Bayer lagert Glyphosat-Geschäft in den USA in neues Unternehmen aus
Auf einen Blick
- Bayer lagert sein US-Geschäft mit Glyphosat in das neue Unternehmen Ruveon aus, um den Markt besser bedienen zu können.
- Dies geschieht vor dem Hintergrund einer milliardenschweren Klagewelle wegen möglicher Krebsrisiken.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Bayer sieht sich in den USA mit einer milliardenschweren Klagewelle wegen möglicher Krebsrisiken durch Glyphosat konfrontiert. Kürzlich gab es einen wichtigen Erfolg vor dem Obersten Gericht.
Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer lagert sein US-Geschäft mit dem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in ein eigenes Unternehmen mit Namen Ruveon aus. Ziel sei es, das Geschäft «optimal auf die spezifischen Anforderungen des US-Marktes auszurichten», teilte Bayer in Leverkusen mit. Ruveon soll sich auf alle Aspekte des US-Glyphosatgeschäfts konzentrieren - von Preisgestaltung bis hin zu Produktion und Logistik. Das Unternehmen habe seinen Sitz in St. Louis, Missouri, und bleibe Teil des Bayer-Konzerns.
Bayer begründete den Schritt damit, dass Ruveon eigenständig agiler handeln und damit der spezifischen Wettbewerbsdynamik in dem durch Nachahmerprodukte geprägten Markt besser begegnen könne. Die für das US-Glyphosatgeschäft zuständigen Produkt- und Vertriebsteams seien fortan Teil von Ruveon.
Kürzlich wichtiger Erfolg in Klagewelle
Bayer sieht sich seit Jahren in den USA mit einer milliardenteuren Klagewelle wegen möglicher Krebsrisiken bei seinem glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup konfrontiert. Der Konzern hat im Februar einen Sammelvergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar (knapp 6,4 Mrd Euro) zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten geschlossen, der bereits vorläufig genehmigt wurde. Die Anhörung für eine endgültige Genehmigung soll am 19. August stattfinden.
In der vergangenen Woche hatte der Konzern einen wichtigen Erfolg vor dem Obersten Gericht des Landes erzielt. Dem Urteil zufolge kann Bayer nicht wegen fehlender Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden. Das Oberste Gericht berief sich darauf, dass in den USA von der Regierung einheitliche Markierungen von der Umweltbehörde EPA vorgeschrieben seien; damit könne es keine abweichenden Anforderungen einzelner Bundesstaaten geben. Tausenden Klagen im Zusammenhang mit Roundup dürfte damit die Grundlage entzogen werden. Bayer verneint ein Krebsrisiko von Roundup.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Die endgültige Genehmigung des Vergleichs durch das Gericht.
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Offene Fragen
- Wie wird sich die endgültige Genehmigung des Vergleichs auswirken?
- Wird Ruveon die spezifischen Anforderungen des US-Marktes erfüllen können?





