Börsengang mit enormen Verlusten: Experten warnen Privatanleger vor hohen Risiken
1,75 Billionen Dollar Firmenbewertung und extrem hohes Kurs-Umsatz-Verhältnis bei hohen Verlusten
Auf einen Blick
Der geplante Börsengang eines Unternehmens mit enormen Verlusten und einer anvisierten Bewertung von 1,75 Billionen Dollar wirft bei Experten Bedenken hinsichtlich der Risiken für Privatanleger auf, insbesondere aufgrund des extrem hohen Kurs-Umsatz-Verhältnisses und des geringen Streubesitzes.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der geplante Börsengang eines Unternehmens mit enormen Verlusten und hohen Bewertungszahlen wirft Fragen zur Risikobewertung für Privatanleger auf.
Banken berichten von einem beispiellosen Interesse. Doch Beobachter weisen darauf hin, dass Privatanlegern im Gegensatz zu institutionellen Investoren oft die Ressourcen zur Risikobewertung fehlten. Finanzexperte warnt vor hoher Bewertung Im Zentrum der Bedenken steht die anvisierte Firmenbewertung von 1,75 Billionen Dollar. »Es handelt sich um ein Unternehmen, das enorme Verluste macht«, sagt der Ökonom Meziane Lasfer von der Londoner Bayes Business School. Bei dem Kurs, zu dem es an den Markt kommt, liege das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei 100, was extrem hoch sei. Normalerweise gelte ein Verhältnis von etwa zwei bis drei als sehr gut, so Lasfer. Zudem berge der geringe Streubesitz von weniger als fünf Prozent sowie das Fehlen von Stimmrechten Gefahren. Auch zwei weitere Wissenschaftler und ein Verbraucherschützer rieten Privatanlegern zu Vorsicht. SpaceX-Chef Elon Musk hatte am Donnerstag erklärt, er habe ein gutes Gefühl bei den Umsatzprognosen. Die Einnahmen seien viel berechenbarer geworden. Für den europäischen Kapitalmarkt gilt der Börsengang als wichtiger Test. Der Anteil des in Wertpapieren gehaltenen Vermögens in Privathaushalten liegt in der Europäischen Union bei lediglich 17 Prozent, verglichen mit 43 Prozent in den USA. Die Beteiligung von Privatanlegern an Börsengängen ist in Europa in den vergangenen Jahren selten geworden. Bei den 15 größten britischen Börsengängen im Jahr 2021 gab es nur bei dem Essenslieferanten Deliveroo eine Tranche für Privatanleger. Dessen Aktienkurs war am ersten Handelstag um bis zu 30 Prozent eingebrochen. Auch bei derzeit hoch bewerteten KI-Unternehmen wie Anthropic oder OpenAI warnen Experten vor den Risiken geplanter Börsengänge.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Erheblicher Preisabfall nach dem Börsengang
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