachsen. Ich möchte nicht mit weniger Leuten weniger tun, sondern mit unserer Mannschaft mehr erreichen.

Medien

Ein Berlusconi-Vertrauter optimiert künftig Pro Sieben Sat 1

Im vergangenen Jahr musste Pro Sieben Sat 1 gleich zweimal eine Gewinnwarnung herausgeben, die am Ende auch noch deutlich unterboten wurde. Warum sollten die Investoren Ihnen glauben, dass es in diesem Jahr anders ist?

Die Gewinnwarnungen waren noch nicht das Resultat der Arbeit des neuen Vorstandsteams. Wir fokussieren uns sehr stark auf die Steuerung von Profitabilität und den Cashflow. Deshalb bin ich überzeugt davon, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dies zeigt das erste Quartal: Wir haben alle relevanten Profitabilitätskennzahlen gesteigert.

Ihre Verschuldungsquote hat sich zum Ende des Jahres zwar verringert, liegt aber immer noch vergleichsweise hoch. Müssen Sie MFE oder andere Investoren nach frischem Kapital fragen, um den Umbau bei Pro Sieben Sat 1 bewerkstelligen zu können?

Wir müssen niemanden nach Geld fragen. Wir sind ein gestandenes Unternehmen, das auf eigenen Beinen steht. Unser Mehrheitseigentümer könnte uns helfen, aber wir sehen keinen Grund dafür, das in Anspruch zu nehmen.

Sie dünnen das Portfolio von Pro Sieben Sat 1 gerade massiv aus. Was steht noch auf der Verkaufsliste?

Wir entwickeln Pro Sieben Sat 1 zu einem fokussierten Entertainment-Powerhouse. Einige unserer Assets passen nicht zu dieser Strategie, und wir evaluieren fortwährend, in welchen Fällen ein anderer Eigentümer ins Spiel kommen könnte.

Joyn ist für uns kein alleinstehendes Geschäftsmodell, es ist eine von vielen Distributionsplattformen, die wir für unsere Inhalte nutzen.

Auch bei der Online-Parfümerie Flaconi?

Flaconi läuft sehr gut, und wir sehen hier weiteres Wachstumspotenzial. Daher haben wir keine Eile, Flaconi zu verkaufen, auch wenn es nicht zum Kerngeschäft gehört.

Alles andere steht aber auf der Kippe?

Alle anderen Beteiligungen können potenziell verkauft werden. Das wird nicht alles auf einmal passieren, zumal der Markt aktuell angespannt ist.

Einige Beteiligungen wie die Datingportale der Parship Meet Group oder das Geschäft mit Erlebnisgeschenken von Jochen Schweizer Mydays dürften Sie schwerlich losbekommen.

Parship Meet Group performt in seiner klassischen Partnervermittlungssparte gut. Das Unternehmen ist darüber hinaus auch noch im Video-Social-Dating aktiv, das nicht gut läuft. Dafür werden wir eine Lösung finden, da das Unternehmen aktuell mit zwei sehr verschiedenen Modellen arbeitet.

Also könnte eine Aufspaltung eine Option sein?

Optionen gibt es viele.

Und was ist mit dem Erlebnisgeschäft?

Das Geschäft passt einfach nicht gut zu Entertainment. Daher glauben wir auch, dass es für dieses Geschäft eine bessere Heimat geben könnte. Aber wir erwarten hier keinen kurzfristigen Verkauf.

Im Gegensatz zur Konkurrenz von RTL sehen Sie den hauseigenen Streamingdienst nicht als das tragende Geschäftsmodell für die Zukunft. Dabei schauen immer weniger Menschen lineares Fernsehen. Warum setzen Sie nicht mehr auf Ihren Streamingdienst Joyn?

Joyn ist für uns wichtig. Doch Joyn ist für uns kein alleinstehendes Geschäftsmodell, es ist eine von vielen Distributionsplattformen, die wir für unsere Inhalte nutzen. Am liebsten verbreiten wir unsere Inhalte auf Joyn. Wir vermarkten unseren Content aber auch bei Partnern wie Youtube. Wir sorgen natürlich dafür, dass die Nutzer auf Joyn die beste Erfahrung haben. Der Dienst soll wachsen, weil dort starke Inhalte laufen – aber nicht, weil wir Joyn in Konkurrenz zu Netflix und Amazon Prime aufbauen wollen. Das wäre finanziell nicht zu stemmen.

Das bedeutet, es gibt auch keine Pläne dazu, dass Joyn profitabel werden muss?

Der Gewinn und Verlust von Joyn ist für unser Unternehmen nicht entscheidend. Wir investieren hier in Distributionskosten. Zum Unternehmensergebnis müssen unsere Inhalte beitragen, Formate wie von Joko und Klaas oder Germany’s Next Topmodel.

ProSieben-Köpfe Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf: Wichtig für das Unternehmensergebnis. Foto: Joyn/Nadine Rupp

Sie haben angekündigt, mehr in eigene Formate zu investieren und weniger internationalen Content zu lizenzieren. Warum?

Über die Jahre wird der Anteil an lizenzierten Programmen

ما الذي يجب مراقبته

توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق

  • Pro Sieben Sat 1 will substantially increase its profitability in 2026.

    مرجح

  • Non-core assets of Pro Sieben Sat 1 will be sold.

    مرجح جداً · المدى المتوسط

  • Pro Sieben Sat 1 will focus on its core entertainment business.

    مرجح جداً · مستمر

أسئلة مفتوحة

  • Which specific non-core assets will be sold first?
  • What will be the exact impact of cost reductions on the workforce?
  • How will Pro Sieben Sat 1's content strategy evolve to compete with major streaming platforms?
  • What are the specific synergies expected from the MFE group?

مواضيع ذات صلة

This article was originally published by Handelsblatt.

أخبار ذات صلة

BASF-Finanzvorstand Elvermann zieht positive Bilanz zum China-Standort
يتطور·1 sa önce

BASF-Finanzvorstand Elvermann zieht positive Bilanz zum China-Standort

Rund 100 Tage nach der Eröffnung des 8,7 Mrd. Euro teuren BASF-Verbundstandorts in China zieht Finanzvorstand Dirk Elvermann eine positive Bilanz. Trotz erwarteter Verluste im ersten Betriebsjahr verzeichnete der Standort bereits fast zwei profitable Monate, was als "spektakulär" gilt. Der Markt entscheidet über Investitionen, und das Werk in Zhanjiang wurde planmäßig und budgetunterschritten fertiggestellt.

Die Zeit
المزيد حول هذا الموضوعPro Sieben Sat 1