Setschin wirft den USA vor, von der Hormus-Blockade zu profitieren
Rosneft-Chef warnt vor globalen Folgen für Energiemärkte, Inflation und weitere Seewege
نظرة سريعة
- Rosneft-Chef Igor Setschin beschuldigt die USA, die Blockade der Straße von Hormus für eigene Vorteile zu nutzen.
- Er warnt vor Risiken für globale Energiemärkte, Inflation und weitere wichtige Seewege.
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Der Chef des russischen Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, wirft den USA vor, die globalen Energiemärkte zum eigenen Vorteil umzugestalten. US-Energieunternehmen seien die Hauptprofiteure der Blockade der Straße von Hormus, sagte Setschin auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg.
US-Firmen hätten sich durch die Situation Wettbewerbsvorteile verschafft. „Die Maßnahmen zur Blockade der Meerenge richteten sich gegen den Iran, gingen jedoch auf die ganze Welt zurück. Die strategischen Risiken wurden unterschätzt“, sagte der Rosneft-Chef.
Zudem warnte Setschin, dass auch andere wichtige Seewege wie die Straße von Malakka, die Meerenge Bab al-Mandab und die Straße von Gibraltar von Störungen bedroht sein könnten, ohne konkreter zu werden. Er bescheinigte China, wegen seiner „durchdachten Politik“ am besten auf eine Schließung der Straße von Hormus vorbereitet zu sein. Die chinesische Strategie zur Energiesicherheit sei ausgewogen und basiere auf einer realistischen Risikobewertung.
Russland bemüht sich derzeit um eine Ausweitung der Gas- und Öllieferungen nach China.
Der Iran hatte die Straße von Hormus blockiert, nachdem die USA und Israel das Land im Februar angegriffen und den obersten geistlichen Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet hatten. Die Meerenge ist die wichtigste Route für etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung.
Die USA haben im Gegenzug iranische Häfen blockiert, was die Ölpreise auf Mehrjahreshochs getrieben, die weltweite Inflation angeheizt und das weltweite Wirtschaftswachstum beeinträchtigt hat.
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hatten zuletzt mit einer vollständigen Schließung der Straße von Hormus für Öl- und Gasexporte gedroht. Die USA würden für die Folgen verantwortlich gemacht, sollten ihre „Machenschaften“ andauern, hieß es in einer Erklärung.







