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Bundesregierung verschiebt Start von 65-Prozent-Erneuerbare-Regelung auf November
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Spiegel Wirtschaft29.04.2026Politik1 dk okumaGermany

Bundesregierung verschiebt Start von 65-Prozent-Erneuerbare-Regelung auf November

Kabinett beschließt Änderung des Gebäudeenergiegesetzes – Union und SPD setzen Verschiebung gegen Widerstand der Grünen durch

Auf einen Blick

  • Die Bundesregierung verschiebt die umstrittene 65-Prozent-Erneuerbare-Pflicht für neue Heizungen vom 1.
  • Juli auf den 1.
  • Das Bundeskabinett beschloss eine Änderung des Gebäudeenergiegesetzes auf Initiative von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Bauministerin Verena Hubertz (SPD).

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die 65-Prozent-Regelung war Kern der Heizungsgesetz-Reform der früheren Ampelregierung aus SPD, Grünen und FDP. Sie sollte den Umstieg auf Wärmepumpen ankurbeln und wurde 2023 monatelang kontrovers diskutiert. Die Union versprach im Wahlkampf die Abschaffung, was nun im Koalitionsvertrag festgeschrieben ist.

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Die Bundesregierung will die Vorgabe aus dem umstrittenen Heizungsgesetz streichen, dass neue Anlagen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Doch nach SPIEGEL-Informationen verschiebt sie den für den 1. Juli festgelegten gesetzlichen Start der Regelung nun auf den 1. November. Einen entsprechenden Beschluss für eine Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) hat das Bundeskabinett gefasst. Zunächst hatte die Nachrichtenagentur Reuters darüber berichtet. Der Beschluss geht auf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Bauministerin Verena Hubertz (SPD) zurück. Mit der Verschiebung soll aus Gründen der Rechtssicherheit verhindert werden, dass die 65-Prozent-Anforderung für kurze Zeit gilt, bevor sie wieder abgeschafft wird. Dies soll an ein laufendes Gesetzgebungsverfahren angehängt werden, um die Änderung vor dem 1. Juli in Kraft zu setzen. Die 65-Prozent-Regel war Kern der Reform der früheren Ampelregierung. 2023 hatte sie zu monatelangem Streit geführt. Mit der Vorschrift, die als Heizungsgesetz bekannt wurde, wollte der damalige Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) den Umstieg auf Wärmepumpen ankurbeln. Die Union versprach im Bundestagswahlkampf, es abschaffen zu wollen. Das steht auch im Koalitionsvertrag. Die Grünen reagierten empört auf den Kabinettsbeschluss. »Diese Bundesregierung stiftet weiter Verwirrung hinsichtlich der 65-Prozent-Erneuerbaren-Regelung im Gebäudeenergiegesetz«, sagte Vizefraktionschefin Julia Verlinden gegenüber Reuters. »Das ist unverantwortlich. Statt daran zu arbeiten unser Land in Zeiten von Krisen aus der fossilen Abhängigkeit zu führen, werden die Menschen so weiter an teures Gas gekettet.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die Grünen werden im Bundestag gegen die Änderung stimmen und eine Abstimmungsniederlage erleben

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Die endgültige Abschaffung der 65-Prozent-Regelung wird Teil des Koalitionsvertrags sein

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Die Grünen werden das Thema im Wahlkampf 2025/2026 nutzen

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wann genau soll die 65-Prozent-Regelung endgültig abgeschafft werden?
  • Welche Alternative zur Förderung erneuerbarer Heizungen plant die Regierung?
  • Wie wird die fossile Abhängigkeit reduziert ohne die 65-Prozent-Vorgabe?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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