Schwedens Rentensystem: Aktienmarkt als Säule der Altersvorsorge
نظرة سريعة
- Schwedens Rentensystem integriert den Aktienmarkt: 2,5% der staatlichen Beiträge werden investiert, mit staatlicher Vorauswahl bei Fonds.
- Jüngere setzen auf Staatsfonds, Ältere wählen risikoreichere Optionen.
- Das Modell stärkt die Rente, löst aber nicht alle Probleme einer alternden Gesellschaft.
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لماذا يهم
Das schwedische Rentensystem besteht aus drei Säulen: staatliche Rente, Betriebsrente und privates Sparen. Ein Teil der staatlichen Beiträge wird am Aktienmarkt investiert.
Torbjörn Ersson sitzt in einem Café in der Stockholmer Innenstadt und isst eine Zimtschnecke. Der 72-jährige hat lange als IT-Spezialist gearbeitet und genießt jetzt seine Rente. Dass die zum Teil auch vom aktuellen Aktienmarkt abhängt, bereitet ihm keine Sorgen.
"Die meisten Menschen verstehen kaum etwas vom Aktienmarkt, deshalb hilft es, dass der schwedische Staat eine Art Vorauswahl bei den Fonds trifft und ich mich nur entscheiden muss, will ich eher ein niedriges oder höheres Risiko", sagt er.
Staat hilft bei Auswahl des Fonds
Das schwedische Rentensystem besteht aus drei Säulen: Der staatlichen Rente, einer Betriebsrente der Firma und privatem Sparen. Das Besondere: Ein Teil der staatlich organisierten Rentenbeiträge, 2,5 Prozent, werden auf dem Aktienmarkt investiert.
Hier kann jeder selbst entscheiden: Will man selbst einen Fonds aussuchen oder steckt man das Geld einfach in den schwedischen Staatsfonds. Philip Berlin Jarhamn von der schwedischen Rentenbehörde erklärt: "Die jüngeren Generationen entscheiden sich kaum noch dafür, selbst einen Fonds auszusuchen. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Wer sich für den Aktienmarkt interessiert, kann, wenn er möchte, auf einen der anderen empfohlenen Fonds setzen."
Je näher die Rente rückt, desto vorsichtiger wird angelegt
Der schwedische Staatsfond investiert unter anderem in weltweite Aktien. Und hat in den vergangenen Jahren durchschnittlich eine zweistellige Rendite abgeworfen. Natürlich bleibt trotzdem das Risiko, dass die Kurse an der Börse fallen. Die Idee des schwedischen Modells ist aber: Wer noch viele Jahre bis zur Rente hat, kann solche Schwankungen aussitzen. Je näher die Rente rückt, desto vorsichtiger wird angelegt.
Viele jüngere Schweden haben Vertrauen in ihr Rentensystem: “Ich denke für die meisten Schweden ist das eine gute Sache, vor allem wenn man sich nicht so mit Finanzen auskennt", sagt ein junger Mann. "Ich vertraue, dass der Staat weiß, was er tut", meint eine Frau.
Eine andere Frau ist nicht ganz überzeugt: "Man hört schon ab und zu, dass das Geld in Zukunft zum Leben nicht mehr reichen könnte, das macht durchaus etwas nervös."
Altersversorgung vor allem abhängig von den Löhnen
Alle Probleme bei der Rente löst das schwedische Modell nicht. Das Eintrittsalter wird automatisch an die Lebenserwartung angepasst und ist zuletzt auf 67 gestiegen. Und: Der größte Teil der Altersversorgung ist auch weiter abhängig von den Löhnen.
Trotzdem: Einen Teil der Rentenbeiträge am Kapitalmarkt zu investieren, findet Rentner Torbjörn Ersson gut. Die kritische Einstellung vieler Deutscher bei dem Thema versteht er nicht. "Ich glaube, manche Leute haben eine falsche Vorstellung von der Börse. Wenn man Fonds und Risiken gut mischt, dann bekommt man am Ende oft mehr Geld, als wenn man es einfach auf der Bank liegen lässt."
Schwedens Erfahrung zeigt: Die Börse kann die gesetzliche Rente stärken - die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft nimmt sie ihr aber nicht ab.
أسئلة مفتوحة
- Wie wird sich die Lebenserwartung zukünftig auswirken?
- Welche spezifischen Fonds werden empfohlen?


