Städtetag fordert Milliarden für Klimaanpassung angesichts Hitzewelle
نظرة سريعة
- Angesichts erwarteter Temperaturen von bis zu 39 Grad fordert der Deutsche Städtetag Bund und Länder auf, Kommunen bei Klimaanpassungsmaßnahmen finanziell zu unterstützen.
- Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt betont die Notwendigkeit von Milliardeninvestitionen, da die Städte dies nicht allein stemmen könnten.
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Deutschland erlebt die zweite Hitzewelle in Folge, mit Temperaturen bis zu 39 Grad, was die Notwendigkeit von Klimaanpassungsmaßnahmen in Kommunen verdeutlicht.
Bis zu 39 Grad werden heute in Deutschland erwartet. Angesichts dieser neuen Hitzewelle hat der Deutsche Städtetag Bund und Länder aufgefordert, Klimaanpassungsmaßnahmen der Kommunen stärker finanziell zu unterstützen. Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es müssten bundesweit Milliardensummen investiert werden. Die Städte könnten das nicht alleine stemmen.
"Bestehende Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene reichen für diese umfassende Umsetzung nicht aus", kritisierte Schuchardt. Es komme nun darauf an, dass die Umsetzung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten dauerhaft und planbar von Bund und Ländern mitfinanziert werde, forderte er. Klimaanpassung sei kein "Nice to have", sondern existenziell für die Zukunft.
Man müsse sich ganz grundsätzlich anschauen, wie die notwendigen Investitionen für Klimaschutz und Klimaanpassung organisiert werden. Als Beispiele nannte Schuchardt Hitzevorsorgemaßnahmen wie die Entsiegelung von Böden und mehr Grün in den Städten.
Nach der Hitzewelle im Juni war bereits darüber diskutiert worden, ob und wie schlecht Deutschland an extreme Temperaturen angepasst ist. So waren unter anderem Autobahnen gesperrt worden, weil die oberste Asphaltschicht aufgeplatzt war, die Deutsche Bahn hatte von Zugreisen dringend abgeraten und Krankenhäuser und Pflegeheime hatten Alarm geschlagen. Der Städtetag hatte bereits zu diesem Zeitpunkt darauf hingewiesen, dass ein besserer Hitzeschutz oft am Geld scheitere, das die Kommunen dafür aufbringen müssten.
Nach dem rekordverdächtigen Juni ist nun auch der Juli laut Deutschem Wetterdienstes (DWD) besonders warm gewesen. Nach vorläufigen Angaben des DWD ist er der fünfte Monat in Folge, der deutlich sonniger ausfällt als im vieljährigen Mittel. "Der Monat war vergleichsweise niederschlagsarm, die Sonnenscheindauer ist überdurchschnittlich hoch", so der DWD.
Im Vergleich zur Referenzperiode 1961 bis 1990 sei der Juli wärmer gewesen, hieß es. Nach derzeitigem Stand werde er sich voraussichtlich unter den zehn wärmsten Juli-Monaten einreihen.
أسئلة مفتوحة
- Wie werden Bund und Länder auf die Forderung reagieren?
- Welche konkreten Förderprogramme werden geschaffen?
- Wie werden die Milliardeninvestitionen verteilt?







