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BackePA-App: Support-Ende für Android 13 und iOS 17 ab Juli 2026
ePA-App: Support-Ende für Android 13 und iOS 17 ab Juli 2026
In Entwicklung
Heise Online30.04.2026Technik2 dk okumaGermany

ePA-App: Support-Ende für Android 13 und iOS 17 ab Juli 2026

BSI-Sicherheitsvorgaben erzwingen Umstieg auf neuere Betriebssysteme – Krankenkassen informieren Versicherte

Auf einen Blick

  • Juli 2026 werden die meisten Krankenkassen die elektronische Patientenakte (ePA) nicht mehr auf Smartphones mit Android 13 oder iOS 17 unterstützen.
  • Grund sind Sicherheitsvorgaben des BSI, das nur noch Betriebssysteme mit regelmäßigen Sicherheitsupdates erlaubt.
  • Google hat die Bereitstellung von Sicherheitspatches für Android 13 bereits Anfang März 2026 eingestellt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die elektronische Patientenakte (ePA) ist ein zentrales Digitalisierungsprojekt im deutschen Gesundheitswesen. Sie ermöglicht Versicherten, ihre medizinischen Daten digital zu speichern und mit Ärzten zu teilen. Das BSI legt Sicherheitsanforderungen fest, um den Schutz sensibler Gesundheitsdaten zu gewährleisten.

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Wer ein Smartphone mit Android 13, iOS 17 oder einer älteren Version nutzt, muss sich umstellen: Die mobile App für die elektronische Patientenakte (ePA) wird ab dem 1. Juli 2026 bei den meisten Krankenkassen auf solchen Geräten nicht mehr unterstützt. Das bestätigt unter anderem der AOK-Bundesverband auf Anfrage. Die Techniker Krankenkasse hat ihre Versicherten bereits informiert, dass die ePA, der TI-Messenger und die Ident-App nicht mehr unterstützt werden. Der Marktanteil von Android 13 liegt bei ungefähr 13 Prozent.

Hintergrund sind Sicherheitsvorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Demnach darf die ePA nur auf Betriebssystemen genutzt werden, die noch regelmäßig Sicherheitsupdates erhalten. Google hat Anfang März 2026 die Bereitstellung von Sicherheitspatches für Android 13 eingestellt. Zuerst hatte die Apotheken Umschau berichtet. Für Geräte, die auf dieser Version verbleiben, werden damit keine systemweiten Sicherheitslücken mehr geschlossen. Das BSI empfiehlt generell, nur aktuelle und unterstützte Systeme zu nutzen. Google muss neuere Geräte künftig länger mit Sicherheitsupdates versorgen.

Auch bei der AOK betrifft die Umstellung die elektronische Patientenakte, das E‑Rezept und den TI‑Messenger, die alle drei in der AOK-App „Mein Leben“ gebündelt sind. Versicherte, deren Geräte die künftigen Anforderungen nicht erfüllen, sollen frühzeitig informiert werden. Entsprechende Hinweise will die AOK ab Anfang Mai 2026 direkt in der App anzeigen. Zusätzlich bereitet sie Kundenservice und technischen Support darauf vor, Betroffene zu beraten und beim Umstieg zu unterstützen. Wie viele Versicherte insgesamt betroffen sein werden, ist derzeit noch unklar; entsprechende Zahlen liegen den AOKen bislang nicht vor.

Unabhängig von den Einschränkungen auf mobilen Geräten bleibt der Zugriff auf die ePA über den Desktop-Client am Computer weiterhin uneingeschränkt möglich – zumindest mit Kartenlesegerät. Laut Gematik ist die eigene E-Rezept-App weiterhin unter Android 8 nutzbar, obwohl die Behörde bereits im Sommer 2025 angekündigt hatte, die App in Zukunft nur noch ab Android 9 zu unterstützen. Ob sie künftig ebenfalls nur ab Android 14 aufwärts unterstützt wird, ließ sich trotz Anfrage bei der Gematik bisher nicht abschließend klären. Laut Gematik werde „fortlaufend die Sicherheit der E-Rezept-App [geprüft]. Betriebssysteme, von denen eine akute Sicherheitsgefährdung ausgeht, werden unverzüglich aus der Nutzung entfernt“.

Weiter heißt es: „Basis dafür ist eine technische Richtlinie – eine sogenannte Prüfvorschrift – des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Prüfvorschrift definiert Sicherheitsanforderungen unter anderem für ePA-Applikationen. Es laufen aktuell Abstimmungen zwischen Gematik und BSI zum Geltungsbereich der unterstützten Betriebssysteme.“

Beim Krankenkassen-IT-Dienstleister Bitmarck, bei dem die meisten Betriebskrankenkassen und die DAK Kunden sind, laufen die Apps noch bis Ende 2026. „Risikoerkennung und -mitigation haben Bitmarck und der Entwicklungspartner RISE bei der ePA-App immer im Fokus. Daher halten wir uns stets an die aktuell gültigen Sicherheitsanforderungen. Diese (in § 360 (10) SGB V festgelegten) Anforderungen kommen zum ePA-Release im vierten Quartal 2026 wie folgt zum Tragen: Dadurch, dass es dann Änderungen an der E-Rezept-Komponente der ePA-App gibt, ist für die Zulassung ein externes Sicherheitsgutachten nötig, das vom Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik geprüft und bestätigt werden muss“, erklärt Bitmarck auf Nachfrage.

Auf der Grundlage des Gutachtens dürfe die ePA-App „ab dem kommenden Release nur noch Android-Versionen ab 14 und höher unterstützen. Bis dahin unterstützt die ePA von Bitmarck und Rise auch noch Android 13“. Bei Bitmarck wären zum jetzigen Zeitpunkt rund elf Prozent der Versicherten betroffen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Weitere Krankenkassen werden in den kommenden Monaten ähnliche Ankündigungen machen

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Desktop-Zugriff auf ePA wird als Alternative an Bedeutung gewinnen

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie viele Versicherte sind insgesamt von der Umstellung betroffen?
  • Wird die E-Rezept-App künftig nur noch ab Android 14 unterstützt?
  • Welche konkreten Alternativen haben betroffene Versicherte?

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This article was originally published by Heise Online.

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