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DAX erholt sich nach schwachem Start – Tech-Aktien belasten
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Tagesschau Wirtschaft23.06.2026Business3 dk okumaGermany

DAX erholt sich nach schwachem Start – Tech-Aktien belasten

Auf einen Blick

  • Der DAX schloss nach einem schwachen Start bei 24.893 Punkten, ein Verlust von einem Prozent.
  • Gewinnmitnahmen und Sorgen um Tech-Aktien, insbesondere SpaceX, belasteten die Märkte weltweit.
  • Die US-Iran-Gespräche lieferten keine neuen Impulse.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Nach Gewinnmitnahmen an der Nasdaq und asiatischen Märkten startete der DAX schwach, konnte sich aber im Tagesverlauf erholen. Die Aktie von SpaceX brach nach ihrer Anleiheemission ein und fiel im Ranking der wertvollsten Unternehmen zurück.

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War das nur eine vorübergehende Kurskorrektur oder mehr? Nach der Welle von Gewinnmitnahmen an der Technologiebörse Nasdaq und den asiatischen Märkten war der DAX schwach in den Tag gestartet.

Im Tagesverlauf konnte sich der deutsche Leitindex aber etwas erholen. Er verringerte seinen Tagesverlust von in der Spitze eineinhalb Prozent auf ein Prozent und schloss bei 24.893 Punkten.

Gestern hatte der DAX noch mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 25.139 Punkten geschlossen. Fortschritte bei den US-Iran-Gesprächen hatten die Anleger optimistisch gemacht.

"Die Schwäche der Technologieaktien weltweit beunruhigt die Anleger, während neue Impulse aus den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran fehlen", sagte Jochen Stanzl, Analyst der Consorsbank. "Der DAX gerät unter dieselbe Welle an Gewinnmitnahmen, die auch Asien und die US-Börsen erfasst hat." Größter Verlierer im DAX war denn auch die Infineon-Aktie.

Besonders berunruhigend waren der Kurseinbruch des Börsenneulings SpaceX in New York und die heftigen Verluste an der Börse in Südkorea. Dort war der Verkaufsdruck so heftig, dass der Handel in Seoul zeitweise ausgesetzt wurde. Der Leitindex Kospi, der als Seismograph für die KI-Rally gilt, schloss zehn Prozent tiefer. Auch die Gewinnserie in Japan riss mit einem Minus von drei Prozent im Nikkei.

Die Aktie von SpaceX brach gestern um 16 Prozent ein, nachdem der Weltraum- und KI-Konzern seine erste Anleiheemission gestartet hatte. Experten werten dies als einen Schritt im Rahmen einer voraussichtlich massiven Kreditaufnahme zur Finanzierung der Ambitionen im KI-Bereich. Im frühen US-Handel heute erholte sich das Papier aber leicht, was auch die deutschen Anleger etwas beruhigte.

Die zunächst fulminante Kursentwicklung nach dem Börsengang von SpaceX am 12. Juni hatte dem Unternehmen zeitweise den Status des viertwertvollsten Unternehmens der Welt beschert. Durch den Kursrutsch aber ist das noch etwa 2,2 Billionen Dollar schwere Weltraum- und KI-Unternehmen mittlerweile auf den siebten Platz zurückgefallen. "SpaceX dürfte für viele Privatanleger ein Indikator dafür sein, wie hoch das Kurspotenzial im KI-Sektor noch ist. Da die Aktie nun fast wieder dort angelangt ist, wo sie beim Börsengang in den Handel gestartet ist, sehen die Anleger auch für den gesamten Sektor rot", sagte Consors-Analyst Stanzl.

Nicht zuletzt das aktuelle Zinsausblick, der für steigende Kreditkosten bei den hoch verschuldeten Technologiekonzernen spricht, mahnt die Anleger derzeit zur Vorsicht. Ob die hohen Bewertungen für Tech- und KI-Konzerne gerechtfertigt sind, bleibt eine berechtigte Frage. Denn irgendwann müssen sie die milliardenschweren Investitionen in Gewinne übersetzen. Für die Investitionen sind Kredite nötig. Deshalb blicken die Anleger so gebannt auf die Geldpolitik der Notenbanken, denn die Leitzinsen sind ein wesentlicher Faktor für die Kreditzinsen.

Zuletzt hatte die amerikanischen Notenbank Fed den Leitzins zwar unverändert gelassen. Aber die Notenbanker um den neuen Fed-Chef Kevin Warsh hatten Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen. Mittlerweile rechnen die meisten Beobachter mit einer Zinserhöhung der Fed im September.

Die Aktie von RWE konnte zwischenzeitliche Verluste wettmachen. Der Energiekonzern will die Mehrheit am Netzbetreiber Amprion übernehmen und hat sich dafür noch gestern Abend rund vier Milliarden Euro über eine Kapitalerhöhung besorgt.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Zinserhöhung der Fed im September

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Sind die hohen Bewertungen für Tech- und KI-Konzerne gerechtfertigt?
  • Wann werden die Investitionen in Gewinne übersetzt?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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