Bundesgericht in Alabama blockiert Neuzuschnitt von Wahlkreisen
Auf einen Blick
- Ein Bundesgericht in Alabama hat den Neuzuschnitt von Wahlkreisen vorläufig blockiert, der laut Richtern schwarze Wähler diskriminiert.
- Die Republikaner hatten versucht, einen Plan von 2023 wieder einzuführen.
KI-generierte Zusammenfassung
Ein Bundesgericht in Alabama hat den Neuzuschnitt von Wahlkreisen vorläufig blockiert, der laut Richtern schwarze Wähler diskriminiert. Die Republikaner hatten versucht, einen Plan von 2023 wieder einzuführen.
Der Fall beschäftigte schon mehrmals Gerichte in den USA. Bei der jetzigen Anordnung handelt es sich um eine einstweilige Verfügung. Es ist eine, zumindest kurzfristige, Niederlage für die Republikaner in dem südlichen Bundesstaat. Denn Alabama legte gegen die Anordnung bereits Berufung ein.
Hintergrund der Neuzuschnitte von Wahlkreisen – das sogenannte Gerrymandering – ist, dass alle zehn Jahre die Wahlkreise neu zugeschnitten werden müssen, damit sie jeweils ähnlich viele Einwohner umfassen. In der Praxis nutzen Parteien diesen Prozess jedoch oft, um sich Vorteile zu verschaffen: So können aus einem Wahlkreisteil mit klarer Mehrheit Gebiete in einen anderen Wahlkreis verfrachtet werden, in dem das Rennen enger ist. In vielen Bundesstaaten befassen sich US-Gerichte mit derartigen Fällen.
Am 3. November gibt es in den USA Parlamentswahlen: Das Repräsentantenhaus wird komplett neu gewählt, und ein Teil des Senats. Bei diesen Zwischenwahlen könnte jedes einzelne Abgeordnetenmandat entscheidend sein. Auf Druck von US-Präsident Donald Trump sind seine Parteifreunde in den Bundesstaaten dabei, die Linien zugunsten der Republikaner neu zu ziehen. In Texas, Florida, Oklahoma, Tennessee, Alabama, North Carolina und Ohio gab es neue Wahlkreise oder Pläne dafür. Die Demokraten zogen etwa in Kalifornien und Virginia nach, stehen aktuell aber schlechter da.




