Amazon stellt Kindle-App für PC ein - Nachfolger nur für Windows 11
Warnhinweise zum 30. Juni - neue App nur im Microsoft Store - Windows 10 wird nicht unterstützt
Auf einen Blick
- Amazon stellt die bisherige Kindle-App für PC ein.
- Nutzer werden beim Programmstart gewarnt, dass die Anwendung ab dem 30.
- Juni nicht mehr verfügbar sein soll.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Amazon hat die Kindle-App für PC bereits mehrfach zwischen dem Microsoft Store und einer separaten Download-Version hin- und hergeschoben. Die App ermöglicht das Verwalten der Bibliothek und das Lesen von E-Books auf dem PC. Die Bücher liegen als DRM-geschützte lokale Dateien im Ordner „My Kindle Content“ vor.
Die bisherige Kindle-App für PC wird eingestellt: Nutzer der neuen Version werden von Warnhinweisen beim Programmstart darauf hingewiesen, dass die Anwendung ab dem 30. Juni nicht mehr verfügbar sein soll. Sie wird demnach durch eine „neue und verbesserte“ Kindle-App für Windows 11 abgelöst, die im Microsoft Store angeboten werden soll. Eine Windows-10-Variante soll es offenbar nicht mehr geben.
Die Kindle-App für PC hat Amazon schon mehrfach zwischen dem Microsoft Store und einer separaten Download-Version hin- und hergeschoben. Warum Amazon sich nun erneut entscheidet, die aktuelle App einzustampfen und stattdessen eine neue Variante im Microsoft Store anzubieten, ist unklar. Das Branchenmagazin Good e-Reader mutmaßt, dass Amazon damit das Knacken der DRM-Systeme von Kindle-Büchern erschweren möchte. Amazon hat Nachfragen von heise online nicht unmittelbar beantwortet.
Die Kindle-App für PC ist ein recht rudimentäres Tool, um die Bibliothek zu managen und E-Books auf dem PC zu lesen. Man kann Bücher zu Sammlungen hinzufügen und herunterladen, um sie innerhalb der App zu lesen. Die Bücher liegen dann auch als DRM-geschützte, lokale Dateien vor, die standardmäßig im Unterordner „My Kindle Content“ im „Dokumente“-Ordner vorliegen. Laut Good e-Reader verwenden viele Kindle-User die App nur in der Absicht, das DRM dieser Dateien zu knacken. Immer wieder habe Amazon daher versucht, mit Updates für die Kindle-App dagegenzusteuern.
Kein Download mehr für ältere Kindles
Erst kürzlich hat Amazon mit der Entscheidung für Aufsehen gesorgt, ältere Kindle-Reader vom E-Book-Download auszuschließen. Nutzer der betroffenen Modelle können keine neuen Bücher mehr herunterladen, auch der USB-Transfer wurde bereits deaktiviert. Die Reader können ab dem 20. Mai nur noch dazu verwendet werden, zum Stichtag bereits heruntergeladene Bücher zu lesen. Betroffen sind folgende Modelle:
Kindle: Kindle (1. Generation, 2007), Kindle DX und DX Graphite (2009 und 2010), Kindle Keyboard (2010), Kindle 4 (2011), Kindle Touch (2011), Kindle 5 (2012), und Kindle Paperwhite (1. Generation, 2012).
Kindle Fire Tablets: Kindle Fire (1. Generation, 2011), Kindle Fire (2. Generation, 2012), Kindle Fire HD 7 (2012), Kindle Fire HD 8.9 (2012).
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Amazon wird die neue Windows-11-App weiter bewerben und die Übergangsphase aktiv managen
Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Weitere Einschränkungen für ältere Kindle-Geräte könnten folgen
Möglich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Warum genau hat Amazon sich für die Einstellung entschieden?
- Wird es doch noch eine Windows-10-Variante geben?
- Wie reagiert die Community auf die DRM-Verstärkung?






