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BackAntidiskriminierungsstelle des Bundes verzeichnet Rekordzahl an Anfragen
Antidiskriminierungsstelle des Bundes verzeichnet Rekordzahl an Anfragen
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Tagesschau Inland02.06.2026Politik2 dk okumaGermany

Antidiskriminierungsstelle des Bundes verzeichnet Rekordzahl an Anfragen

Auf einen Blick

  • Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes verzeichnete 2025 einen Rekordanstieg von 15 % bei Anfragen, insgesamt 13.067 Fälle.
  • Rassismus war die häufigste Diskriminierungsform, gefolgt von Behinderung und Geschlecht.
  • Die Beauftragte Ferda Ataman fordert stärkere gesetzliche Regelungen, da die aktuelle AGG-Reform als zu schwach kritisiert wird.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes verzeichnete im Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg der Anfragen. Die häufigsten Gründe für die Kontaktaufnahme waren rassistische Diskriminierung, gefolgt von Diskriminierung aufgrund von Behinderung, Geschlecht, Alter, Religion und sexueller Identität. Die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, kritisiert die geplante Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) als unzureichend.

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Mehr Menschen als je zuvor haben sich im vergangenen Jahr an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewandt. Wie aus dem aktuellen Jahresbericht der Stelle hervorgeht, stieg die Zahl der Anfragen 2025 auf 13.067 Fälle - das waren etwa 15 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

Am häufigsten - in 43 Prozent der Fälle - meldeten sich Betroffene dabei wegen rassistischer Diskriminierung. 27 Prozent der Betroffenen wandten sich wegen einer Behinderung oder einer chronischen Krankheit an die Stelle, 22 Prozent aufgrund einer Diskriminierung wegen des Geschlechts. Dahinter folgten Anfragen zu Altersdiskriminierung mit 12 Prozent, zu Religion und Weltanschauung mit 7 Prozent und zur sexuellen Identität mit rund 4 Prozent.

Beauftragte fordert klare gesetzliche Regelungen

"Rassistische Einstellungen verfestigen sich - und führen zu deutlich heftiger erlebter Diskriminierung", erklärte die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman. Erfahrungen mit rassistischer Diskriminierung in Form von Beleidigungen, Herabwertungen oder Benachteiligungen machten die Betroffenen demnach etwa am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche oder im Gesundheitswesen.

"Rassistisches Verhalten schadet nicht nur den Betroffenen, es schadet auch der Gesellschaft und Wirtschaft", warnte die Beauftragte. Auch würden Rassismus und Diskriminierung nicht von selbst wieder verschwinden, vor allem dann nicht, wenn Menschen das Gefühl hätten, Diskriminierungen blieben folgenlos. "Wichtig sind klare gesetzliche Regelungen, damit alle in Freiheit und Sicherheit leben können", forderte Ataman.

Problemfall Diskriminierung durch staatliche Stellen

Schutz vor Diskriminierung soll das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gewährleisten. Die kürzlich vom Kabinett beschlossene Reform sieht Ataman jedoch skeptisch: "Es ist zwar richtig und überfällig, einige Lücken im Gesetz zu schließen, wie im Bereich der sexuellen Belästigung", räumte die Beauftragte ein. "Doch die geplante Reform ist zu schwach und bringt Menschen im Alltag sehr wenig." Viele von Diskriminierung Betroffene würden sich auch weiterhin nicht auf das AGG berufen können, zum Beispiel bei Benachteiligungen durch staatliche Stellen. Auch der Gesundheitsbereich und Diskriminierungen durch Künstliche Intelligenz blieben "antidiskriminierungsrechtliche Grauzonen".

Viele Anfragen an die Antidiskriminierungsstelle betreffen laut dem Jahresbericht nämlich Fälle, die durch das AGG nicht erfasst sind. So berichteten Betroffene in mehr als 1.400 Fällen von Benachteiligungen durch Ämter und Behörden. In mehr als 500 weiteren Anfragen ging es um Diskriminierung im Umgang mit Justiz und Polizei. Im Bildungsbereich wurden gut 600 Fälle gemeldet. Insgesamt machten laut dem Bericht Fälle, die im Kontakt mit staatlichen Stellen stattfinden, fast ein Viertel aller Beratungsanfragen aus.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Weitere Verschärfung der Debatte um die AGG-Reform und Forderungen nach Nachbesserungen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Zunahme von Anfragen bezüglich Diskriminierung durch staatliche Stellen und im Kontext von KI.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie wird die Bundesregierung auf die Kritik an der AGG-Reform reagieren?
  • Welche konkreten Maßnahmen sind geplant, um Diskriminierung durch staatliche Stellen zu bekämpfen?
  • Wie wird die Diskriminierung durch Künstliche Intelligenz rechtlich eingeordnet und reguliert werden?
  • Welche Auswirkungen hat die Zunahme von Diskriminierung auf die deutsche Gesellschaft und Wirtschaft?

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This article was originally published by Tagesschau Inland.

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