Ensemblemitglieder von „Timmy“-Theaterstück erhalten Hasskommentare und Morddrohung
Auf einen Blick
- Ensemblemitglieder des Hamburger Theaterstücks „Timmy – Die Hope stirbt zuletzt“ erhielten nach Angaben des Regisseurs Alexander Klessinger Hasskommentare und eine Morddrohung.
- Die Hamburger Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
- Das Stück, das christliche Symbole verwendet, wurde von Theologen kritisiert, während der Regisseur die Kunstfreiheit verteidigt.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Das Theaterstück „Timmy – Die Hope stirbt zuletzt“ am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg thematisiert die Rettungsversuche und den Medienhype um einen gestrandeten Buckelwal, wobei es Motive der christlichen Passionsgeschichte verwendet. Nach der Premiere entstand eine Debatte über die Nutzung christlicher Symbole.
Im Zuge der Debatte um ein Hamburger Theaterstück über den gestrandeten Buckelwal „Timmy“ haben Mitglieder des Ensembles nach Angaben des Regisseurs zahlreiche Hasskommentare und eine Morddrohung erhalten. Die Drohung sei als private Nachricht auf dem Instagram-Account eines Schauspielers eingegangen und angezeigt worden, sagte Alexander Klessinger der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Die Hamburger Polizei bestätigte, dass sie Ermittlungen aufgenommen habe. Die nächsten Aufführungen von „Timmy – Die Hope stirbt zuletzt“ sollen laut Klessinger von Sicherheitskräften geschützt werden.
In dem am 11. Juli am Ernst-Deutsch-Theater uraufgeführten Stück werden die Rettungsversuche und der Medienhype um den im Frühjahr in der Ostsee gestrandeten Wal aufgegriffen. Genutzt werden Originalzitate von Politikern, Wissenschaftlern, Aktivisten und Augenzeugen. Das vielfach „Timmy“ oder „Hope“ genannte Tier wird dabei auch am Kreuz dargestellt und als eine Art Erlöser inszeniert. Gefragt wird auch, warum Millionen Menschen ihre Sehnsüchte auf einen gestrandeten Wal richteten und wie aus einer Rettungsaktion ein nationales Drama wurde. Die Aufführung arbeitet dabei mit Motiven aus der christlichen Passionsgeschichte und der katholischen Messe.
Nach der Premiere entstand eine Debatte über die Verwendung christlicher Symbole. Die katholischen Theologen Joachim Valentin und Albert Gerhards kritisierten die Inszenierung im Gespräch mit der KNA. Klessinger bezeichnete ihre Äußerungen als moderat und nachvollziehbar. „Ich kann verstehen, dass die Verwendung von Kreuz, Liturgie und anderen religiösen Symbolen für gläubige Menschen irritierend wirkt.“
Zugleich müsse die Kirche als einflussreiche Institution öffentlichen Widerspruch aushalten, sagte der Regisseur. Kunst habe die Aufgabe, Ansprüche auf Deutungshoheit kritisch zu befragen. Eine Grenze sei jedoch erreicht, wenn einzelne Gläubige diffamiert oder ihr Glaube verhöhnt werde.
Nach Angaben Klessingers gingen Hunderte teils beleidigende Kommentare und E-Mails ein. Die Inszenierung werde deshalb nicht verändert. Bei einer der nächsten Aufführungen soll jedoch auf einem Podium über die kirchliche Kritik und die Grenzen religiöser Satire diskutiert werden.
Weitere Aufführungen sind für den 16. und 20. September sowie den 11. Oktober geplant. Ein vierter Termin soll noch bekannt gegeben werden.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Die nächsten Aufführungen des Stücks werden von Sicherheitskräften geschützt.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Eine Podiumsdiskussion über die kirchliche Kritik und die Grenzen religiöser Satire wird stattfinden.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Offene Fragen
- Wer steckt hinter der Morddrohung?
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- Wie wird die Podiumsdiskussion verlaufen?

