Neue Studie: Vitamin A und D könnten die Lungenfunktion bei Asthmapatienten verbessern
Auf einen Blick
- Eine neue Studie aus Boston zeigt, dass höhere Vitamin-A-Spiegel im Blut bei Asthmatmern mit einer besseren Lungenfunktion verbunden sind.
- Darüber hinaus ist Vitamin D bei bestimmten Werten bei erwachsenen Asthmatikern mit einer besseren Lungenfunktion und einer langsameren biologischen Alterung verbunden.
KI-generierte Zusammenfassung
Asthma ist als Atemwegserkrankung bekannt, die lästige Symptome wie Pfeifatmung (Giemen), Atembeschwerden, Husten und Engegefühl in der Brust verursacht. Obwohl es keine Heilung für diese Erkrankung gibt, helfen Inhalatoren und verschiedene Medikamente dabei, die Symptome unter Kontrolle zu halten, die durch körperliche Betätigung, den Kontakt mit Allergizien oder sogar durch Wetterumschwünge ausgelöst werden können.
In einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift „Thorax“ veröffentlicht wurde, versuchten Forscher des Brigham and Women's Hospital in Boston, USA, die genaue Rolle der Vitamine A und D für die Gesundheit von Asthmatikern zu klären. Zuvor hatten frühere Forschungen zu widersprüchlichen Ergebnissen darüber geführt, ob diese beiden Vitamine vor Asthma schützen oder es verschlimmern.
Für ihre Studie stützten sich die Forscher auf Daten von zwei Teilnehmergruppen: Die erste umfasste 1165 Kinder im Rahmen der Asthma-Epidemiologie-Genetik-Studie in Costa Rica, und die zweite umfasste 1041 Erwachsene im Rahmen der Studie zu omischen Determinanten der longitudinalen Lungenfunktion bei Asthma (Omic Determinants of Longitudinal Lung Function in Asthma). Sie maßen die Blutwerte der Vitamine A und D bei allen Teilnehmern sowie deren Lungenkapazität.
Die Ergebnisse zeigten, dass Kinder und Erwachsene mit Asthma, die höhere Vitamin-A-Werte im Blut aufwiesen, über eine bessere Lungenfunktion verfügten als diejenigen mit niedrigeren Werten.
Die Ergebnisse zeigten zudem, dass erwachsene Asthmatiker mit erhöhten Vitamin-D-Spiegeln von mindestens 30 Nanogramm/ml eine bessere Lungenfunktion aufwiesen und zudem weniger anfällig für biologische Alterung (molekulare Alterung) waren. Dies deutet darauf hin, dass Vitamin D eine Rolle bei der Verlangsamung des Alterungsprozesses spielen könnte, insbesondere bei Asthmatikern.
Es ist erwähnenswert, dass 30 Nanogramm/ml als optimaler Vitamin-D-Spiegel zur Unterstützung der Knochen- und Muskelgesundheit gelten. Gesundheitsexperten empfehlen Kindern ab einem Jahr und Erwachsenen die tägliche Einnahme von 10 Mikrogramm Vitamin D, während Erwachsene zwischen 600 und 700 Mikrogramm Vitamin A benötigen, das eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Gesundheit des Immunsystems und der Haut spielt.
Ebenfalls erwähnenswert ist, dass ein Vitamin-D-Mangel bei Asthmatikern häufiger vorkommt und mit einer größeren Schwere der Erkrankung, der Notwendigkeit höherer Dosen inhalativer Steroide und einer erhöhten Häufigkeit plötzlicher Asthmaanfälle verbunden ist.
Trotz dieser vielversprechenden Ergebnisse warnten die Forscher in einem Begleitkommentar zur Studie, dass diese Ergebnisse zwar ein neues Forschungsfeld eröffnen, jedoch keinen kausalen Zusammenhang endgültig belegen. Sie forderten weitere Studien, um diese Vorteile zu bestätigen und die genauen Mechanismen aufzuklären, durch die diese Vitamine die Lungenfunktion bei Asthmatikern verbessern.





