Automobilhersteller: Deutlicher Rückgang der Ertragskraft im ersten Halbjahr 2026
Ebit je verkauftem Fahrzeug sinkt laut CAM-Studie von 1.409 auf 1.187 Euro
Auf einen Blick
- Die Ertragskraft der großen Automobilhersteller ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesunken.
- Das durchschnittliche Ebit je Auto sank auf 1.187 Euro, während das CAM auch für das zweite Halbjahr keine Trendwende erwartet.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Das Center of Automotive Management (CAM) hat die Geschäftszahlen von 15 großen Automobilherstellern für das erste Halbjahr 2026 ausgewertet.
Die großen Automobilhersteller verdienen im Schnitt deutlich weniger pro verkauftem Fahrzeug. Das durchschnittliche Konzern-Ebit je ausgeliefertem Auto sank von 1.409 auf 1.187 Euro, ergab eine Auswertung des Center of Automotive Management (CAM) unter 15 großen Herstellern im ersten Halbjahr 2026.
Insgesamt verzeichneten die untersuchten Hersteller laut der Analyse im operativen Ergebnis (Ebit) einen Rückgang von 17,5 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro. Dieses entwickelte sich damit deutlich schlechter als der Umsatz, der um lediglich 1,4 Prozent sank.
Das zeige, dass nicht in erster Linie der Umsatz, sondern die Fähigkeit zur Umwandlung der Erlöse in operative Ergebnisse unter Druck steht, so das CAM.
Auch im zweiten Halbjahr keine Besserung in Sicht
Die Schere zwischen Umsatz- und Ergebnisentwicklung sei das eigentliche Alarmsignal des ersten Halbjahres, sagte Studienleiter Stefan Bratzel laut Mitteilung. "Wenn das Ebit zwölfmal so stark einbricht wie der Umsatz, verliert die Branche nicht Marktanteile, sondern Ertragskraft". Unter der Ertragskraft versteht man die langfristige Fähigkeit eines Unternehmens, Gewinne zu erzielen.
Die Auswertung beruht unter anderem auf bis zum 6. August veröffentlichten Geschäfts- und Quartalsangaben der betrachteten Automobilkonzerne. Große chinesische Hersteller wurden aufgrund fehlender vollständig vergleichbarer Halbjahresangaben nicht berücksichtigt.
In der Auswertung berücksichtigt wurden Toyota, die VW-Gruppe, Hyundai (einschließlich Kia), Stellantis (inklusive Leapmotor International), GM, Ford, Mercedes, BMW, Tesla, Honda, Nissan, Renault, Suzuki, Mazda und Mitsubishi.
Das CAM rechnet auch in der zweiten Jahreshälfte nicht mit einer Trendwende. Unter anderem US-Zölle und der intensive Preiswettbewerb in China dürften die Branche demnach weiterhin belasten.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Keine Trendwende in der zweiten Jahreshälfte bei der Ertragskraft der Automobilhersteller.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie stark werden sich die US-Zölle im zweiten Halbjahr konkret auswirken?
- Welche Gegenmaßnahmen planen die betroffenen Automobilkonzerne?







