Abbvie kauft Apogee Therapeutics für 10,9 Milliarden Dollar
Auf einen Blick
- Der US-Pharmakonzern Abbvie übernimmt das Biotechunternehmen Apogee Therapeutics für 10,9 Milliarden Dollar, um seine Medikamenten-Pipeline zu stärken.
- Die Übernahme sichert Zugang zu vielversprechenden Wirkstoffen, darunter ein Mittel gegen Neurodermitis, das eine Konkurrenz zu Dupixent darstellen könnte.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der US-Pharmakonzern Abbvie kauft das Biotechunternehmen Apogee Therapeutics für 10,9 Milliarden Dollar. Die Übernahme stärkt die Medikamenten-Pipeline von Abbvie und sichert Zugang zu neuen Wirkstoffen.
Mit seiner größten Übernahme seit mehr als fünf Jahren stärkt Abbvie die eigene Medikamenten-Pipeline. Mit dem Unternehmenskauf sichert sich der Pharmakonzern Zugang zu mehreren Wirkstoffen. 22.06.2026 - 15:20 Uhr Artikel anhören
Logo von Abbvie: Sowohl der Apogee-, als auch der Abbvie-Verwaltungsrat haben der Übernahme schon zugestimmt. Foto: REUTERS
Düsseldorf. Der US-Pharmakonzern Abbvie baut seine Medikamenten-Pipeline mit einer Großübernahme aus und kauft das Biotechunternehmen Apogee Therapeutics für 10,9 Milliarden Dollar. Abbvie biete 135,11 Dollar in bar je Apogee-Aktie, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dies entspricht einem Aufschlag von 49,49 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. Die Papiere von Apogee schossen im vorbörslichen US-Handel um 48 Prozent auf 133,77 Dollar in die Höhe. Abbvie-Aktien legten um 1,3 Prozent zu.
Die Verwaltungsräte beider Firmen haben der Übernahme bereits zugestimmt. Zudem haben sich Großaktionäre von Apogee verpflichtet, für die Transaktion zu stimmen, die im dritten Quartal abgeschlossen werden soll. Mit seinem größten Zukauf seit mehr als fünf Jahren sichert sich Abbvie den Zugriff auf den vielversprechenden Apogee-Wirkstoffkandidaten Zumilokibart. Das Präparat richtet sich gegen entzündliche Erkrankungen wie mittelschwere bis schwere Neurodermitis.
Bei einer Zulassung würde das Medikament nicht nur das Immunologie-Portfolio von Abbvie stärken, sondern auch dem Kassenschlager Dupixent von Sanofi und Regeneron Konkurrenz machen. Zumilokibart könnte für Patienten im Alltag deutlich anwenderfreundlicher sein: Während Dupixent in der Regel alle zwei Wochen gespritzt werden muss, zeigten klinische Studien der Phase 2 für das Apogee-Mittel gute Ergebnisse bei einer Verabreichung im Abstand von drei oder sogar sechs Monaten.
Neben Zumilokibart übernimmt Abbvie auch weitere Wirkstoffkandidaten, darunter eine Kombinationstherapie gegen Asthma, die den Konzern im Bereich der Atemwegserkrankungen voranbringen soll. Abbvie traut der Apogee-Pipeline nach eigenen Angaben das Potenzial für künftige Milliardenumsätze zu. Der Zukauf reiht sich in eine Welle von Übernahmen in der Pharmabranche ein. Viele Konzerne stehen unter Zugzwang, ihre Portfolios mit neuen Hoffnungsträgern aufzufüllen, da bei wichtigen Umsatzbringern der Patentschutz ausläuft.
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Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Abschluss der Transaktion im dritten Quartal
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wird Zumilokibart die Zulassung erhalten?
- Wie wird sich die Konkurrenz zu Dupixent entwickeln?




