Bayer gewinnt Glyphosat-Rechtsstreit vor US-Supreme Court
Auf einen Blick
- Bayer hat einen richtungsweisenden Sieg im Glyphosat-Rechtsstreit vor dem US-Supreme Court erzielt.
- Das Gericht entschied, dass Bundeszulassungsvorgaben Vorrang vor staatlichen Klagen wegen fehlender Krebs-Warnhinweise haben, was Tausenden Klagen die Grundlage entzieht und die Bayer-Aktie stark steigen ließ.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Bayer hatte 2018 den US-Konzern Monsanto für 63 Milliarden Dollar gekauft und damit dessen Rechtsprobleme geerbt, die den Konzern finanziell schwer belasteten.
Düsseldorf. Bayer hat im milliardenschweren Rechtsstreit um mutmaßliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Glyphosat einen richtungsweisenden Sieg vor dem obersten Gericht der USA errungen. Der Supreme Court entschied am Donnerstag, dass die Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben.
Damit entzogen die Richter Tausenden Klagen wegen angeblich unzureichender Krebs-Warnhinweise die Grundlage. Bayer hatte argumentiert, dass die Umweltschutzbehörde EPA den Wirkstoff als nicht krebserregend einstuft und entsprechende Warnhinweise daher nicht zulässig seien.
Das Urteil ist ein Befreiungsschlag für Bayer in der seit 2018 laufenden Auseinandersetzung mit Klägern in den USA. In dem Jahr hatten die Leverkusener den US-Konzern Monsanto für 63 Milliarden Dollar gekauft und auch dessen Rechtsprobleme geerbt. Die andauernden Prozesse und Risiken haben den Konzern finanziell seither schwer belastet und die Börsenbewertung immer wieder einbrechen lassen.
Am Donnerstag legte die Bayer-Aktie um bis zu 20 Prozent auf ein Vier-Monats-Hoch von 47,50 Euro zu. Sie schloss mit einem Plus von 18,7 Prozent und erlebte ihren besten Börsentag seit 2003.
Offene Fragen
- Wie wirkt sich das Urteil auf verbleibende Klagen aus?
- Welche Auswirkungen hat es auf andere Länder?



