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Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe steigt im Mai leicht
In Entwicklung
Süddeutsche Zeitung3 g önceBusiness2 dk okumaGermany

Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe steigt im Mai leicht

Auf einen Blick

  • Der Auftragseingang im deutschen verarbeitenden Gewerbe stieg im Mai um 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat, getragen von Großaufträgen und Auslandsnachfrage.
  • Experten sehen darin Hoffnung auf eine moderate Erholung, warnen aber vor Volatilität und geopolitischen Risiken.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe zeigte im April einen Rückgang, erholte sich aber im Mai leicht. Experten bewerten die Entwicklung als Hoffnungsschimmer für die deutsche Industrie, warnen jedoch vor Volatilität und externen Belastungen.

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Allerdings machten die Aufträge den Rückgang aus dem Vormonat bei weitem nicht wett. Im April waren die Aufträge um revidierte 3,2 Prozent gesunken. In einer ersten Schätzung war noch ein Rückgang um 3,8 Prozent ermittelt worden.

„Zuletzt scheinen die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe jedoch ihrem Aufwärtstrend, der in der zweiten Jahreshälfte 2025 eingesetzt hat, wieder fortzusetzen“, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium die Zahlen. „Allerdings ist die Entwicklung aufgrund von Großaufträgen nach wie vor sehr volatil.“ So profitierte die Industrie im Mai von Großaufträgen. Ohne die Berücksichtigung dieser Orders ist der Auftragseingang um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen.

Gestützt wurde die Auftragsentwicklung auch durch Auslandsaufträge. Diese stiegen um 2,2 Prozent. Die Nachfrage aus den 21 Ländern der Eurozone legte um 11,2 Prozent zu. Die Aufträge außerhalb der Eurozone sanken hingegen um 3,2 Prozent. Aufträge aus dem Inland stiegen um 1,3 Prozent.

Hoffnung auf moderate Erholung

„Insgesamt machen die heutigen Zahlen Hoffnung auf eine moderate Erholung der deutschen Industrie, die nach einer langen Stagnationsphase zuletzt auch noch vom Iran-Krieg gebeutelt wurde“, kommentierte Commerzbank-Ökonom Marco Wagner. Er verweist auf die Öl- und Gaspreise die zuletzt deutlich gefallen sind. Die Ölpreise fielen zuletzt unter das Niveau, das vor Kriegsbeginn Ende Februar herrschte. Ende März war der Ölpreis noch bis auf fast 120 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Am Montag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent rund 72 Dollar. VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel erwartet keine kräftige Erholung in diesem Jahr. „Der schrumpfende Automobilbau belastet viele Zulieferer, besonders der Maschinenbau leidet darunter“, heißt es in einer Analyse. „Der Iran-Krieg dämpft die positiven Effekte der staatlichen Rüstungs- und Infrastrukturausgaben.“

Entscheidend dürfte für die Industrie die Entwicklung im Nahen Osten sein. Die Hoffnung auf eine nachhaltige Lösung im Iran-Krieg hatte die Ölpreise zuletzt stark gedrückt. Die Entspannung am Ölmarkt entlastet auch die Industrie. Zudem sinkt bei fallenden Ölpreisen die Wahrscheinlichkeit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen weiter anhebt. Zuletzt hatte die Notenbank im Juni den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Steigende Zinsen verteuern Kredite. Dies wirkt sich negativ auf Investitionen aus und belasten die Nachfrage.

Allerdings ist die Lage im Nahen Osten weiter durch große Unsicherheiten geprägt. Eine erneute Verschärfung kann die Ölpreise wieder nach oben treiben. Auch das Wirtschaftsministerium verweist auf die hohe Unsicherheit bis zu einem endgültigen Abschluss der Friedensverhandlungen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Keine kräftige Erholung der deutschen Industrie in diesem Jahr.

    Wahrscheinlich

Offene Fragen

  • Wie nachhaltig ist die Erholung der Industrie?
  • Wie wirken sich geopolitische Spannungen weiter aus?
  • Wird die EZB die Zinsen weiter anheben?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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