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ZurückErneut toter Buckelwal in der Ostsee entdeckt
Erneut toter Buckelwal in der Ostsee entdeckt
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Die Zeitvor 1 StundeEnvironment2 Min. LesezeitGermany

Erneut toter Buckelwal in der Ostsee entdeckt

Im Greifswalder Bodden ist ein etwa sieben Meter langer, lebloser Buckelwal gefunden worden. Wissenschaftler wollen das Tier am Freitag in Stralsund sezieren.

Auf einen Blick

  • Vor der Ostseeküste ist ein lebloser, rund sieben Meter langer Buckelwal im Greifswalder Bodden entdeckt worden.
  • Ein Behördenschiff zieht den Meeressäuger zur Insel Dänholm, wo Experten ihn am Freitag obduzieren wollen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Große Wale sind in der Ostsee selten und gehören nicht zu ihrem natürlichen Lebensraum, da das salzarme Wasser sie belastet.

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Erneut hat sich vor der Ostseeküste ein Wal-Drama abgespielt. «Um 08:16 Uhr wurde der Wasserschutzpolizei gemeldet, dass ein lebloser Wal im Greifswalder Bodden treibt», teilte Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit. Wenige Stunden später fuhr eine Expertin des Deutschen Meeresmuseums Stralsund mit einem Boot hinaus und bestätigte den Tod des etwa sieben Meter langen Buckelwals, der nahe der Fahrrinne auf dem Rücken im Wasser trieb.

Erst im Frühjahr war vor der Insel Poel nahe Wismar in Mecklenburg-Vorpommern ein Buckelwal gestrandet. Das von vielen Menschen «Timmy» genannte Tier wurde in einer umstrittenen, aufwendigen Aktion in die Nordsee transportiert, wenige Tage später jedoch tot vor der dänischen Insel Anholt angespült.

Schiff zieht toten Wal zur Insel Dänholm

Ein Behördenschiff hat laut dem Deutschen Meeresmuseum in Stralsund damit begonnen, den toten Wal an Gurten in Richtung Stralsund zu ziehen. Vor der Hansestadt liegt die kleine Insel Dänholm, auf der sich das Nautineum befindet, eine Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums. Am späteren Abend soll der Transport dort eintreffen, wie eine Sprecherin des Museums sagte. Am Freitag sei geplant, dass Wissenschaftler den Meeressäuger sezieren.

Ostsee kein Lebensraum von Buckelwalen

Große Wale sind in der Ostsee selten, das Randmeer gehört nicht zu ihrem natürlichen Lebensraum. Das relativ salzarme Wasser der Ostsee belastet sie. Warum schwimmen sie dann in diese für sie lebensfeindliche Umgebung? Minister Backhaus sagte: «Es gibt Hinweise, dass sich die Buckelwalpopulation im Atlantik in den letzten Jahren gut erholt hat. Mehr Tiere bedeuten aber offenbar auch mehr Irrläufer, die in die Ostsee einschwimmen.»

«Dennoch betrübt es mich, dass wir nun schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres den Tod eines Buckelwals in der Ostsee feststellen müssen, diesmal direkt in den Hoheitsgewässern des Landes», so Backhaus weiter. Aus der Sektion des Tiers erhoffe er Informationen, «woran solche hier nicht heimischen Tiere in unseren Gewässern sterben». Er würde sich wünschen, mehr über diese Tierart zu erfahren, um solchen Ereignissen in Zukunft vielleicht entgegenwirken zu können.

Mehrere Walsichtungen in letzten Wochen

In den vergangenen Wochen war immer wieder ein Wal an der Küste gesichtet worden, zuerst vor Kiel, dann immer weiter östlich: im Hafenbecken von Wismar, vor dem Ostseebad Wustrow und zuletzt am vergangenen Samstag in der Nähe des polnischen Badeortes Miedzyzdroje. Experten des WWF Polen überprüften den Zustand des Meeressäugers. Er schwamm frei, hatte sich nicht in Fischernetze verfangen.

Ein Boot der polnischen Wasserrettung hatte den Wal anschließend auf seinem Weg nach Osten in die Nähe des Küstenortes Wiselka eskortiert. «Ob es sich bei dem jetzt im Greifswalder Bodden aufgetauchten Wal um das gleiche Exemplar handelt, wissen wir nicht», sagte Sprecher Stanislaw Poplochodzki vom WWF Polen der Deutschen Presse-Agentur.

Ob es sich bei all den Sichtungen um ein und dasselbe Tier handelte, ist bislang unklar. Möglicherweise könne man mehr sagen, wenn der Meeressäuger aus dem Wasser komme und man seinen Rücken sehen könne, sagte die Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums mit Blick auf die geplante Obduktion am Freitag. Fotos von den Sichtungen zeigen den Rücken des Wals.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Wissenschaftler sezieren den toten Buckelwal auf der Insel Dänholm.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

Offene Fragen

  • Handelt es sich bei dem Fund um denselben Wal, der zuvor vor der Küste gesichtet wurde?
  • Worauf ist die Todesursache des Buckelwals zurückzuführen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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