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Commerzbank lehnt Übernahmeangebot der Unicredit ab
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Handelsblatt18.05.2026Business2 dk okumaGermany

Commerzbank lehnt Übernahmeangebot der Unicredit ab

Auf einen Blick

  • Die Commerzbank lehnt das Übernahmeangebot der italienischen Unicredit ab.
  • Vorstand und Aufsichtsrat halten das Angebot für nicht angemessen und sehen Risiken.
  • Sie raten Aktionären, das Angebot nicht anzunehmen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Unicredit made a voluntary offer for Commerzbank shares in early May, proposing an exchange of 0.485 new Unicredit shares for each Commerzbank share. Commerzbank's management has rejected this offer, citing inadequate premium and a lack of a clear strategic plan from Unicredit.

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Die Commerzbank lehnt das jüngste Übernahmeangebot der italienischen Unicredit ab. „Die Unicredit bietet den Aktionären der Commerzbank keine angemessene Prämie und hat keinen nachvollziehbaren und belastbaren strategischen Plan für einen Zusammenschluss vorgelegt“, heißt es in einer Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat, die der Dax-Konzern in Frankfurt veröffentlichte. Der Plan sei vage und berge „erhebliche Risiken“. Die Unicredit unterschätze Ertragsverluste, überschätze Synergien und rechne mit einer „unrealistischen Umsetzungsdauer“.

Vorstand und Aufsichtsrat raten den Commerzbank-Aktionären, das Umtauschangebot nicht abzunehmen. Beide Gremien seien überzeugt, dass die eigenständige Umsetzung der jüngsten Strategie mit erhöhten Gewinnzielen mehr Wert schaffe. „Was die Unicredit als Zusammenschluss bezeichnet, erweist sich als Restrukturierungsvorschlag, der massiv in unser bewährtes und profitables Geschäftsmodell eingreifen würde“, sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp.

Unterdessen sicherte sich die Unicredit den Kaufpreis für weitere Anteile an der Commerzbank. Nach Angaben vom Montag verfügten die Italiener über 26,77 Prozent der Commerzbank-Aktien und hatten über Finanzinstrumente Zugriff auf weitere 3,22 Prozent. Mit zusammen 29,99 Prozent blieben sie somit knapp unter der Schwelle von 30 Prozent. Insgesamt melden sie jetzt allerdings eine Steigerung der Stimmrechte von 32,64 auf 38,87 Prozent. Darin enthalten sind Kaufpreis-Sicherungen für 8,88 Prozent der Aktien.

Die Unicredit aus Mailand hatte Anfang Mai ein freiwilliges Angebot für sämtliche Commerzbank-Anteile vorgelegt. Sie bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 neue Unicredit-Aktien. So will die Unicredit bis zum 16. Juni weitere Aktien einsammeln, ohne ein Pflichtangebot vorlegen zu müssen, was deutlich teurer wäre. Die Offerte kann bis 3. Juli verlängert werden.

Der rechnerische Angebotswert weise einen erheblichen Abschlag zum langfristigen Wertschöpfungspotenzial und dem aktuellen Kurs auf, kritisierte die Commerzbank. „Die Commerzbank-Aktie notierte nach der Ankündigung des Angebots zu jedem Schlusskurs oberhalb des Angebotswerts.“

Die Unicredit ist in Deutschland mit der Hypovereinsbank (HVB) aktiv und erwartet Potenzial für Milliarden-Einsparungen. Die Commerzbank sieht das Vorgehen der Unicredit als feindlich und erhält Unterstützung vom Bund, der gut zwölf Prozent der Commerzbank-Anteile hält. Die Bank will ihre Aktionäre mit ambitionierten Gewinn- und Renditezielen bis 2030 von einem eigenständigen Kurs überzeugen. Erst kürzlich verkündete die Commerzbank den Abbau von rund 3.000 Stellen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Unicredit may increase its offer or launch a new bid.

    Möglich · Innerhalb von Wochen

  • Commerzbank's stock price will remain volatile as the situation develops.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Will Unicredit increase its offer or pursue other strategies?
  • How will Commerzbank's independent strategy perform against market expectations?
  • What is the German government's next move as a significant shareholder?
  • What are the potential long-term implications for the European banking sector?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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