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Dax startet mit Rückenwind – Ölpreise und SpaceX-Börsengang bewegen Märkte
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Handelsblatt18.06.2026Business4 dk okumaGermany

Dax startet mit Rückenwind – Ölpreise und SpaceX-Börsengang bewegen Märkte

Auf einen Blick

  • Der deutsche Leitindex Dax steigt am Donnerstagmorgen um 0,5 Prozent auf über 25.000 Punkte.
  • US-Märkte gaben nach Zinsentscheid der Fed nach.
  • Ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran sorgt für Erleichterung, während Ölpreise und der SpaceX-Börsengang die Märkte bewegen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der Dax startet mit Rückenwind in den Handelstag. Die US-Aktienmärkte hatten nach dem Zinsentscheid der Federal Reserve nachgegeben. Ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran sorgt für Erleichterung.

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Düsseldorf. Der Dax geht mit Rückenwind in den vorletzten Handelstag der Woche. Der deutsche Leitindex liegt am Donnerstagmorgen bei 25.043 Zählern und damit 0,5 Prozent im Plus. Er knackt damit erneut die wichtige Marke von 25.000 Punkten. Am Mittwoch hatte er noch leicht darunter und damit unverändert geschlossen.

Die US-Aktienmärkte hatten nach dem Zinsentscheid der Notenbank nachgegeben. Die Federal Reserve (Fed) hatte auch unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh den Leitzins nicht angetastet. Dieser bleibt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, wie die Fed am Mittwoch bekannt gab. Infolge des Irankrieges hat die Inflation in den USA kräftig angezogen, womit von US-Präsident Donald Trump geforderte Zinssenkungen vorerst als unwahrscheinlich gelten.

Die Fed betont, dass die Inflation im Vergleich zum Zielwert deutlich zu hoch ist, auch wegen gestörter Lieferketten. Entsprechend hoben die Mitglieder des geldpolitischen Rates (FOMC) ihre Inflationserwartung für dieses Jahr von 2,7 auf 3,6 Prozent an. Der Fokus der deutschen Anleger liegt derzeit eher in den USA, wo auch der Börsengang des Raumfahrtunternehmens SpaceX weiterhin die Märkte bewegt. Die Aktie ist in dieser Woche sehr volatil.

Für Erleichterung an den Märkten dürfte die Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran für ein Kriegsende sorgen. Das 14 Punkte umfassende Abkommen verlängert eine im April verkündete Waffenruhe um weitere 60 Tage. Die beiden Länder wollen die Kämpfe an allen Fronten beenden.

Die USA verpflichten sich, dem Iran Zugriff auf seine eingefrorenen Gelder zu gewähren und die Blockade iranischer Schiffe und Häfen aufzuheben. Der Iran versichert im Gegenzug, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder auf Vorkriegsniveau zu bringen und keine Atomwaffen herzustellen oder zu erwerben.

Dass die Friedensaussichten im Nahen Osten weitergehen und die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus für die Energieexporte aber auch für die Verschiffung anderer wichtiger Produkte wie zum Beispiel Düngemitteln dauerhaft sein wird, könnte die Inflationssorgen der Anleger bremsen.

Die Ölpreise profitieren ebenfalls. Das US-Öl WTI liegt am Donnerstagmorgen 2,4 Prozent im Minus bei knapp 75 Dollar pro Barrel (159 Liter). Die für Europa wichtigste Rohölsorte Brent zur Lieferung im August notiert 2,1 Prozent schwächer bei fast 78 Dollar.

„Der einfache Teil war, eine Einigung zu erzielen – der schwierigere ist, zu bestimmen, wie viel von der Störung der vergangenen Monate dauerhaft bleibt“, sagte Haris Khurshid, Investmentchef von Karobaar Capital, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die US-Großbank Goldman Sachs geht nun davon aus, dass sich die Ölausfuhren aus der Region am Persischen Golf bis Ende Juli normalisieren. Zuvor hatten die Analysten mit einer Normalisierung erst bis Ende August gerechnet. Dennoch könnten die Lieferströme nur auf etwa 70 Prozent des Vorkriegsniveaus zurückkehren, hieß es in einer Studie. Ein Grund seien alternative Exportwege, die Produzenten inzwischen nutzten.

Mit seiner ersten Zinsentscheidung hat Fed-Chef Kevin Warsh viele Beobachter überrascht – auch Donald Trump. Zwar versuchte Trump, sich mit Blick auf den stabilen Zins nichts anmerken zu lassen. Darauf angesprochen, dass die Geldpolitik womöglich im weiteren Jahresverlauf eher gestrafft statt wie von ihm erhofft gelockert werden dürfte, überkam es ihn dann doch: „Es ist kaum zu glauben. Das zieht das Land einfach nur runter, und es ist so, es ist so ungewöhnlich“, sagte er vor Journalisten.

Im Tagesverlauf geben auch noch die Zentralbanken in Großbritannien, Norwegen ihre Zinsentscheidungen bekannt. Die Schweiz hat das bereits am Morgen getan. Trotz der anziehenden Inflation belässt die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Leitzins auf dem niedrigsten Niveau aller größeren Währungsräume. Der SNB-Leitzins bleibe unverändert bei null Prozent, teilte die Notenbank mit.

Von der Nachrichtenagentur Reuters im Vorfeld der vierteljährlichen geldpolitischen Lagebeurteilung der SNB befragte Ökonomen hatten einhellig prognostiziert, dass die Notenbanker am Nullzins festhalten werden. Bei Bedarf sei die Bereitschaft der Nationalbank am Devisenmarkt zu intervenieren erhöht. Damit wirke die SNB einer raschen und übermässigen Aufwertung des Frankens entgegen.

Die SNB erklärte, als Folge der höheren Energiepreise sei die Inflation in den vergangenen Monaten zwar gestiegen. Der mittelfristige Inflationsdruck sei gegenüber der vorherigen Lagebeurteilung vom März aber praktisch unverändert. Die Geldpolitik der Nationalbank sei angemessen, um die Inflation im Bereich der Preisstabilität zu halten, und sie stütze die Wirtschaftsentwicklung. Die Nationalbank werde die Lage weiter beobachten und die Geldpolitik wenn nötig anpassen, um die Preisstabilität sicherzustellen.

Investoren erwarten auch in den anderen beiden Ländern keine Änderungen, werden aber auf die Ausblicke achten. In Großbritannien liegt der Leitzins bei 3,75 Prozent, in Norwegen bei 4,25 Prozent.

Infineon: Der Münchner Halbleiterhersteller wird in zwei Wochen eine Fabrik mit einer Investitionssumme von fünf Milliarden Euro in Betrieb nehmen. In der Nähe von Dresden, im Industriepark „Silicon Saxony“, soll künftig jeder dritte in Europa gefertigte Chip hergestellt werden. Die Infineon-Aktie liegt am Donnerstagmorgen 4,1 Prozent im Plus.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Ölausfuhren aus der Golfregion normalisieren sich bis Ende Juli.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie dauerhaft sind die Friedensaussichten im Nahen Osten?
  • Wie wirken sich die neuen Exportwege auf die Ölpreise aus?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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