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Axt-Angriff im Zug: Opfer schildern psychische Folgen
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Süddeutsche Zeitung2 sa önceCrime3 dk okumaGermany

Axt-Angriff im Zug: Opfer schildern psychische Folgen

Auf einen Blick

  • Ein 21-jähriger Syrer attackierte Fahrgäste in einem Zug mit Axt und Hammer.
  • Opfer leiden bis heute unter Angst und Albträumen.
  • Der Täter entschuldigte sich, kann sich aber nicht erinnern.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Ein 21-jähriger Syrer attackierte Fahrgäste in einem Zug mit Axt und Hammer. Die Opfer leiden bis heute unter Angst und Albträumen. Der Täter entschuldigte sich, kann sich aber nicht erinnern.

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Nach Überzeugung der Ermittler attackierte der 21 Jahre alte Syrer am 3. Juli 2025 in dem Zug Fahrgäste mit einer Axt. Der ICE kam daraufhin bei Straßkirchen (Landkreis Straubing-Bogen) zum Stehen. Die Opfer hatten zu Prozessbeginn eindringlich die Folgen der Tat geschildert. Bis heute sind sie psychisch belastet, leiden unter Angst und Albträumen. Dass bei dem Angriff niemand zu Tode kam, sei schlichtweg Zufall gewesen, so der Staatsanwalt.

Aus dem Nichts heraus war an jenem Sommertag die Situation in dem Schnellzug eskaliert. Der Syrer sprach – so ergibt es die Rekonstruktion vor Gericht – zunächst einen 25 Jahre alten, ihm nicht bekannten Landsmann an und forderte ihn auf, mit seinen Freunden draußen zu warten. Der 25-Jährige saß mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern in einer Vierer-Sitzgruppe. Danach soll der Beschuldigte seinen Landsmann „mit feindseligem Blick“ fixiert haben und mit Hammer und Axt durch das Zugabteil gelaufen sein.

Die Mutter des 25-Jährigen fürchtete einen Angriff und bat einen 29 Jahre alten Fahrgast, die Polizei zu rufen. Ihr Sohn hatte vergeblich versucht zu telefonieren – kein Handyempfang. Unvermittelt schlug der Beschuldigte den Ermittlungen nach dann mit der Axt auf den Kopf des 29-Jährigen und ging auf die syrische Familie zu. Dort traf er mit der Axt zweimal den Kopf der Mutter. Die 52-Jährige erlitt eine Schädelfraktur. Dem 25 Jahre alten Sohn gelang es, dem Angreifer die Axt zu entreißen und diesen damit in Notwehr zu schlagen. Der Angreifer wurde schwer verletzt.

Der Notruf des 29 Jahre alten Fahrgastes war im Prozess vorgespielt worden – ein erschütterndes Dokument der Tat: Es ist zu hören, wie der Anrufer dem Polizisten von einem Mann mit Axt im Zug berichtet, wie der Polizist Nachfragen stellt. Dann bemerkt der 29-Jährige den Angreifer neben sich und sagt: „Jetzt ist er neben mir.“ Es folgt ein dumpfes Geräusch – die Axt trifft auf den Schädel. Im selben Moment beginnt Geschrei im Zug, der Polizist ruft ins Telefon, aber der Zeuge antwortet nicht mehr. Er hat eine Schädelfraktur erlitten.

Das Vorspielen des Notrufes bewegte den Beschuldigten offensichtlich. Er sagte danach an den 29-Jährigen gerichtet: „Ich entschuldige mich für das, was passiert ist.“ Darüber hinaus äußerte sich der Syrer in dem Prozess nicht. Sein Verteidiger sagte, er habe das seinem Mandanten geraten, zumal dieser sich an das Geschehen nicht erinnern könne.

Sein Mandant bereue die Tat und sei selbst erschrocken von den schwerwiegenden Auswirkungen auf die Geschädigten, sagte der Verteidiger. In seinem Plädoyer verwies er darauf, dass der Beschuldigte schwer krank sei, die Tat im Wahn begangen habe und sprach sich für die Unterbringung aus. Eine Unterbringung in der Psychiatrie hatten zuvor auch der Staatsanwalt und der Nebenklage-Vertreter gefordert. Von dem Beschuldigten gehe weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit aus. In ihren Schlussvorträgen würdigten auch sie insbesondere die gravierenden Folgen der Tat für die Opfer. Der Anwalt der 52-Jährigen etwa sagte: Für die Geschädigten bleibe die Erfahrung, dass sie ohne jeden Anlass in ein Geschehen gezogen wurden, das sie ihr Leben hätte kosten können.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Der Beschuldigte wird psychiatrisch untergebracht.

    Sehr wahrscheinlich · Kurzfristig

Offene Fragen

  • Was war das Motiv des Täters?
  • Wie wird die Unterbringung in der Psychiatrie ablaufen?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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