
Treuhandstreit um PCK-Raffinerie: Rosneft verklagt die Bundesregierung
Der russische Energiekonzern wehrt sich gegen die staatliche Kontrolle seiner deutschen Tochterfirmen.

Der russische Energiekonzern wehrt sich gegen die staatliche Kontrolle seiner deutschen Tochterfirmen.

Die PCK-Raffinerie in Schwedt steht vor erheblichen Herausforderungen, da ab heute kein kasachisches Öl mehr durch die russische Druzhba-Pipeline fließen darf. Trotz verzögerter Auswirkungen durch bestehende Lagerbestände und Lieferungen über Rostock rechnet Betriebsrat Danny Ruthenburg ab Juni mit einer Reduzierung auf 65 bis 70 Prozent Auslastung. Die wirtschaftliche Schwelle liegt bei 80 Prozent. Zwei Lösungsoptionen werden geprüft: ein millionenschwerer Ausbau der Pipeline aus Rostock oder Versorgung über den polnischen Hafen Gdańsk.

Russland will ab Mai kein kasachisches Öl mehr zur PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt transportieren. Die Blockade der Pipeline würde erhebliche Folgen für die deutsche Energieversorgung haben, insbesondere in Berlin und Brandenburg. Die Treibstoff- und Heizölpreise könnten dadurch weiter steigen.