Newsgather
BackDeutschland und Dänemark halten an Grenzkontrollen fest
Deutschland und Dänemark halten an Grenzkontrollen fest
In Entwicklung
Die Zeit14 sa öncePolitik1 dk okumaGermany

Deutschland und Dänemark halten an Grenzkontrollen fest

Auf einen Blick

  • Deutschland und Dänemark wollen ihre Grenzkontrollen fortsetzen.
  • Bundesinnenminister Dobrindt und sein dänischer Amtskollege Bødskov sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Rückdrängung illegaler Migration.
  • Ein erster "Return Hub" außerhalb der EU ist für 2027 geplant.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Deutschland und Dänemark setzen ihre Grenzkontrollen fort, um illegale Migration einzudämmen. Ein neues Konzept sind "Return Hubs" außerhalb der EU zur Unterbringung von Migranten, die nicht abgeschoben werden können.

Schriftgröße

Deutschland und Dänemark wollen vorerst an den Kontrollen an der gemeinsamen Grenze festhalten. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte nach einem Gespräch mit dem dänischen Minister für Migration und Integration, Morten Bødskov: »Bei uns sind die Grenzkontrollen ein wichtiger Beitrag, um die illegale Migration zurückzudrängen.«

Der Erfolg der Kontrollen habe sich in den vergangenen Monaten gezeigt. Die Grenze zu Dänemark spiele in diesem Zusammenhang zwar nur eine kleinere Rolle, dennoch sei die Bundespolizei auch dort erfolgreich gegen Schleuser vorgegangen. Die Polizeikräfte Dänemarks und Deutschlands arbeiteten eng zusammen. Bødskov sprach davon, dass man derzeit auch auf dänischer Seite noch die Notwendigkeit für Kontrollen an dieser Grenze sehe.

Deutschland hat die stationären Kontrollen an der Grenze zu Dänemark am 16. September 2024 eingeführt und seither mehrfach verlängert. Dänemark hatte bereits am 12. Mai 2024 mit festen Kontrollen an der Grenze zu Deutschland begonnen. Zwischen Dänemark und Deutschland stellt die Bundespolizei weit weniger unerlaubte Einreisen fest als an den Grenzen zu Polen, Frankreich und Österreich.

Erster Return Hub soll 2027 starten

Dobrindt und Bødskov hoben hervor, wie gut ihre Zusammenarbeit in der Migrationspolitik auf europäischer Ebene verlaufe, insbesondere mit Blick auf die sogenannten Return Hubs. Das sind Abschiebezentren, die außerhalb der Europäischen Union aufgebaut werden sollen. Dorthin sollen irreguläre Migranten gebracht werden, die in Europa keinen Schutzstatus erhalten haben, aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden können.

Laut Dobrindt sind auch Griechenland, die Niederlande und Österreich an diesen Maßnahmen interessiert. Die beiden Minister zeigten sich zuversichtlich, dass man noch in diesem Jahr eine Vereinbarung mit einem Staat treffen könne, der bereit sei, auf seinem Staatsgebiet einen Return Hub einzurichten. Im kommenden Jahr könne man dann mit einem Pilotprojekt starten. Ein konkretes Land nannten sie nicht.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Vereinbarung mit einem Staat zur Einrichtung eines Return Hubs noch in diesem Jahr.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Start eines Pilotprojekts für Return Hubs im kommenden Jahr.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Welches Land wird einen Return Hub einrichten?
  • Wann genau startet das Pilotprojekt?

Verwandte Themen

This article was originally published by Die Zeit.

Ähnliche Meldungen

Joachim Gauck bei Lanz: Über Freiheit, Heimat und die AfD
Politik·2 dk önce

Joachim Gauck bei Lanz: Über Freiheit, Heimat und die AfD

Joachim Gauck diskutiert bei Markus Lanz über die Herausforderungen der globalisierten Moderne, das Bedürfnis nach Entlastung von Freiheit und die Attraktivität von Nationalpopulismen. Er bezieht sich auf eine Studie über "Entdecker und Verteidiger" und kritisiert die inflationäre Nutzung des Faschismus-Vokabulars. Gauck sieht einen "Grundverdacht gegenüber unserer offenen Gesellschaft" als Ursache für die Flucht zur AfD und schlägt ein Bündnis von Union und Linken vor, um "weniger Schlechtes" zu gestalten.

FAZ
Mehr zu diesem ThemaGrenzkontrollen