DIW-Präsident Fratzscher kritisiert Rentenkommission: "Mut und Konsequenz fehlen"
Auf einen Blick
- DIW-Präsident Marcel Fratzscher kritisiert die Pläne der Rentenkommission als zu vorsichtig.
- Er bemängelt fehlenden Mut und Konsequenz, die hohe Altersarmut, die Belastung junger Generationen und Ungerechtigkeiten nicht grundlegend zu ändern.
- Fratzscher fordert Nachbesserungen zur Stärkung der Grundrente und gerechteren Finanzierung.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Rentenkommission legt Vorschläge zum Umbau der Altersvorsorge vor. DIW-Präsident Fratzscher kritisiert diese als zu vorsichtig und nicht ausreichend zur Stabilisierung des Systems.
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»Mut und Konsequenz fehlen« DIW-Präsident Fratzscher kritisiert Pläne der Rentenkommission
Das Renteneintrittsalter soll maßvoll steigen, eine Kapitalrente das bisherige System ergänzen. Doch für den Topökonomen Marcel Fratzscher reicht dies nicht aus, die Schieflage des Systems zu beseitigen.
21.06.2026, 18.58 Uhr
Noch bevor die Rentenkommission am Dienstag ihre Vorschläge zum Systemumbau bei der Altersvorsorge offiziell vorlegt, beginnt die Kritik daran. Nach Ansicht des Topökonomen Marcel Fratzscher werden die Pläne nicht ausreichen, um die gesetzliche Alterssicherung zu stabilisieren.
»Die Reformvorschläge der Rentenkommission gehen in die richtige Richtung, bleiben jedoch insgesamt zu vorsichtig«, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der »Rheinischen Post«. »Den Reformvorschlägen fehlen Mut und Konsequenz, denn sie ändern auf absehbare Zeit nichts Grundlegendes an den drei größten Problemen: der hohen Altersarmut, der zu starken Belastung der jungen Generation und der Schieflage bei der Gerechtigkeit.«
Nach SPIEGEL-Informationen wird das 13-köpfige Gremium der Bundesregierung einen umfangreichen Systemumbau vorschlagen. Dazu gehört die Einführung einer ergänzenden Kapital- oder Ansparkomponente, für die ein Zusatzbeitrag von zwei weiteren Prozentpunkten zum bereits fälligen Rentenbeitrag erhoben werden soll. Das Rentenalter soll maßvoll steigen. Die abschlagsfreie »Rente nach 63«, die nach mindestens 45 Beitragsjahren beantragt werden kann, soll gestrichen werden. Mehr dazu lesen Sie hier.
Von der Regierung forderte Fratzscher laut der »Rheinischen Post« deutliche Nachbesserungen. Die Rentenkommission mache lediglich Vorschläge, die Politik müsse die Entscheidungen treffen, sagte der Ökonom. »Die Vorschläge sollten nachgebessert werden, um vor allem die Grundrente zu stärken und armutsfester zu machen, große Einkommen und Vermögen im Alter stärker zu berücksichtigen und die Finanzierung auf nachhaltigere Füße zu stellen.«
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Politik wird Vorschläge der Rentenkommission nachbessern müssen.
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Offene Fragen
- Wird die Politik die Vorschläge nachbessern?
- Wie wird die Finanzierung nachhaltiger gestaltet?
- Wie wird die Grundrente gestärkt?


