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Christian Würtz wird neuer Bischof von Eichstätt
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Christian Würtz wird neuer Bischof von Eichstätt

Auf einen Blick

  • Christian Würtz, 55, wird neuer Bischof von Eichstätt.
  • Er war zuvor Weihbischof in Freiburg und wird damit der jüngste Bischof Deutschlands.
  • Würtz studierte zunächst Jura, dann Theologie und freut sich auf seine neue Aufgabe, trotz des Abschieds von Freiburg.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Christian Würtz wird zum Bischof von Eichstätt ernannt und ist damit der jüngste Bischof Deutschlands. Er studierte zunächst Jura, dann Theologie und war zuvor Weihbischof in Freiburg.

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Er habe erst einmal um Bedenkzeit gebeten, als der Nuntius aus Berlin anrief, schildert Christian Würtz. «Es war in der Tat eine Überraschung.» Der Botschafter des Papstes in Deutschland informierte Würtz, dass Leo XIV. vorhabe, ihn zum Bischof von Eichstätt zu ernennen. Er habe nicht gleich Ja gesagt, gesteht Würtz nun an einem freundlichen Sommertag in Eichstätt. Er kam dem Wunsch des Papstes dann aber schließlich doch nach. Und so wird er bald die Umzugskisten packen und Freiburg Richtung Bayern verlassen.

Der 55 Jahre alte Würtz, geboren in Karlsruhe, war seit 2019 Weihbischof in Freiburg. Nun wird er zum Diözesanbischof aufsteigen und damit aktuell jüngster Oberhirte der katholischen Kirche in Deutschland werden. Als nach 13 Monaten bischofsloser Zeit im voll besetzten Dom der Name des Neuen verkündet wird, brandet Applaus auf. Würtz sagt in seiner kurzen Rede, dass er auf die Mithilfe der Gläubigen angewiesen sei: «Sie haben Erfahrung, wie Kirche hier gelebt wird.» Gerade das erste Jahr sei ein «Jahr des Auges, ein Jahr des Schauens».

Der neue Bischof studierte zunächst Jura

Eichstätt, so sagt er später vor Journalisten, sei ein schönes Städtchen. Doch der Abschied aus Freiburg werde ihm schwerfallen. «Ich denke, das ist ein gutes Zeichen. Es wäre schlimm, wenn ich sagen würde, zum Glück bin ich dort endlich weg.»

Würtz hat zunächst Jura studiert, dann erst Theologie. Doktortitel hat er in beiden Fächern. Als Freiburger Weihbischof verantwortete er unter anderem die Priesterausbildung. Die Frage, ob er Jura oder lieber Theologie mit dem Ziel Priester studieren sollte, habe ihn schon nach dem Abitur beschäftigt, schildert Würtz. «Ich habe Jura sehr gerne gemacht und hätte mir auch gut vorstellen können, als Richter zu arbeiten.»

Als es aufs Staatsexamen zuging, sei ihm immer öfter der Gedanke gekommen, Priester zu werden. Er habe Jura erst abgeschlossen und dann mit dem Theologiestudium angefangen. «Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen der Juristerei und der Theologie. Es geht um Textauslegung. Viele Fragen, die die Juristen beschäftigen, beschäftigen auch Theologen: Was ist die Würde des Menschen, wie äußert sie sich?»

Kollegen gratulieren

Gleich nach der Bekanntgabe der Personalie reagierten viele Bischofskollegen mit Glückwünschen: «Ich bin mir sicher, dass Du ein guter Verkünder der Frohen Botschaft im Bistum Eichstätt sein wirst. Auch dort gibt es viele Herausforderungen und ein lebendiges Bild von Kirche. Beides wirst Du in den Blick nehmen, um den Menschen Hoffnung zu geben und die Stimme in der Kirche öffentlich wahrnehmbar zu halten», schrieb der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer.

Aus dem benachbarten Erzbistum München-Freising gratulierte der Erzbischof Kardinal Reinhard Marx: «Seien Sie herzlich willkommen in Bayern! Stadt und Bistum Eichstätt liegen so zentral im Freistaat, dass man tatsächlich sagen kann, dass Sie mit der neuen Aufgabe in das Herz von Bayern kommen.» Und der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl teilte mit, er freue sich, dass die Zeit der Vakanz in Eichstätt nun zu Ende gehe. «Gemeinsam wollen wir in herausfordernden Zeiten die Kirche in unserer Region aus dem Glauben heraus gestalten und die Freude der christlichen Botschaft verkünden.»

Wie steht Würtz zur Reformdebatte?

Im Juni 2025 hatte Eichstätts langjähriger Bischof Gregor Maria Hanke sein Amt abgegeben. Er galt zusammen mit seinen Kollegen aus Passau, Regensburg und Köln als dezidierter Kritiker der Reformbestrebungen deutscher Katholikinnen und Katholiken.

Und wie sieht Würtz die Reformbestrebungen? Bei seinem ersten Statement blieb er allgemein, es sei allen aufgegeben, «synodal als Kirche unterwegs zu sein».

Ein Blick in die Abstimmungslisten des Reformprozesses Synodaler Weg erlaubt zumindest ein paar Rückschlüsse. So hat Würtz als Freiburger Weihbischof die Dokumente zu Frauen in sakramentalen Ämtern und zu Segensfeiern für gleichgeschlechtliche befürwortet, ebenso die Idee, auch Laien in Messen predigen zu lassen. Dieses Vorhaben hat der Vatikan jüngst allerdings einkassiert.

Gebeutelt vom Finanzskandal

Eichstätt ist, gemessen an der Zahl der Katholikinnen und Katholiken, das kleinste bayerische Bistum mit 334.517 Mitgliedern (Stand: 2025). Die Diözese liegt zentral im Freistaat und erstreckt sich vom Süden Nürnbergs bis nach Ingolstadt.

In den vergangenen Jahren hatte das Bistum vor allem Schlagzeilen wegen eines Finanzskandals gemacht - Verantwortliche standen vor Gericht, weil das Bistum spekulative Immobilieninvestitionen in den USA in Höhe von rund 60 Millionen US-Dollar (aktuell etwa 52,6 Millionen Euro) getätigt hatte, die nicht wie geplant zurückflossen.

Die Probleme gingen weit über die Folgen des Finanzskandals hinaus, betonte die Reformgruppe «Wir sind Kirche» in einem Statement zur Personalie. «Die Diözese braucht einen Ermöglicher, der die Menschen zusammenruft; der die Mitarbeitenden und Gläubigen neu motiviert; der die Leute nach Ideen und Initiativen befragt.»

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Würtz wird die Reformbestrebungen im Bistum Eichstätt unterstützen.

    Wahrscheinlich · Mittelfristig

Offene Fragen

  • Wie wird Würtz die Reformdebatte gestalten?
  • Wie wird er die Folgen des Finanzskandals bewältigen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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