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BackAmazon in Deutschland wegen Werbung mit Sammelklage konfrontiert
Amazon in Deutschland wegen Werbung mit Sammelklage konfrontiert
In Entwicklung
Die Zeit19.05.2026Law2 dk okumaGermany

Amazon in Deutschland wegen Werbung mit Sammelklage konfrontiert

Auf einen Blick

  • Amazon sieht sich in Deutschland mit einer Sammelklage von fast 220.000 Kunden konfrontiert.
  • Es geht um eine Zusatzgebühr für werbefreies Prime Video, die das Oberste Landesgericht prüft.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Amazon faces a class-action lawsuit in Germany from nearly 220,000 customers regarding advertising on its Prime Video streaming service. The core issue is whether Amazon can charge extra for an ad-free experience on a service initially advertised as ad-free. A previous lawsuit by a consumer association had already deemed the additional fee unlawful.

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Der US-Konzern Amazon ist wegen der Werbespots auf seinem Streamingdienst Prime Video mit einer Sammelklage von fast 220.000 seiner deutschen Kunden konfrontiert. Bayerns Oberstes Landesgericht verhandelt heute die stellvertretend von der Verbraucherzentrale Sachsen eingereichte Verbandsklage.

Kern des Zivilprozesses ist die Frage, ob Amazon von seinen Kunden zusätzlich Geld verlangen darf, damit der ursprünglich als werbefrei angekündigte Bezahldienst auch tatsächlich werbefrei bleibt. Ein sofortiges Urteil ist nicht zu erwarten. Sollte die Verbraucherzentrale gewinnen, drohen Amazon Schadenersatzansprüche.

Eine erste Klage hat Amazon bereits verloren

In einem vorangegangenen ersten Verfahren hatte das Landgericht München I den Zusatzobolus für die Werbefreiheit im Dezember für rechtswidrig erklärt - dieses Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

Der Sachverhalt: Amazon hatte Anfang 2024 die Prime-Video-Kundschaft per Mail informiert, dass ab Februar des betreffenden Jahres in begrenztem Umfang Werbung gesendet würde. Wer keine Werbung sehen wollte, sollte im Monat 2,99 Euro mehr zahlen. Das Landgericht sah in diesem Vorgehen einen Verstoß gegen den lauteren Wettbewerb.

Amazon weist Vorwürfe zurück

Dieses erste Verfahren war eine vom Bundesverband der Verbraucherzentralen eingereichte Unterlassungsklage. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, dürfte Amazon also die Zusatzgebühr für Werbefreiheit nicht mehr verlangen.

Amazon hatte die Vorwürfe der Verbraucherzentralen zurückgewiesen und betont, die Kunden im Voraus und in Übereinstimmung mit geltendem Recht über die Einführung von Werbung bei Prime Video informiert zu haben.

Neue Klage zielt auf Schadenersatz

Die nun vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht anhängige zweite Klage hat zwar das gleiche Thema, aber ansonsten nichts mit dem ersten Verfahren zu tun. Kläger im zweiten Fall ist die Verbraucherzentrale Sachsen, nun geht es um etwaige Schadenersatzansprüche gegen Amazon.

Grundlage ist das sogenannte Verbraucherrechtedurchsetzungsgesetz. Dieses beruht auf einer EU-Richtlinie, die Sammelklagen nach US-Muster auch in Deutschland möglich macht. Laut Verbraucherzentrale Sachsen haben sich der Klage gegen Amazon bisher knapp 220.000 Menschen angeschlossen. Beide Klagen werden in München verhandelt, weil die deutschen Amazon-Geschäfte von München aus geleitet werden.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Amazon may be ordered to pay damages to affected customers.

    Wahrscheinlich · Mittelfristig

  • Amazon might be forced to permanently remove the additional fee for ad-free Prime Video.

    Wahrscheinlich · Mittelfristig

  • The ruling could influence how other streaming services structure their advertising and subscription models in Germany.

    Möglich · Langfristig

Offene Fragen

  • Will the court rule in favor of the consumers regarding potential damages?
  • What will be the exact financial implications for Amazon if they lose?
  • How will this ruling affect Amazon's future advertising and subscription strategies in Germany and potentially other markets?
  • Will the precedent set by this case influence other streaming services?

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This article was originally published by Die Zeit.

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