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BackChinesischer Roboter G1 von Unitree Robotics unterstützt Gepäckabfertigung am Haneda Airport
Chinesischer Roboter G1 von Unitree Robotics unterstützt Gepäckabfertigung am Haneda Airport
In Entwicklung
Heise Online29.04.2026Technik2 dk okumaGermany

Chinesischer Roboter G1 von Unitree Robotics unterstützt Gepäckabfertigung am Haneda Airport

Auf einen Blick

  • Der humanoide Roboter G1 von Unitree Robotics wird testweise in der Gepäckabfertigung am Tokioter Haneda Airport eingesetzt, um das Personal von Japan Airlines zu unterstützen.
  • Trotz seiner geringen Größe und Traglast soll er zur Bewältigung des hohen Gepäckaufkommens und des Arbeitskräftemangels beitragen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der humanoide Roboter G1 von Unitree Robotics wird testweise in der Gepäckabfertigung am Tokioter Haneda Airport eingesetzt, um das Personal von Japan Airlines zu unterstützen. Dies geschieht vor dem Hintergrund des japanischen Arbeitskräftemangels aufgrund einer überalterten Gesellschaft.

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Der humanoide Roboter G1 des chinesischen Robotikherstellers Unitree Robotics hat auf dem Haneda Airport in Tokio bei Japan Airlines ein neues Aufgabenfeld gefunden. Der Roboter wird dort derzeit testweise in der Gepäckabfertigung eingesetzt, um menschliches Personal zu unterstützen. Bald soll der G1 Aufgaben dauerhaft übernehmen.

Rund 60 Millionen Passagiere werden jährlich am Flughafen Tokio-Haneda abgefertigt. Dabei fällt viel Gepäck und auch Fracht an, die bewegt werden müssen. Auf dem japanischen Arbeitsmarkt herrscht jedoch aufgrund der überalterten Gesellschaft Mangel an Arbeitskräften im erwerbsfähigen Alter. Kaum jemand mag noch die teils schwere und belastende Arbeit verrichten.

Um die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter von Japan Airlines zu verbessern, setzt die Fluglinie auf den humanoiden G1-Roboter, der körperlich schwere Arbeit Hand in Hand mit den menschlichen Arbeitern verrichten soll. Die sicherheitsrelevanten Arbeiten sollen jedoch weiterhin von Menschen erledigt werden, betont die Airline. Konkret geht es um den Umgang mit Gepäck, Fracht und Ausrüstung, die häufig unter Zeitdruck verwaltet und abgefertigt werden müssen.

Dass dafür ein G1-Roboter eingesetzt wird, ist allerdings verwunderlich, denn er ist mit 1,32 m relativ klein, wiegt lediglich 35 kg und kann entsprechend nur mit leichten Objekten bis zu 3 kg pro Arm umgehen. Das scheint eigentlich nicht optimal zu sein, um ihn für schwere Arbeiten einzusetzen. Auch der kleine Akku von lediglich 9000 mAh lässt den Roboter nicht besonders lange durchhalten: Nach maximal zwei Stunden muss er gewechselt werden. Offensichtlich scheint das jedoch auszureichen, um den Roboter sinnvoll am Flughafen einsetzen zu können.

Bisherige Versuche, den Gepäckabfertigungsbetrieb an Flughäfen mit Robotern zu automatisieren, sind weitgehend fehlgeschlagen. Der Grund: Auf spezielle Aufgaben ausgerichtete Roboter können nicht flexibel genug in dynamischen Umgebungen eingesetzt werden. Humanoide Roboter können aufgrund ihrer ausgeprägten Wahrnehmungssensorik und ihrer Künstlichen Intelligenz (KI) auch auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren und sicher mit menschlichen Arbeitskräften kollaborativ arbeiten. Der humanoide Aufbau begünstigt ihren Einsatz in für Menschen gemachten Arbeitsumgebungen. Anpassungen an die Arbeitsinfrastruktur müssen so nicht vorgenommen werden.

Die Umsetzung und die Integration des G1-Roboters in die Flughafenumgebung erfolgen in Kooperation mit dem japanischen Internetunternehmen GMO Internet Goup. Dazu erstellten die Projektingenieure einen digitalen Zwilling des G1 und bildeten mittels Motion-Capture- und Videodaten menschliche Arbeitsweisen nach. In der virtuellen Umgebung erlernt der Roboter durch Reinforcement Learning, die angedachten Aufgaben immer besser und vor allem unter unterschiedlichen Bedingungen durchzuführen. Die Trainingsdaten werden auf den echten Roboter übertragen und angepasst. Der G1 kann dann die Aufgaben in realen Umgebungen erledigen.

Ab Mai soll der G1 in der Gepäckabfertigung eingesetzt werden. Bisher wurden lediglich einzelne Tests durchgeführt. Die Einführung des humanoiden Roboters erfolge jedoch schrittweise. Es sollen weiterhin geeignete Arbeiten gefunden werden, die der Roboter dann selbstständig unter Beachtung von Sicherheitsbestimmungen durchführt. Die Anwendung des Roboters werde durchgängig evaluiert, um ihn nur in Bereichen einzusetzen, wo er auch sinnvolle Aufgaben durchführen kann. Das Projekt mit GMO ist zunächst auf zwei Jahre angelegt.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Der Einsatz des G1 wird schrittweise auf weitere Aufgaben ausgeweitet, sofern die Tests erfolgreich verlaufen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Andere Fluggesellschaften und Flughäfen werden ähnliche Roboterlösungen in Erwägung ziehen, um dem globalen Arbeitskräftemangel zu begegnen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Die technischen Limitierungen des G1 (Traglast, Akkulaufzeit) werden durch zukünftige Modelle behoben oder durch intelligente Prozessgestaltung kompensiert.

    Möglich · Innerhalb von Jahren

Offene Fragen

  • Wie wird die Sicherheit bei der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter gewährleistet?
  • Welche spezifischen Aufgaben wird der G1 übernehmen?
  • Wie hoch sind die Kosten für die Implementierung und Wartung des Roboters?
  • Wie wird die Akzeptanz der Mitarbeiter gegenüber dem Roboter sein?

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This article was originally published by Heise Online.

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